Hier geht es zur kompletten Seite :
    www.Oekosophie.de 

    Jeder Mensch hat grunds├Ątzlich von der Natur die Anlage, einen hohen Grad an Weisheit zu erlangen. Die bisherigen Kulturen lassen jedoch eine solche Entwicklung nur in Ausnahmef├Ąllen zu. Die Menschheit insgesamt zeigt keine Weisheit, sie gleicht einem Bakterienstamm, der sich ungehemmt solange vermehrt, bis seine Lebensgrundlagen verbraucht sind.
    Kultur braucht deshalb Erneuerung: eine humanistische Orientierung!
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Es ist nicht von Bedeutung, ob wir gl├Ąubig sind.
    Wichtig ist nur, da├č wir ein gutes Herz haben.
    Dalai Lama
     


    Lebenskunst, Gl├╝cklich sein, Denken

    Leben ist das, was geschieht, w├Ąhrend du andere Dinge im Kopf hast .  
    John Lennon

    Leben hei├čt eigentlich erleben
    Bruno H. B├╝rgel

 

                           atme          

                                  atme du lebst   
                                  Thich Nhat Hanh
                                   www.tnhde.eiab.eu

 

    Jeder Mensch will gl├╝cklich sein.
    Um das zu erreichen, will fast jeder etwas mehr haben als er derzeit hat.
    Oder: Wer Geld hat, will noch mehr haben.
    Dazu gibt es ein gutes Video bei 
    www.youtube.com/watch?v=fYI4AAGd66A&NR=1

    Das rechte Verst├Ąndnis davon, was oben mit “sein” und was mit  “haben” gemeint
    wird, ist der Schl├╝ssel zum gl├╝cklich sein. Siehe Seite 2.3 .
     

    Da es sehr f├Ârderlich f├╝r die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, gl├╝cklich zu sein.
    Voltaire, 1694 - 1778

    Voltaire geht also von seiner Vernunft aus und hat sich etwas ausgedacht.
    Ganz anders ist es, wenn man Gl├╝ck sp├╝rt:

    Gl├╝ck
    Es gibt die zwei Begriffe
      ÔÇ×Gl├╝ck habenÔÇ× 
      ÔÇ×gl├╝cklich sein“

    ÔÇ×Gl├╝ck habenÔÇ× 
    Dies bedeutet, dass einem zuf├Ąllig etwas sehr Positives geschieht  (zuf├Ąllig = es f├Ąllt einem zu). Dar├╝ber kann man dann gl├╝cklich sein. Aber wie lange?
     

    Gl├╝cklich sein
    Man ist immer nur einen Augenblick lang gl├╝cklich  – dauerndes ÔÇ×gl├╝cklich sein“ gibt es nicht.

    Es gibt Momente, an denen man

    • sich freut,
    • sich ├Ąrgert,
    • traurig ist,
    • sich schwach f├╝hlt,
    • sich stark f├╝hlt,
    • usw.

    und eben auch Momente, in denen man die ganze Welt umarmen k├Ânnte und gl├╝cklich ist.
    Dies ist ein Gef├╝hl, das man wahrnehmen kann, wenn man aufmerksam ist

    Stopp:
    Es w├Ąre jetzt f├╝r Sie sicher hilfreich, wenn Sie  mit lesen aufh├Âren und sich zur├╝ckversetzen w├╝rden, wann Sie schon wirklich gl├╝cklich waren. Sie k├Ânnten auf diese Weise erkennen, in welchen Situationen Sie ein Gl├╝cksgef├╝hl ├╝berkommt.

    Das Gl├╝cksgef├╝hl steigt in einem entweder hoch oder auch nicht, man kann es nicht machen.
    Es gilt auch hier:

    ….   Alle Dinge vergehen schnell und kein Verweilen kennt der Augenblick.
    Darum seid achtsam und ganz gegenw├Ąrtig."
    Abendspruch im Zen-Sesshin


    Solche Gl├╝cksmomente k├Ânnen ausgel├Âst werden z.B. durch:

    • Ein erstes Schneegl├Âckchen schaut aus dem Schnee
    • Man geht durch raschelndes, braunrotes Herbstlaub
    • Man wird von der Sonne gew├Ąrmt
    • Ein Arbeitsloser erh├Ąlt eine Anstellung
    • Man wird nach einer schweren Krankheit wieder gesund
    • Man trifft nach langer Zeit wieder den Freund
    • Man hat ein Computerproblem beseitig – der PC funktioniert wieder
    • Man isst etwas Leckeres
    • Nach einem Beinahe-Unfall
    • Usw.

