Hier geht es zur kompletten Seite :
    www.Oekosophie.de 

    Jeder Mensch hat grundsätzlich von der Natur die Anlage, einen hohen Grad an Weisheit zu erlangen. Die bisherigen Kulturen lassen jedoch eine solche Entwicklung nur in Ausnahmefällen zu. Die Menschheit insgesamt zeigt keine Weisheit, sie gleicht einem Bakterienstamm, der sich ungehemmt solange vermehrt, bis seine Lebensgrundlagen verbraucht sind.
    Kultur braucht deshalb Erneuerung: eine humanistische Orientierung!
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Es ist nicht von Bedeutung, ob wir gläubig sind.
    Wichtig ist nur, daß wir ein gutes Herz haben.
    Dalai Lama
     


    Gotteserfahrung, Erleuchtung, Freier Wille, Liebe

    Auf dieser Seite gebe ich die Weisheitslehren kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher verstanden habe.

    Jeder kann an sich arbeiten, sprich “Innere Arbeit” tun, um sich weiterzuentwickeln zu mehr Bewusstheit und um sein volles menschliches Potential zu entfalten, das durch die Erziehung im Kindesalter zugedeckt wurde, siehe auch Seite “Haben und Sein”.

    In der einfachsten Form kann man schlicht die 10 Gebote befolgen!

    Genauer weiß man es vom Yoga her:
    Yoga wird in Indien seit mehr als 5000 Jahren geübt. Das Sanskrit-Wort "Yoga" enthält den gemeinsamen indogermanischen Stamm, der auch in unserem Wort Joch" erscheint, und bedeutet "Anschirrung". Alles, was den Yogi "anschirrt", die Triebe und Leidenschaften, soll durch Yoga beherrscht werden. Der Yogi gelangt  über die Konzentration und Meditation zur tiefsten Versenkung in der anderen Welt.
    Es gibt acht Stufen des Yoga.
    Die erste Stufe wird "Yama" genannt. Sie ist die Stufe der moralischen Läuterung, der Wahrhaftigkeit, und enthält die Verbote. Es ist verboten, Gewalt anzuwenden, zu lügen, zu stehlen, sexuell ausschweifend zu leben, häßlich und unehrlich zum Mitmenschen zu sein, Rache zu üben, den Gleichmut zu verlieren, übermäßig zu essen und körperlich und geistig unrein zu werden.
    Die zweite Stufe heißt Niyama" und enthält Regeln oder Gebote mit dem Ziel der inneren und äußeren Reinigung. Der Yogi soll die innere Angleichung seines Wollens an sein Schicksal gestalten. Dazu wird ihm geboten, asketisch zu leben, genügsam zu sein, Vertrauen in die religiösen Bücher zu haben, Nächstenliebe zu üben, Gott ergeben zu sein, religiöse Lesungen zu hören, bei Fehlern Reue in sich zu erwecken (reinigende Beschämung), Vertrauen auf die religiösen Gesetze zu haben, den Namen Gottes oft auszusprechen und den religiösen Ritus auszuüben.
    Die dritte Stufe lehrt die "Asanas”, das sind Körperhaltungen, durch die der Yogi zur vollkommenen Beherrschung seines Körpers kommt.
    Die vierte Stufe ist das "Pranayama", die Beherrschung des Atems. Durch bewußtes Atmen gewinnt der Yogi Einfluß auf seine inneren Lebensprozesse und wird so Herr über seine Lebensströme.
    Die fünfte Stufe "Pratyahara" verlangt eine Beherrschung aller Sinne und Vorstellungen durch ein Zurückziehen in sich selbst.
    In der sechsten Stufe "Dharana" halt der Yogi sein Denken auf einen Punkt fixiert,
    um in der siebten Stufe "Dhyana" über eine vom Guru gegebene Vorstellung zu meditieren.
    In der achten Stufe "Samadhi" erfolgt die tiefste Versenkung und Vereinigung mit dem göttlichen Geist.
    Von diesen acht Stufen sind die ersten vier als Vorbereitung zu betrachten. Erst wenn diese voll beherrscht werden, kann man in das Wesen des Yoga eindringen. Die vier ersten Stufen sind nichts anderes als das, was auf der ganzen Weit als Grundlage für die Gesundheit und ein harmonisches Zusammenleben gültig ist. Die beiden ersten Stufen, "Yama" und "Niyama", mit ihren Verboten und Geboten finden sich in allen Religionen wieder, im christlichen Glauben z. B. als die 10 Gebote.
    Wenn in der dritten und vierten Stufe eine Harmonie der Funktionen in einem gesunden Körper und einer reinen Seele erreicht wird, ist der Aufstieg in die nächsten Stufen möglich mit der tiefsten Versenkung in der Vereinigung mit dem Göttlichen.
    Dieses Ziel ist auch in Indien nur wenigen Menschen möglich, und im Grunde erreichen es nur einige, die Gurus genannt werden. Auf unseren Kulturkreis übertragen würden wir die Gurus "Heilige" nennen. Diese Gurus sind zugleich die geistigen Führer, die ihre Schüler in dieses System einführen können.
    Mukerji und Spiegelhoff: Yoga, 1963.