    Nat├╝rlich k├Ânnen verschiedene Menschen in der gleichen Situation ganz Unterschiedliches f├╝hlen. ├ťber ein erstes Schneegl├Âckchen im Schnee kann  der eine gl├╝cklich sein, einem anderen ist es egal und viele werden an irgend etwas Denken, daran vorbeilaufen und es nicht wahrnehmen.

    Man sollte also in jedem Augenblick in sich f├╝hlen, was da ist.

    Deine wahre Natur ist es, gl├╝cklich zu sein.
    Es ist daher nicht falsch, nach diesem Zustand zu streben.
    Falsch ist nur, das Gl├╝ck au├čen zu suchen,
    denn das Gl├╝ck ist INNEN - in DIR.
    Sri Ramana Maharshi, 1879 - 1950

     

    Das kann auch so ausgedr├╝ckt werden:
    Ich bin mir bewusst, dass Gl├╝cklichsein von meiner geistigen Haltung und nicht von ├Ąu├čeren Umst├Ąnden abh├Ąngig ist und dass ich gl├╝cklich im gegenw├Ąrtigen Augenblick leben kann, indem ich mich daran erinnere, dass ich bereits mehr als genug Bedingungen habe, um gl├╝cklich zu sein.
    http://www.maitreya-fonds.de/mfportal/SpirituelleBasis/F%C3%BCnf%C3%9CbungenderAchtsamkeit/tabid/91/language/de-DE/language/en-US/Default.aspx
     

    Gl├╝ck ist ein Parf├╝m, das du nicht auf andere spr├╝hen kannst,
    ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen
    Ralph Waldo Emerson, 1803 - 1882

     

    Es gibt drei Gruppen von Menschen:

    Erste Gruppe:
    Diese Menschen wollen nicht ungl├╝cklich sein, wollen nicht leiden, wollen keine Schmerzen. Sie haben Angst vor einem ungl├╝cklichen Leben, das die H├Âlle auf Erden ist und evtl. haben sie auch Angst vor der H├Âlle im Jenseits. Diese Gruppe hat stets Angst vor Ungl├╝cklichsein und Leiden. Diese Gruppe ist mit der Gegenwart unzufrieden und sehnt sich stets nach einer besseren Zukunft.
    Ursache daf├╝r ist, dass man die gegenw├Ąrtige Situation als unzureichend bewertet und sie ablehnt und man etwas Besseres begehrt.

    Zweite Gruppe:
    Diese Menschen sehnen sich nach Gl├╝ck, nach Wohlergehen, sie sehnen sich nach dem Himmel auf Erden und ggf. nach dem Himmel im Jenseits.
    Diese Gruppe ist mit der Gegenwart unzufrieden und sehnt sich stets nach einer besseren Zukunft. Ursache ist auch hier das Ablehnen der gegenw├Ąrtigen Situation und das Begehren von etwas Besserem.
    Beide Gruppen sind insofern gleich, als sie das ablehnen, was gerade jetzt ist. Sie lehnen die Realit├Ąt oder die Wahrheit ab. Das verursacht das eigene Leiden.

    Es ergibt sich die Frage: Was macht gl├╝cklich? Das wei├č man meistens nicht wirklich.
    Verschiedene Untersuchungen haben ergeben:
    Nicht gl├╝cklichen machen: Reichtum, Gesundheit und Bildung.
    Gl├╝cklich machen: Gute Sozialkontakte, Liebe, Aktivit├Ąten, innere Einstellungen von Dankbarkeit und vergeben k├Ânnen und den K├Ąse sehen statt der L├Âcher.

    Den beiden ersten Gruppen geh├Âren fast alle 6 Milliarden Menschen an.
    Diese leben aus ihrer Pers├Ânlichkeit = Ego heraus und haben eine dualistischen Weltanschauung. Sie bewerten gedanklich die gegenw├Ąrtige Situation anhand der eigenen Ma├čst├Ąbe, lehnen die momentane Situation ab und begehren etwas anderes, als das, was momentan ist. F├╝r das Denken gibt es keine andere M├Âglichkeit, als das Leben so zu beurteilen, wie es die beiden ersten Gruppen tun. Die Funktion des Verstandes besteht darin, abzulehnen, zu begehren oder zu hoffen.
    Wut und Emp├Ârung bedeuten z.B., dass man ablehnt, was gerade geschieht und aus einer Haltung des Haben-Wollens heraus m├Âchte, dass etwas anders geschehen soll. Wenn es irgendein Wollen gibt, dann ist da auch eine Ablehnung dessen, was da ist. Die Haltung der Pers├Ânlichkeit ist nichts als ein Ablehnen dessen, was da ist, und eine Hoffnung auf etwas Besseres. Die Haltung der Pers├Ânlichkeit ist eine Bewegung von Angst und Hoffnung: Angst vor Schmerz und Hoffnung auf Lust. Hoffnung ist die Ablehnung der Gegenwart.
    Wenn man aus einer Haltung des Haben-Wollens, Leistung-Wollens, Zielerreichen-Wollens lebt, st├Ąrkt und vergr├Â├čert man die Pers├Ânlichkeit. Die Bewegung der eigenen Gedanken kann man als fieberhafte Aktivit├Ąt sehen, etwas zu erreichen, etwas zu bekommen, auf etwas zu hoffen, sich etwas vorzustellen, was besser ist als jetzt.
    Doch immer ist das da, was da ist. Was da ist, ist wirklich da, ob es einem gef├Ąllt oder nicht. Ablehnen macht nicht, dass es weg geht. Wenn man die Wahrheit ablehnt, entstehen Konflikte und Leiden.

    Wie sonst k├Ânnte man denn  noch leben?
    Man kann entsprechen seiner Natur wesensgem├Ą├č leben statt zu denken und zu bewerten.
    Goethe hat sehr sch├Ân ausgedr├╝ckt, dass man durch Denken nicht weiterkommt:

    Habe nun, ach, Philosophie, Juristerei und Medizin und leider! auch Theologie studiert mit hei├čem Bem├╝hn. Da steh’ ich nun, ich armer Tor! und bin so klug, als wie zuvor; ....
    Und sehe, dass wir nicht wissen k├Ânnen!....
    Drum hab ich mich der Magie ergeben.....
    Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenh├Ąlt:
    Schau’ alle Wirkenskraft und Samen und tu’ nicht mehr in Worten kramen.
    Goethe Faust

     

    Dritte Gruppe:
    Diese lebt in der Wahrheit,
    statt das Gl├╝ck zu suchen:
    Diese Menschen lehnen die Gegenwart nicht ab, sie leben in der Gegenwart und sp├╝ren und f├╝hlen jeden Moment, was es wahrzunehmen gibt. Sie sind daran interessiert, die Wirklichkeit und die Wahrheit wahrzunehmen und zu sp├╝ren, was in jedem Moment stattfindet und sind neugierig auf jeden neuen Augenblick und haben ihr Ego-Wollen zur├╝ckgestellt.

    Sie leben wesensgem├Ą├č, denn: Was ist,  ist.
    Die Gruppe PUR singt: “Es ist, wie es ist”.
    Das “was ist” ist die Realit├Ąt, die Wirklichkeit und die Wahrheit.
    Das “was ist” wird nicht aus dem Ego heraus gedanklich bewertet, denn w├Ąhrend man in Gedanken ist, im Kopfkino gefangen ist und gr├╝belt, kann man nicht f├╝hlen. W├Ąhrend man f├╝hlt, ist man in der Gegenwart, denn z.B. die Zukunft kann man nicht f├╝hlen.
    W├Ąhrend man f├╝hlt und sp├╝rt ist man nicht im Dualismus, sondern eins mit seinem einen Gef├╝hl.
    Wenn man wesensgem├Ą├č weder mit Ablehnung noch mit Hoffnung besch├Ąftigt ist, stellen sich Harmonie und Gl├╝ck ein.
    Es kommt also darauf an, ob man aus dem Ego heraus oder aus dem Wesen heraus lebt.
    Nach Erich Fromm geht es um die F├Ąhigkeit, sich am SEIN zu erfreuen anstatt am Haben oder am Gebrauchen. Das ist dann echte Lebensqualit├Ąt