    Mystik
    In der Mystik verwirklicht der Mensch das geistige Einswerden mit dem unendlichen Sein.
    Mystik ist eine im Einzelnen entstehende und in ihm sich stets erneuernde Überzeugung.

    Mystik ist die vollendete Art von Weltanschauung. In der Weltanschauung  sucht der Mensch zu dem unendlichen Sein, dem er in natürlicher Weise angehört, auch in ein geistiges Verhältnis zu gelangen. Er setzt sich mit der Welt auseinander, ob er den geheimnisvollen Willen, der in ihr waltet, erfassen und mit ihm eins werden könne. Nur im Geistigen Eins-Wert mit dem unendlichen Sein kann er seinem Leben einen Sinn geben und Kraft zum Erleiden und zum Wirken finden.
    Handelt es sich in der Weltanschauung letzten Endes um unser geistiges Eins-Werden mit dem unendlichen Sein, so ist die vollendete Weltanschauung notwendigerweise Mystik. In der Mystik verwirklicht der Mensch das geistige Einswerden mit dem unendlichen Sein.
    Nur die Mystik entspricht dem Ideal der Weltanschauung. Alle anderenWeltanschauungen sind der Art nach unvollkommen und unsachlich.
    Die dualistische Weltanschauung ist unsachlich. Sie enthält eine mit den Tatsachen nicht in Übereinstimmung zu bringende Lehre von der Welt. Sie kommt aus einem Denken, das durch Glauben beeinflußt ist.
    Während das indische Denken also bei der vollendeten Art von Weltanschauung, der Mystik, verbleibt, bemüht sich das unsere um eine, die ihrem Wesen nach naiv und unsachlich ist.
    Albert Schweitzer, 1935.
     

    Die Erleuchtungs-Erfahrung – die unio mystica – kann man nicht mit dem Ego-Willen erlangen, sie kann einem nur als Gnade geschenkt werden - nach entsprechender eigener Vorbereitung. Es geht um ganzheitliches Wissen und Spüren aus unseren Bauch-, Herz- und Geist-Zentren (Intuition), also um eine nicht-dualistische, ganzheitliche Erfahrung. Es geht nicht um dualistisches Denken und nicht um denkendes Philosophieren.

    Willst Du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten. Chinesisches Sprichwort

    Über die Erleuchtung wird auf den anderen Seiten schon viel ausgesagt.
    Da es sich um Fühlen, Spüren und um Erfahrungen handelt, bewegt sich nachfolgender Text also am Rande des Undenkbaren und Unnennbaren. Der Text ist natürlich notgedrungen dualistisch geschrieben, weil wir das Spüren der Ganzheit nicht in Worte fassen können und sich die Einheit unserem Verstand entzieht..

    Sobald man spricht, beginnt man schon zu irren.
    Goethe

    Hier eine Zusammenfassung und Ergänzungen,
    natürlich nicht vollständig, sondern schlaglichtartig:

    Erleuchtung:
    Man erfährt selbst und weiß, was Daio Kokushi, um 1300 n. Chr. wußte :

    “Es gibt eine Wirklichkeit, die vor Himmel und Erde steht.
    Sie hat keine Form, geschweige denn einen Namen.
    Augen können sie nicht sehen.
    Lautlos ist sie, nicht wahrnehmbar für Ohren.
    Gebt eure Worte auf, entleert eure Gedanken,
    dann kommt ihr soweit, das eine SEIN zu erkennen“.

    Durch die Erleuchtungs-Erfahrung, durch einGipfelerlebnis – die unio mystica –
    wird man „heil“ oder „ganz“.

    Es ist sehr interessant, wie ein islamischer Mystiker dies 1998  beschreibt.
    Sie finden den wertvollen Text  
    Hier  .

    Begriffe für die Erleuchtung und einen Erleuchteten:
    Die Suche nach der unschätzbaren, blauen Perle, nach dem heilige Gral, nach dem Stein der Weisen, nach der blauen Blume der Romantik stehen für die Suche
    z.B.:
    nach der Wesensnatur,
    nach nach der Wesensschau, 
    nach dem Erwachen,
    nach Erleuchtung,
    nach Verwirklichung,
    nach dem Gipfelerlebnis.

    Weiter Begriffe:  Der/Die Erwachte, Heilige, Verwirklichte, Roshi, Schamane, Prophet.
    Buddha = der Erwachte, der Wissende, der Bewusste, der Vollendete.
    Christus = aramäisch = „Der Erleuchtete“. Erleuchtung am 6. August auf dem Berg Tabor.
    Kirchenfest immer am 6.August: Verklärung Jesu, siehe Lk 9, 28–35 und Mt 17, 1-8.
    Siehe auch Seite “Bild vom Menschen, Wer bin ich?”.

    Erleuchtung anstreben:
    Die Erleuchtungs-Erfahrung kann man nicht mit dem Ego-Willen erlangen, sie kann einem nur als Gnade geschenkt werden.
    Was kann man also selbst tun? Dafür Beispiele:

    Hier und jetzt:
    Wenn man über die Vergangenheit nachdenkt oder sich über die Zukunft Gedanken macht, ist man von Sinnen - man spürt nicht, was gerade jetzt Realität ist und was jetzt gerade mit den eigenen 5 Sinnen wahrzunehmen wäre.
    Um eine Erleuchtungs-Erfahrung spüren zu können, muss man in der Gegenwart sein, also nicht denken. Nur in der Gegenwärtigkeit von Moment zu Moment kann man ES erfahren und wahr-nehmen. Alles - Körper, Geist, Gefühle, Gedanken, die physischen Objekte - alles besteht aus dem vollständigen, reinen So-Sein der Gegenwärtigkeit.
    Deshalb werden z.B. gegenstandsfreie, absichtslose Meditation oder Kontemplation (christlicher Weg der Gotteserfahrung, abendländischen MystikerInnen z.B. Meister Eckhart, Johannes vom Kreuz, Teresa von Avila) enpfohlen, die von jeder Konfession frei sind.
    Die Entfaltung der Seele geschieht nur in der Gegenwärtigkeit. Die meisten Menschen waren in ihrem ganzen Leben nur ein bis zwei Jahre gegenwärtig. Die restliche Lebenszeit ist verschwendet.
     

    Die schönste Definition oder Beschreibung der Seele fand ich bei Khan:

    Für die Seele gibt es keine Geburt, keinen Tod,
    keinen Beginn, kein Ende. Sünde kann sie nicht
    berühren, noch kann Tugend sie erheben. Weder kann
    die Weisheit sie erleuchten, noch die Unwissenheit
    sie verdüstern. Sie war immer und wird immer sein.
    Sie ist das innerste Wesen des Menschen, alles übrige
    ist nur eine Hülle, wie ein Lampenschirm über dem Licht.

    Die Seele entfaltet sich durch ihre eigene Kraft, bis
    sie schließlich die Bindungen der niederen Ebenen
    durchbricht. Sie ist von Natur aus frei und sucht nach
    der Freiheit während ihrer Gefangenschaft. Alle
    Heiligen der Welt wurden heilig, indem sie ihre Seele
    befreiten, denn Freiheit ist das einzige Ziel, das es im
    Leben gibt.
    Hazrat Inayat Khan,  I//237 ,  1882 – 1927 



    Beten = Die Beschau
    Das einfache, stille Anschauen, die Andacht vor dem Geheimnis.
    Das Gebet ist eigentlich tiefe Hingabe an das, was in diesem Augenblick ist.
    Beten um eigene Vergünstigungen kann es eigentlich nicht geben, da in jedem Gebet enthalten sein sollte: “Dein Wille geschehe”.
     
    Haus durchlüften:
    An sehr heißen Sommertagen schließt man Fenster und Läden, um sich vor der Hitze zu schützen. Wenn man abends Durchzug haben will, muß man abends selbst die Läden und Fenster öffnen. Ob dann aber ein kühler Wind bläst oder es windstill bleibt, steht nicht in unserer Macht. Fazit: Sich dafür öffnen!

    Drang nach Luft beim Ertrinken:
    Wenn man unter Wasser gedrückt wird, hat man nach 30 Sekunden nur einen einzigen, dringenden, unbedingten, existentiellen Wunsch: Wieder Luft holen können.
    Sagte ein Meister zum Schüler: ” An dem Tag, an dem du so verzweifelt nach Gott verlangst, wie du nach Luft verlangt hast, wirst du ihn sicher finden. “
    Mello
    Überhaupt nichts anders darf wichtiger sein.

    “ Meister, was soll ich tun, um Gott zu erreichen? “
    “Wenn du Gott erreichen willst, musst du zwei Dinge wissen. Erstens, dass alle Bemühungen, ihn zu erreichen, vergeblich sind. “
    “ Und zweitens? “   
    “ Du musst handeln, als ob du das erste nicht wüsstest. “
    Aldinger

    Um in dem Abenteuer, genannt Spiritualität, Erfolg zu haben, muss man fest entschlossen seien, aus dem Leben so viel wie möglich herauszuholen. Viele Menschen begenügen sich mit Nichtigkeiten wie Reichtum, Ruhm, Bequemlichkeit und menschlicher Geselligkeit.
    Mello

     

    Die Große Suche nach Erleuchtung:
    Ken Wilber weist darauf hin, dass kein Mensch ohne Bewusstsein sein kann. Man muss das Bewusstsein also nicht suchen, es ist da. Deshalb hat die Grosse Suche ein Ende.
    Mit anderenWorten:
    Da das Wesen oder ES bereits in jedem Mensche da ist, kann man es nicht erlangen.
    Wir sind bereits eine Seele von Mensch.
    Siehe auch Seite “Bild vom Menschen, Wer bin ich?”.