    Denken oder Sp├╝ren
    Wenn jemand viele Stunden intensiv ├╝ber ein Problem nachdenkt,
    wie z.B. unten auf dem Bild vom Denker (von Rodin),
    dann sp├╝rt er kein Durstgef├╝hl, kein Hungergef├╝hl, keinen Harndrang. Er sp├╝rt nicht, dass er atmet, dass die Sitzknochen auf den Stuhl dr├╝cken, dass die Fu├čsohle den Boden ber├╝hrt, dass der Oberk├Ârper schief und krumm sitzt und er die Bandscheiben der Lendenwirbels├Ąule ├╝berm├Ą├čig stark belastet. Er sp├╝rt auch keine Intuition oder Inspiration.
    In diesem Zustand des Denkens, des Gr├╝beln, des Hirnens ist man au├čer sich, gedankenverloren, geistesabwesend, man sitzt in seiner Gehirnzelle, man ist
    im Kopfkino gefangen
    Dennoch holt sich der K├Ârper sein Recht. Man denkt und plant beim Denken nicht, wann man z.B. aufs WC will, sondern steht spontan und gedankenverloren auf, geht aufs WC und wei├č es hinterher oft nicht mehr. Und irgendwann unterbricht man die Arbeit und isst etwas. Das Wesentliche, das Wichtige, das Lebenswichtige geschieht ohne Denken spontan.

    Bewusst da sein - statt gedankenverloren zu gr├╝beln, zu sinnieren, zu hirnen, geistesabwesend zu sein,  oder im Kopfkino gefangen zu sein - bedeutet z.B.:

                                                     Bewusst  sein,

    statt gedankenverloren zu sein

                                                bedeutet konkret:

     

    Schmecken, was ich kaue,

    statt an etwas zu denken

    Riechen, was gerade duftet,

    statt an etwas zu denken

    Sehen, was gerade zu  sehen ist,

    statt in Gedanken vertieft zu sein

    H├Âren, was gerade t├Ânt,

    statt in Gedanken verloren zu sein

    F├╝hlen, was gerade zu f├╝hlen ist,

    statt geistig abwesend zu sein

    Die innere Stimme wahrnehmen,

    statt vor sich hinzutr├Ąumen

    Auf sein Herz h├Âren,

    statt von einem Film gefesselt zu sein

    Auf die Weisheit seines K├Ârpers h├Âren,

    statt an etwas zu denken

    Intuition wahrnehmen,

    statt an etwas zu denken

    Sp├╝ren, was jetzt gerade wirklich da ist,

    statt an etwas zu denken

    Bewusst sein hei├čt, f├╝hlen und sp├╝ren und

    nicht zu gr├╝beln oder zu denken.

     

     



    Die Gedanken werden im Osten gerne verglichen mit einer Horde Affen, die in einem Geb├╝sch wild hin und her tollen.

    Ähnlich beschreibt es Eugen Roth:

    ….. Und sich mit flatterflinken Nerven
    Von einer Angst zur andern werfen

    Und wie ein Affe auf dem schwanken
    Gezweige turnen der Gedanken,

    Mu├č ├╝ber die geheimsten Wurzeln
    Des vielverschlungnen Daseins purzeln

    Und hat verlaufen sich alsbald
    Im h├Âllischen Gehirn-Urwald.

    In einer Schlucht von tausend D├Ąmpfen
    Mu├č er mit Spukgestalten k├Ąmpfen,

    Mu├č, von Gespenstern bl├Âd ge├Ąfft,
    An Weiber, Schule, Krieg, Gesch├Ąft

    In tollster ├ťberblendung denken
    Und kann sich nicht ins Nichts versenken.

    Aus: ÔÇ×Der starke Kaffee“ von Eugen Roth
     

    Denken nach Tolles Tierleben

    Aus Eckart Tolle:  Tolles Tierleben,
    Quelle    
    https://lh3.ggpht.com/_O7T_2z9dYTA/TQtxNVCdoVI/AAAAAAAACgI/iRF5xD8qyE0/s1600/tollestierleben2-708513.jpg

    Mit Denken ist hier das Gr├╝beln, Sinnieren, sich ├╝ber fr├╝heres Verhalten Vorw├╝rfe zu machen, sich ├╝ber die Zukunft zu sorgen, das Kopfkino oder Hirnen gemeint, die dann im Menschen Stimmungen wie Gier, Angst oder Sorge, erzeugen.
    Nicht gemeint ist das logische Planen und Organisieren.

    Beispiele:
    Was n├╝tzt Liebe in Gedanken?
    Was hilft es einem D├╝rstenden, an Wasser zu denken?
    Was hilft es einem Frierenden, ans Feuer zu denken?
    Es geht um ganzheitliches, also nicht-dualistisches Wissen aus unseren Bauch-, Herz- und Geist-Zentren (Intuition).

    Der Unterschied zwischen “einfach da sein” und “gedankenschwer gr├╝beln” ist auch an der K├Ârperhaltung zu erkennen:

              Mann, der einfach da ist.                      Mann, der gr├╝belt (Rodin: Der Denker)

     

    Beispiel:
    Sie k├Ânnen einen Vortrag von Martin Heidegger h├Âren: Was heisst denken?
    auf
      https://www.youtube.com/watch?v=wBWkMC5bow0 .
     

    Wie erringen wir wahres Gewahrsein?
    Indem wir dem Wissen entsagen.
    Rumi, 1207 - 1273

    Ganzheitlich gesehen wei├č der Weise oder Mystiker, dass kein einziger Gedanke, der aus dem Ego heraus kommt, ernst genommen zu werden braucht.

    Die Irre durchherrscht den Menschen, indem sie ihn beirrt.
    Martin Heidegger: Vom Wesen der Wahrheit
     

    Willst Du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten.
    Chinesisches Sprichwort
     

    Erleuchtung:
    Man erf├Ąhrt selbst und wei├č, was Daio Kokushi, um 1300 n. Chr. wu├čte :

    “Es gibt eine Wirklichkeit, die vor Himmel und Erde steht.
    Sie hat keine Form, geschweige denn einen Namen.
    Augen k├Ânnen sie nicht sehen.
    Lautlos ist sie, nicht wahrnehmbar f├╝r Ohren.
    Gebt eure Worte auf, entleert eure Gedanken,
    dann kommt ihr soweit, das eine SEIN zu erkennen“.
    Daio Kokushi, um 1300 n. Chr
     

    Durch die Erleuchtungs - Erfahrung, durch ein Gipfelerlebnis – die unio mystica –
    wird man ÔÇ×heil“ oder ÔÇ×ganz“.


    Nur das Sp├╝ren des Mysteriums  in der Gegenwart z├Ąhlt.
    Christlich ausgedr├╝ckt: Nur im gegenw├Ąrtigen Moment kann man sich der Gegenwart Gottes bewusst sein.

    Fernsehen, Filme, B├╝cher
    Informationen im Fernsehen:
    Diese sind meistens nicht wesentlich, da sie nicht zum Wesen f├╝hren.
    Spannende Filme: Diese stammen aus einer Traumfabrik und erzeugen im Zuschauer eine Identifikation mit einer Traumwelt. Beim Schauen ist man
    geistesabwesend und im Kopfkino gefangen.
    Man sp├╝rt seinen Atem nicht, man sp├╝rt seine Sitzknochen nicht, man sp├╝rt nicht sein Da-Sein. Man bekommt Emotionen, die mit der Realit├Ąt in dem Raum, in dem man ruhig sitzt, nichts zu tun haben.
    Naturfilme:
    Hier kann man ergriffen und zutiefst beeindruckt von der Gr├Â├če und Vielfalt der Natur sein - man solllte das aber w├Ąhrend des Films sp├╝ren und nicht geistesabwesend sein.
    B├╝cher lesen: Bei spannenden B├╝chern ist man auch so absorbiert, dass man das Wesentliche im Augenblick nicht wahrnehmen kann.
    PC-Arbeit oder Spiele: Man ist ebenfalls so absorbiert, dass man das Wesentliche im Augenblick nicht wahrnehmen kann.
     

    Liebe ist etwas Wunderbares – ich habe schon viel dar├╝ber gelesen.
    Aldinger

    Durch die Gedanken entstehen Stimmungen, die zur wahren Realit├Ąt keinen Bezug haben.
    Wenn man stets genau in der Gegenwart pr├Ąsent ist und sp├╝rt, was ist, dann hat man keine Zeit, mit den Gedanken in die Vergangenheit oder Zukunft abzuschweifen.


    Wer st├Ârt beim Schauen?
    Es sind die Benenner des “Unnennbaren”.
    Johann Frank

    Es ist sehr interessant, wie ein islamischer Mystiker dies 1998  beschreibt.
    Sie finden den wertvollen Text  
    Hier  .