    Suche nicht Gott,
    suche den, der Gott sucht.
    Doch weshalb suchen?
    Er ist wahrhaftig hier:
    Näher als dein eigener Atem.
    Rumi

    “Suchet und Ihr werdet finden” Jesus
    “Ich suche nicht, ich finde” Picasso
    “Suche nicht und es findet Dich!”   Willigis Jäger

    Wege zur Erleuchtung:
    Es gibt sehr viele verschiedene Wege:
    Es gibt Lehren des Kopfes, des Herzens, des Bauches.
    Genauer: Es gibt Lehren der Leerheit, der Bewusstheit, der Versenkung, der Liebe, des Mitgefühls, des Willens, der Wahrheit, der Klarsicht, des „sein Bestes tun “(keine Nachlässigkeit).
              Jeder Weg ist eine Facette desselben Einen. Alle Lehren führen zu demselben Ort.
    Beispiel: Die mystischen Traditionen der fünf Weltreligionen sind wie fünf verschiedene Aufstiegs-Wege auf einen Berg. Das Gipfelerlebnis - so es eines gibt - ist dann für alle gleich.

    Es ist Gottes Wille, ob sich jemand auf die Suche begibt.
    Wenn das Ego sagt: Ich suche die Erleuchtung”, so ist das eine Illusion, denn Erleuchtung kann erst geschehen, wenn das Ego verschwunden ist. Das Ego tut aber nichts, um sich selbst aufzulösen!
    Es ist Gottes Wille und Gnade, ob jemand Erleuchtung erfährt oder nicht. Man selbst kann es nicht erreichen.

    Veränderungen durch die Erleuchtung: All-Eins-Sein - Ganzheit - Einheit
    Durch die Erleuchtungs-Erfahrung macht man eine tiefgreifende Persönlichkeitsveränderung durch.
    Man erfährt das Einheits-Erlebnis, das All-Eins-Sein, das Nicht-Zwei, die Unio-Mystica.

    Das drückte Rumi so aus:
    Ein Freund an der Türe des Freundes
    Ein Freund kam und klopfte an des Freundes Tor.
    Dieser rief:  „Wer bist du, wer steht davor“ ?
    Er sagte: „Ich!“.
    „Gehe fort“ ! befahl der Freund.
    „Es ist noch nicht die rechte Zeit gekommen;
    an diesem Tisch ist kein Platz für den Unreifen“

    Der Arme ging und auf Reisen,
    getrennt von dem Freunde,
    brannte er - im Trennungsfunken -  für ein Jahr.
    Der Gebrannte reifte.
    Er kehrte zurück,
    umkreiste wieder das Haus des Freundes.
    Und klopfte ans Tor voller Sorge,
    dass ihm entschlüpf' kein Wörtlein unbedacht.

    Es rief der Freund: „Wer steht dort vor dem Tor“?
    Er antwortete: „Du selbst bist es, oh Dieb meines Herzens“.
    Der Freund erwiderte: „ Nun, da du ich bist, 
    o Ich, komm herein!
    In diesem Haus ist für zwei kein Platz“.
    Rumi


    Weisheitsgeschichte:
    "Wie sucht man Einheit mit Gott? "
    " Je mehr du suchst, umso größer wird die Entfernung zwischen Ihm und dir. "
    " Wie überwindet man in dieser Entfernung? "
    " Begreife, dass sie nicht wirklich vorhanden ist. "
    " Bedeutet das, Gott und ich sind eins? "
    " Nicht eins, nicht zwei. "
    " Wie ist das möglich? "
    " Die Sonne und ihr Licht, der Ozean und die Welle, der Sänger und sein Lied - nicht eins. Nicht zwei.
    Mello

    Form ist nichts anderes als Leere,
    Leere nichts anderes als Form.
    Form ist wirklich Leere,
    Leere wirklich Form.
    Das gleiche gilt für Empfindung, Wahrnehmung,
    Wollen und unterscheidendes Denken.
    Aus dem Herz-Sutra, klassischer ZEN-Text

     «Alle Buddhas und alle Lebewesen sind nichts als der Eine Geist, neben dem nichts anderes existiert. Dieser Geist, der ohne Anfang ist, ist ungeboren und unzerstörbar. Er ist weder grün noch gelb, hat weder Form noch Erscheinung. Er gehört nicht zu der Kategorie von Dingen, die existieren oder nicht existieren. Auch kann man nicht in Begriffen wie alt oder neu von ihm denken. Er ist weder lang noch kurz, weder groß noch klein, denn er überschreitet alle Grenzen, Maße, Namen, Zeichen und Vergleiche. Du siehst ihn stets vor dir, doch sobald du über ihn nachdenkst, verfällst du dem Irrtum. Er gleicht der unbegrenzten Leere, die weder zu ergründen noch zu bemessen ist.»
    Zen-Meister Huang-po

    Der Eine Geist ist etwas Wirkendes, aber Formloses. Der Erleuchtete kann dieses Wirken in jedem Moment erkennen.