    Wir gehen immer verloren,
    wenn uns das Denken bef├Ąllt
    und werden wiedergeboren,
    wenn wir uns ahnend der Welt anvertrauen
    Gebser


    Der Intellektuelle sitzt lebensl├Ąnglich in seiner Gehirn - Zelle.
    Kersten

    Nan-in, ein japanischer Meister der Meiji Zeit, empfing den Besuch eines Universit├Ątsprofessors, der etwas ├╝ber Zen erfahren wollte. Nan-in servierte Tee. Er goss die Tasse seines Besuchers voll und h├Ârte nicht auf weiterzugie├čen.
    Der Professor beobachtete das ├ťberlaufen, bis er nicht mehr an sich halten konnte. ┬źEs ist ├╝bervoll. Mehr geht nicht hinein! ┬╗
    ┬źSo wie diese Tasse┬╗, sagte Nan-in, ┬źsind auch Sie voll mit Ihren eigenen Meinungen und Spekulationen. Wie kann ich Ihnen Zen zeigen, bevor Sie Ihre Tasse geleert haben?┬╗

    “ Meister, wenn Gott in seiner Allmacht einen so schweren Stein erschafft, den Er nicht heben kann, dann ist Er ja nicht mehr allm├Ąchtig? “
     “ Sophisten-Gr├╝nschnabel! Gott hat besseres zu tun, als deiner Logik zu gehorchen. “
    Aldinger

    Spazierg├Ąnger zum Hirten:
    ” Sehr einsam hier! Was denken Sie denn so immer den lieben langen Tag? “   
    “ Denken Sie, ich bin so einf├Ąltig und denke immer etwas?“
    Aldinger
     

    Das Wesentliche geschieht ohne unser Denken:
    Keiner hat bei seiner Geburt etwas gedacht, keiner wird beim Sterben durch sein Denken gerettet. Keiner denkt und regelt mit dem Ego seinen Herzschlag, seine Atmung, die Funktion von Leber, Niere usw....Keiner hat es durch Denken im Griff, dass er nach dem Schlaf morgens wieder auffwacht
    Das Sein funktioniert ohne die F├╝hrung durch unseren Verstand
    aufgrund der Ersten Ursache.

    Nichts ist gut oder b├Âs; das Denken macht┬┤s dazu.
    (There is nothing either good or bad; but thinking makes it so).
    William Shakespeare (1564 - 1616)

    .......... wie kl├Ąglich, wie schattenhaft und fl├╝chtig, wie zwecklos und beliebig sich der menschliche Intellekt innerhalb der Natur ausnimmt; es gab Ewigkeiten, in denen er nicht war; wenn es wieder mit ihm vorbei ist, wird sich nichts begeben haben.......
    ..... und wie jeder Lasttr├Ąger seinen Bewunderer haben will, so meint gar der stolzeste Mensch, der Philosoph, von allen Seiten die Augen des Weltalls teleskopisch auf sein Handeln und Denken gerichtet zu sehen.........
    Nietzsche: ├ťber Wahrheit und L├╝ge im aussermoralischen Sinne.
    Der ganze Text bei  
    http://www.geocities.com/thenietzschechannel/tlsg.htm  .

    Unser Verstand ist der Beweis f├╝r den Humor Gottes
    Aldinger


    Nochmal der Vers von P. Bomas von der Konsum-Seite:
    Mach dich zum Leben auf! Lebe!
    Freude wird deinen Geist erf├╝llen .
    Deine Augen sehen wieder die Blume, die bl├╝ht.
    Deine Ohren h├Âren wieder den Vogel, der pfeift .
    Du arbeitest mit deinen H├Ąnden.
    Herrlich schmeckt ein St├╝ck Brot, ein Glas frisches Wasser.
    Wenn die Sonne scheint, f├Ąngst du an zu tanzen,
    und im Regen kannst du pfeifen.
    Und du wirst sp├╝ren:
    Wir sind gemacht f├╝r die Freude.
    Phil Bosmans

    Die Menschen der dritten Gruppe sind Weise, die pr├Ąsent sp├╝ren, was ist, und nur notwendige organisatorische Dinge ├╝berlegen, aber nie gr├╝beln.
    Sie sind einverstanden mit dem, was im Moment ist. Sie sind interessiert an der Realit├Ąt, an der Wahrheit, und nicht an Leid oder Freude.
    Wer nach Gl├╝ck strebt, leidet.
    Wer an der Wirklichkeit interessiert ist, ist gl├╝cklich, ohne es bewusst anzustreben.

    Der Schl├╝ssel “Dankbarkeit” schlie├čt die T├╝r auf zur Freude am Leben,
    wie es ist, und nicht, wie es sein sollte.
    Johannes Kuhn

     

    W├╝nsche, Begehren, Gl├╝ck

    Es gibt ein altes japanisches Lied, das lautet:
    St├Ąndig ein Klima wie im April,
    abends immer Licht wie beim vollen Mond.
    Selbst immer achtzehn, der Ehemann stets zwanzig,
    drei gute Kinder, die niemals sterben.
    Zehntausend Taler im Sack, die sich nie ersch├Âpfen,
    und auch nach dem Tod ein Zustand, als ob man leben w├╝rde.
    Quelle: Das Sutra des Sechsten Patriarchen, Hui-neng (638 – 713), Seite 96

    Dieses Lied macht deutlich, was man unter ÔÇ×falschem Begehren“ versteht, n├Ąmlich das willk├╝rliche Erzeugen von W├╝nschen, die aus der Vorstellung eines  Ego entstehen und der nat├╝rlichen Harmonie zuwiderlaufen. Die Wirklichkeit ist bestimmt anders!

    Bekannter ist das Lied von Hildegard Knef:
    ......F├╝r mich soll's rote Rosen regnen,
    mir sollten s├Ąmtliche Wunder begegnen... 

    Als Naturgesetz gilt:
    Man kann niemals gl├╝cklich sein, wenn man danach strebt.

    Das sagt Hesse so:

    Gl├╝ck 
    Solang du nach dem Gl├╝cke jagst,
    Bist du nicht reif zum Gl├╝cklichsein
    Und w├Ąre alles Liebste dein.

    Solang du um Verlornes klagst
    Und Ziele hast und rastlos bist,
    Wei├čt du noch nicht, was Friede ist.

    Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
    Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
    Das Gl├╝ck nicht mehr mit Namen nennst,

    Dann reicht dir des Geschehens Flut
    Nicht mehr ans Herz - und deine Seele ruht.
     Hermann Hesse

    Hier beschreibt Hermann Hesse, dass die erste oder zweite Gruppen Menschen, die vom Ego motiviert etwas erlangen will, noch nicht reif zum Gl├╝cklichsein sind.
    Die ├╝bereinstimmende Aussage der Weisen oder Mystiker der letzten Jahrtausende ist, dass nur diejenigen gl├╝cklich sein k├Ânnen, die nicht mit ihrem wollenden Ego identifiziert sind.

    Eine Grundwahrheit ist also:
    Solange man Gl├╝ck oder “Sein” begehrt, wird es sich einem entziehen.

    Erich Fromm zeigt in seinem Buch “Vom Haben zum Sein” eine M├Âglichkeit der inneren Arbeit auf, um sich von seiner Pers├Ânlichkeit zu de-identifizieren und wieder wesensgem├Ą├č zu werden - f├╝r echte Lebensqualit├Ąt.

    Weitere Hinweise zum W├╝nschen:
    W├╝nsche, an die wir uns zu sehr klammern, rauben uns leicht etwas von dem, was wir sein sollen und k├Ânnen.
    Dietrich Bonhoeffer

    Unsere W├╝nsche sind wie kleine Kinder; je mehr man ihnen nachgibt, umso anspruchsvoller werden sie.
    Christian Morgenstern

    Gl├╝ck gibt es nur, wenn wir vom Morgen nichts verlangen
    und vom Heute dankbar annehmen, was es bringt.
    Die Zauberstunde kommt doch immer wieder
    Hermann Hesse
     

    Es hat keinen Sinn, sich Sternschnuppen zu w├╝nschen, ohne jemals in den Himmel zu blicken.
    Nicole Retter

    Ich meine fast, wenn ich mir mit der Seele etwas innig w├╝nsche, dann erf├╝llt das Leben mir solche W├╝nsche gerne.
    Arthur Rubinstein

    Gib mir nicht, was ich mir w├╝nsche, sondern was ich brauche.
    Antoine de Saint-Exupery

    Die Erf├╝llung eines Wunsches zieht immer einen neuen Wunsch nach sich.
    Michael Ende
     

    Menschen auf der Suche nach ├Ąu├čerem Gl├╝ck sind zu vergleichen mit Menschen, die mit einem Sieb ein l├Âchriges Fass mit Wasser auff├╝llen wollen.
    Frei nach Sokrates, 469 – 399 v. Chr

     

    NIEMALS
    Wonach du sehnlich ausgeschaut,
    es wurde dir beschieden.
    Du triumphierst und jubelst laut:
    Jetzt hab ich endlich Frieden!