    Von allem Anfang an war es meine Überzeugung, dass sich in Wirklichkeit jedes Denken mit dem großen Ziel beschäftigt, wie der Mensch zum geistigen Eins-werden mit dem unendlichen Sein gelangen kann.
    Albert Schweitzer, 1935

    Nach der Einheits-Erfahrung sieht man die Realität, wie sie ist, aber anders, z.B. 
    einen Stab mit zwei Enden,  im Dualismus einen Stab mit zwei Enden oder
    eine Münze mit zwei Seiten, im Dualismus eine Münze mit zwei Seiten oder
    man sieht eine Hand von innen, die rundum von Haut begrenzt wird, im Dualismus sieht man eine Handinnen- und eine Handaußenseite.
    Nach einer Einheits-Erfahrung sieht man, dass zwar die Objekte getrennt zu sein scheinen, doch alle Objekte in Wirklichkeit Eins bilden.
    Beispiele:
    Pilze, die z.B. als Hexenring wachsen, gehören zu einer Pflanze = Myzel unter dem Boden. Die Pilze sind die Fruchtkörper derselben Pflanze, alles ist ein Organismus.
    Oder ein großer Baum: Alle Blätter sind scheinbare “Einzelwesen”, doch sie alle sind Teil des Gesamtorganismus Baum und ohne ihn nicht möglich.
    Übrigens: Die Blätter klagen nicht, wenn sie fallen.
    Oder ein Vogelschwarm: Alle Individuen biegen gleichzeitig ab!
    Oder der menschliche Körper: Gliedmaße, Lungen, Nieren, Leber, Herz, Augen usw. sind zwar Einzelorgane, gehören aber zu einem Gesamtorganismus und sind einzeln nicht funktionsfähig.
    Ebenso gehört jeder Mensch als “eine Zelle” zum “Organismus des Universums” und können nicht davon abgespalten sein.

    Durch die Erleuchtung wird die angelernte, falsche Persönlichkeit = Ego und der Dualismus unwichtig (früher sagte man, das Ego stirbt) und man lebt künftig aus seiner
    Wahren Wesensnatur heraus in einer Verbundenheit mit Allem = unio mystica.
    Der Erleuchtete weiss, wer er eigentlich ist und lebt künftig ohne (Todes-) Angst.
    Er weiss sich geborgen und beschützt, er fühlt Urvertrauen, er spürt seinen natürlichen Wert und hat seinen Ego-Willen aufgegeben und weiss um eine  liebevolle Harmonie und Führung: Dein Wille geschehe.
    Siehe auch die Seiten ”Glücklich sein”, “Haben oder Sein” und “Philosophia perennis”.

    Die Folgen dieser Verwandlung der gesamten Lebenseinstellung und Weltanschauung ist für Menschen, die im Dualismus leben, gedanklich nicht wirklich nachvollziehbar.
    Alles Sichtbare und Erlebbare ist dann eine Manifestation des Einen.

    Im Dualismus spüren wir nicht mehr, dass Gott uns im leichten Wind umspielt und uns bei jeder Empfindung berührt. Mello

    Nachvollziehbar ist dies vielleicht mit folgender Analogie
    Wer die Mutter kennt,
    erkennt sie in allen ihren Söhnen.
    Zwei Zeilen von Kapitel 52 aus dem Tao Te King von Laotse( 600 v. Chr.),
    Übertragung von Linde v. Keyserlingk.

    Andere Beispiele:
    Raupe: Wenn eine Raupe ( = Menschen im Dualismus) sich weiterentwickeln will (Ego-Wollen), kann sie sich aufgrund ihrer Lebenserfahrung Ziele setzen wie z.B. schneller krabbeln, seitwärts krabbeln, gründlicher kauen.
    Unvorstellbar ist es aber für eine Raupe, sich zu einem Schmetterling zu transformieren, fliegen zu können und sich vom Nektar und Blütenstaub der Blüten zu ernähren.

    Allein sein, einsam sein: Nach der Einheits-Erfahrung ist man nie mehr allein, da die höhere Intelligenz immer mit einem da ist.
    Geschichte: Nach monatelangem Umherwandern findet ein Reisender endlich den Einsiedler im Himalaya.”Ist es nicht furchtbar langweilig, so einsam zu leben, so abgelegen und so weit weg? ”Der Einsiedler schaut erstaunt den Reisenden an: “Wovon weit weg?”
    Aldinger

    Geliebt werden durch Menschen: Nach der Einheits-Erfahrung entfällt die Sehnsucht, durch einen Partner geliebt zu werden, weil man in der universalen Liebe eingebettet ist.

    Zeit: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind Eins. Man kann ES aber nur in der Gegenwart wahrnehmen.

    Schuld, Ärger: Es gibt niemanden mehr, dem man die Schuld geben kann, niemand kann einen ärgern, da man eins ist.

    Gelassenheit und innererFrieden.
    Jeder Mensch trägt in sich die Sehnsucht seines Herzens nach seinem wahren Wesen und der Geist wird nicht eher ruhen, bis er sein Wesen kennt. Gelassenheit und innerer Frieden sind erst möglich, wenn man sein Wesen sein kann.

     

    Freier Wille, Führung und Erste Ursache:

    Seit Jahrtausenden streiten sich zahllose Philosophen und zahllose Geistlichen über den freien Willen. Einiges ist sicher:

    • Dinge wie unsere
      • Geburt,
      • unser vegetatives Nervensystem,
      • die chemischen Abläufe im Körper (ca. 2000 chemische Reaktionen pro Sekunde!)
      • Beginn der Pubertät ( neuroendroktrine Zellen schütten Hormone aus) ,
      • Altern (T-Zellen sterben ab, Mitochondrien speichern zu wenig Energie)
      • und Tod

      gehorchen nicht unserem Willen.