    Ach, Freundchen, rede nicht so wild,
    bez├Ąhme deine Zunge!
    Ein jeder Wunsch, wenn er erf├╝llt,
    Kriegt augenblicklich Junge.
    Wilhelm Busch
     

    Das eigentliche Interessante und Lebenswerte,
    das was uns erf├╝llen und besch├Ąftigen
    und in Atem halten kann,
    liegt nicht au├čer uns, sondern in uns.
    Hermann Hesse

    Die Angst vor dem Tod h├Ąlt uns nicht vom Sterben ab, sondern vom Leben.
    Verfasser unbekannt

    Die Angst vor dem Tod zeugt auch davon, dass man nicht daran glaubt, auch nach dem Tod des K├Ârpers zu existieren. Man glaubt: “Ich bin keine Seele”.

    F├╝r die Ehrgeizigen, die sich weder mit dem Geschenk des Lebens noch mit der Sch├Ânheit der Welt zufrieden geben, liegt eine Strafe darin, dass sie sich selbst dieses Leben verbittern und die Vorteile und die Sch├Ânheit dieser Welt nicht besitzen.
    Leonardo Da Vinci
     

    Einigkeit und Recht und Freiheit
    sind des Gl├╝ckes Unterpfand
    Deutschlandlied

     

    Weise sind gl├╝cklich ├╝ber die Gabe des Lebens: Sich seines Lebens freuen!
    Enjoy your life!

    Dass es seit Jahrtausenden bei all dem Kampf und Krieg, der aus dem Ego heraus entstand, ├╝berhaupt noch Menschen gibt, liegt auch an der wesensgem├Ą├čen Liebe und G├╝te.

    G├╝te
    W├Ąre das L├Ącheln nicht st├Ąrker als das Z├Ąhnefletschen
    und die G├╝te nicht st├Ąrker als der Hass,
    dann g├Ąbe es die Menschheit sicher nicht mehr.
    Chr. Rueger

    Zusammenfassung und Basis:
    Sich seines Lebens freuen!
    Weise sind gl├╝cklich ├╝ber die Gabe des Lebens.
    Enjoy your life!

    Der “Seinszustand” wird auf der n├Ąchsten Seite weiter erl├Ąutert.

     


    Dies ist keine Fun-Site.
    Diese Homepage entspricht einer Sammlung von Zitaten zu verschiedenen Themen mit einigen Kommentaren von mir,

    f├╝r deren Lekt├╝re man recht viel Zeit einplanen sollte.

    Leitmotiv:

    G├╝te
    W├Ąre das L├Ącheln nicht st├Ąrker als das Z├Ąhnefletschen
    und die G├╝te nicht st├Ąrker als der Hass,
    dann g├Ąbe es die Menschheit sicher nicht mehr.
    Chr. Rueger


    F├╝r die psychologischen und spirituellen Seiten gilt:

    Auf diesen Seiten gebe ich die Weisheitslehren von Menschen,
    die sich ├╝berwiegend im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden,
    kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher intellektuell verstanden habe.
     

    Kraft macht keinen L├Ąrm. Sie ist da und wirkt.
    Albert Schweitzer


    Wo die Natur nicht will,
    da ist die Arbeit umsonst.
    Seneca, 65 n. Chr.


    N├Ąchstenliebe lebt mit tausend Seelen,
    Egoismus mit einer einzigen, und die ist erb├Ąrmlich.
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Hinweis:
    Es geht um das Ersp├╝ren von Prozessen, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Jedes Wort steht also f├╝r etwas Unnennbares - wie etwa, wenn jemand “sein Herz verschenkt”. Also versuchen Sie bitte zu sp├╝ren, was jedes Wort und jeder Satz eigentlich beschreiben will
    und versuchen Sie vor allem, ES selbst zu erfahren - und das geht nur ohne Denken.
    Es geht um ganzheitliches, inneres Wissen, das in unserem Bauchzentrum, Herzzentrum oder Geistzentrum (Intuition, Inspiration) ersp├╝rt werden kann und nicht um dualistisches Denken und mentale Konstrukte oder Begriffe.

    Wenn Sie jetzt bereits die Seite wegklicken wollen, so schildern Sie doch bitte rasch mal mit ihren Worten Ihr Lieblings-Musikst├╝ck. Auch das Gesicht Ihrer Mutter kann man nicht mit Worten beschreiben, aber man wei├č es.
    Das ist die eigene, innere Gewissheit, die unnennbar ist.

    Sie k├Ânnen sich gerne mit Fragen zu diesen Themen an mich per Email wenden.