    • Es gibt Unglücke oder Schicksalsschläge, keiner will das erleiden müssen.
    • Wenn Politiker oder Manager sich das Ziel setzen, Ziel A bis zu einem bestimmten Termin X erreicht zu haben, dann geschieht meistens etwas anderes.
    • Wenn man Zeitung liest, kann man oft entscheiden, ob man anschließend nach B oder C fahren oder daheim bleiben will.

    Damit frage ich den Leser, ob man Wesentliches beeinflussen kann?

    Zitat:
    Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehaßt.
    Marie von Ebner-Eschenbach

     

    Nachfolgend schreibe ich über den freien Willen aus der Sicht der Weisheitslehren.

    Falscher Wille:
    Der Stolz des Egos ist die Überzeugung, einen eigenen Willen zu besitzen und die Dinge selbst bestimmen zu können. Das ist der falsche Wille. Das Ego imitiert das Universum und meint, es könne unabhängig von anderen tun, was es will. Man will seinen Kopf durchsetzen, statt wahrzunehmen, dass das Universum sich auf seine Weise durch mich manifestiert.

    Das Ich, das Ego, ist ununterbrochen aktiv: Ablehnen, wollen, rechtfertigen, beurteilen, unterscheiden. Diese Aktivität selbst ist Leiden. Diese Aktivität ist auch die Ursache der Meinung, man sei getrennt.
    Ihr agiert vom Ego aus, solange ihr irgendwie begehrt, die Dinge in euch zu verändern oder solange ihr wollt, dass etwas anders ist.
    Ihr könnt die wahre Realität so lange nicht wahrnehmen, wie ihr die Welt aus der Perspektive des Ego betrachtet.

    Der gewöhnliche Gebrauch des Willens ist in Wirklichkeit eine Kontraktion im Körper. Diese ist eine harte Stelle in uns, die wir als Sprungbrett für unser Handeln benutzen. Wenn Menschen sagen, sie hätten ihren Willen, dann meinen sie eine bestimmte Härte im Körper, von der sie das Gefühl haben, daß sie von ihr aus handeln können; sie können hinausgehen und sich bei ihrem Handeln unterstützt fühlen; oder sie haben das Gefühl, daß sie etwas unter ihren Füßen haben und daß sie nicht fallen werden. Wenn man diese Härte aber aus der Nähe betrachtet, dieses Sprungbrett, kann man sie als eine Spannung im Körper identifizieren. Ihr habt vielleicht das Gefühl, daß ihr euer Leben ohne diese Spannung nicht leben könnt; ihr habt gelernt, einen bestimmten Teil von euch in der Nähe des Herzens zusammenzuziehen, um eine kleine Verhärtung zu machen, und ihr habt das Gefühl, daß ihr von dieser kleinen Verhärtung aus handeln könnt. Ihr habt das Gefühl, daß ihr, wenn diese Verhärtung nicht da wäre, vollkommen leer wäret und einfach fallen würdet, unfähig irgend etwas zu tun. Aber eigentlich bewirkt die Kontraktion letztlich, daß sich euer Herz verschließt und damit Freude und Befriedigung ausschließt. Wenn man falschen Willen benutzt, dann geht das immer gegen das Herz.
    Almaas

    Hier wird beschrieben, wie es sich anfühlt, wenn sich das Ego einschaltet:
    Die Willenskraft sitzt, meiner Beobachtung nach, im Solarplexus.
    Wenn das Ego in uns etwas will, können wir immer irgendwo im Körper Anspannung wahrnehmen. Und es hat immer Argumente, ist immer für und/oder gegen etwas.
    Wenn das höhere Selbst in uns etwas will ("Dein Wille geschehe!"), sind wir im S.P. vollkommen entspannt und fühlen wir hier auch die Freude, ohne Argumente....
    Michael Rajiv SHAH

     

    Wie kann man Gott zum Lachen bringen?
    Man erzähle IHM von meinen Plänen.

    Wahrer Wille
    Nach der Einheits-Erfahrung wird die Frage nach einem freien (Ego-) Willen gegenstandslos, weil man eins ist mit dem Willen der höheren Intelligenz.

    Beispiel: Stellen Sie sich bitte eine Hand (= unsere Wesensnatur)  mit einem Handschuh (=Persönlichkeit, Ego) vor:
    Wenn der Handschuh dick und starr ist, kann sich unsere Wesensnatur nicht so bewegen, wie sie möchte, sie wird vom Ego behindert und zugedeckt. Ist der Handschuh dagegen dünn und geschmeidig, macht er alles mit, was die Hand will. Der Wille des Handschuhs ist dann eins mit dem Willen der Hand – aber: der Wille des Handschuhs = Egos ist natürlich eine Illusion.
     

    Ich gehorche Gott nicht, ich will, wie er will.
    Seneca 00 - 65

    Die Harmonisierung, Verbindung, Vereinigung und Verschmelzung der beiden Willen war und ist das tiefe Verlangen, und man könnte sagen: das höchste, wenn auch oft nicht erkannte Bedürfnis der Menschheit.
    Assagioli

    Insofern kann man die Ego-Haltung “Ich will ....” ersetzen durch: “Schauen, was mich will.”
    Das Sein funktioniert ohne die Führung durch unseren Verstand aufgrund der Ersten Ursache!
    Wenn die Natur so sein sollte, wie Herr A das wollte, müsste er die gesamte Menscheit reformieren, bis alles genau so ist, wie es seinem eigenen (Ego-)Maßstab entspricht.

    Es zeigt sich bei dieser Vorstellung wieder:
    Suchst Du die Wahrheit, wirf deinen Maßstab weg.
    Uta Dreisbach

    Wer die Welt verbessern will, kann gleich bei sich selbst anfangen.
    Pearl S. Buck

    Fremde Fehler haben wir vor Augen, unsere liegen uns im Rücken.
    Seneca

    Eine beliebte Zen-Frage lautet: Warum kann ein starker Mann sein Bein nicht heben?
    Er kann das nur aufgrund der Ersten Ursache. So könnten Sie also - wenn Sie  wollten - bei jeder Ihrer Körperbewegungen die Erste Ursache wahr-nehmen.

    Geschichte:
    Ein Tourist hört in Istanbul einen Bettler laut beten:
    “Allahs Wille geschehe, Allahs Wille geschehe”
    Der Torist bleibt stehen und sagt: “Das brauchst Du nicht zu beten”.
    “ Woher weisst Du das?”
    “Na, wenn das nicht so wäre, würde mein Wille auch manchmal geschehen.”

    Christen beten seit 2000 Jahren jeden Sonntag. “DEIN Wille geschehe”.
    Mein Urgroßvater betete noch: “Deiner Führung folge ich still, wie Du willst, nicht wie ich will“.
    Allerdings hat man heute den Eindruck, dass niemand mehr Gottvertrauen hat außer den Weisen.

    Es ist nach einer Erleuchtung meistens jahrelang sehr schwierig, zwischen dem Universalen Willen und den Ego-Vorstellungen und dem Ego-Willen zu unterscheiden.

    Dazu folgende Geschichte:
    Als einmal ein Hochwasser immer höher stieg, dachte sich ein Priester, als er zum Fenster hinaussah: “Ausgerechnet jetzt arbeite ich an einer Predigt über die Vorsehung, da erhalte ich die Gelegenheit zu praktizieren, was ich predige. Ich werde nicht fliehen. Ich werde hier bleiben und auf Gottes Vorsehung, mich zu retten, vertrauen“.
    Als das Wasser bis zu seinem Fenster stand, fuhr ein Boot vorbei und man rief ihm zu: „Steigen Sie ein, Herr Pfarrer.“
    „Oh nein, Kinder“, sagte der Priester zuversichtlich, „ich vertraue auf die Vorsehung. Gott wird mich retten“.
    Als das Wasser weiter stieg, kletterte er auf das Dach. Ein zweites Boot kam und die Menschen drängten den Pfarrer, einzusteigen. Wiederum lehnte er ab.
    Er stieg in die Glockenstube hinauf. Als ihm das Wasser bis zu den Knien stand, schickte man ihm einen Polizeioffizier mit einem Motorboot, um ihn zu retten. „Nein danke, Herr Offizier“, sagte der Priester ruhig lächelnd. „Sehen Sie, ich vertraue auf Gott. Er wird mich nicht im Stich lassen.“
    Als der Pfarrer ertrunken und zum Himmel aufgestiegen war, beklagte er sich sofort bei Gott: „Ich habe Dir vertraut! Warum tatest Du nichts, um mich zu retten?“
    “Nun ja“, erwiderte Gott, „immerhin habe ich drei Boote geschickt.“
    Aldinger
     

    Hier im Westen herrscht die Meinung, jeder habe einen freien Willen. Dem wagt hier niemand zu widersprechen. Sie werden höchstens mal die Formulierung lesen, dass wir geführt seien.

    Nur Ramesh Balsekar ( 1925 – 1990) sagt überdeutlich:
    Du bist nicht der Handelnde.
    Das erklärt er so:
    1. In uns steigen von selbst Gefühle auf, die uns dann zum Handeln veranlassen.
    Beispiel: man fühlt sich plötzlich hungrig. Dann holt man sich etwas zu essen.
    Die Illusion des Egos ist: Das war mein Gefühl.

    2. Uns fällt von selbst etwas ein, was uns dann zum Handeln veranlasst.
    Beispiel: Uns fällt plötzlich ein, wen man anrufen möchte. Das tut man dann.
    Die Illusion des Egos ist: Das war mein Gedanke.

    3. Wenn man etwas sieht, hört, riecht, schmeckt, dann reagieren wir gemäß unserer Konditionierung. Wir agieren nicht. Die Illusion des Egos ist: Das war meine Aktion.

    Die Sinneseindrücke, das Hochsteigen von Gefühlen und das Einfallen von Gedanken liegt außerhalb unseres Willens. Es geschieht oder auch nicht. Das wird von der Quelle von allem Existierenden verursacht.
    Also: Alles, was man tut, ist genau das, was die Quelle will, das man tun soll. Die Quelle handelt durch uns. Christlich ausgedrückt: Wir sind ein Werkzeug Gottes.
    Im Vaterunser heißt das: Dein Wille geschehe. (Hier gibt es kein mein!).

    Wenn Sie auf Seite 2.4 das Thema Freiheit lesen, werden Sie sehen, dass wir von so vielen inneren Zwängen einschließlich unserm Ego eingesperrt sind, dass unser Handeln nach einem hochgestiegenen Gefühl oder nach einem Einfall durch diese früheren Erfahrungen maßgeblich beeinflusst wird. Wir reagieren statt zu agieren.

    Wenn also ein Gedanke aufgetaucht ist, können verschiede Menschen je nach ihrer Konditionierung (Ramesh nennt das Programmierung) auch verschieden darauf reagieren. Wer ist dann der Handelnde?  Beispiel: Auf einer Party stehen 5 Leute beisammen. Einer redet. Plötzlich regt sich einer der Zuhörer maßlos über das Gesagte auf. 4 anderen Zuhörern ist das Gesagt egal. Warum nur regt sich einer so auf?

     

    Wenn wir die Lektion lernen, daß es so, wie es ist, auch sein soll, wenn wir das akzeptieren, dann wird alles glatt gehen und in der Tat auf vielfältigere Weise perfekt funktionieren, als man erwartet - es kann einem dann wie Magie oder ein Wunder vorkommen.
    Ihr versteht, dass der Organismus, die Lebenskraft, weiß, was am besten und effektivsten ist und getan werden muss. Es ist ein Zutrauen in euch selbst. Wenn der wahre Wille aktiv ist, erlebt ihr das als Zuversicht und Vertrauen.
    Natürlich bedeuten volle Zuversicht und Vertrauen in das Leben und das Wissen, daß Dinge spontan passieren, nicht, daß ihr in eurem Leben nicht handeln müßt. Ich meine nicht, es gäbe dann keine Aktivität, kein Handeln, keine Präferenzen in eurem Leben. Wenn wahrer Wille funktioniert, entstammen Aktivitäten und Präferenzen einem wahren, realen Ursprung. Sie sind spontaner Ausdruck dessen, was ihr seid, und nicht Reaktionen auf etwas, was ihr nicht mögt. Sie sind eher Ausdruck der Wahrheit der Situation als Versuche, diese Wahrheit zu ändern.
    Almaas
     

    Selbstanalyse
    Hinweis:
    Das Wort Selbstanalyse ist zweideutig: „Selbst“ bedeutet einmal das Ego, zum anderen bedeutet es die „Wahre Wesensnatur“. Selbstanalyse bedeutet also erstens, sein Ego zu verstehen und zweitens, zu seiner Wahre Wesensnatur zu finden.
    Auf dieser Homepage gibt es weitere Hinweise auf Methoden der Selbstanalyse.
    Diese finden Sie, wenn Sie in eine Suchmaschine eingeben:  
      selbstanalyse site:oekosophie.de .

    Ramesh Balsekar weiß, dass ihm kein Westler glaubt. Deshalb schlägt er vor: Überdenken Sie bitte jeden Abend, was Sie den Tag über alles getan hatten. Überprüfen Sie, ob Sie wirklich der Handelnde waren. Wenn sie ihre Untersuchung gründlich und ehrlich vollziehen, dann werden sie in jedem einzelnen Fall feststellen, dass das, was sie für ihre Handlung gehalten haben, von verschiedenen Faktoren abhängig war, über die sie zweifelslos keine Kontrolle hatten
    Wenn man tagein tagaus durch eigene persönliche Erfahrung feststellt, dass  man keine einzige Handlung als die eigene bezeichnen kann, dann wird das Ego immer schwacher. Wenn keine Handlung die ,meine’ ist, wo ist dann dieses „Ich‘?

    Ramesh sagt voraus, dass Sie im Lauf der Zeit ihre Illusion vom freien Willen durchschauen werden und merken, dass Sie nicht der Handelnde sind. Aufgrund dieser ihrer eigenen Erkenntnis wird sich ihr Ego allmählich zurückziehen. Dann können Sie ihre wahre Wesensnatur erkennen. Diese Selbstanalyse empfiehlt er als spirituellen Weg.
    Wenn Sie das Thema weiter interessiert, lesen Sie bitte seine Bücher :
    Wen kümmert’s? und So geschah es, dass….

    Ich bin nicht traurig, Traurigkeit kommt auf.
    Ich bin nicht stolz, Stolz kommt auf.
    Ich bin nicht wütend, Wut kommt auf.
    Ich esse nicht, Essen geschieht.
    Ich gehe nicht, Gehen geschieht.
    Ich lese nicht, Lesen geschieht.

    Kennen Sie das: Sie lenken ein Auto, Sie sind einige Kilometer gefahren, dann bemerken Sie, dass Sie in Gedanken versunken ganz automatisch die Strecke gefahren sind. Wer war der Handelnde?

    Lesen sie bitte dazu auch die Seite: Handeln ohne zu handeln, Wei Wu Wei.

     

    Führung und Vorherbestimmung:

    Vertraue auf Gott, aber binde zuerst dein Kamel fest.
    Sufi- Sprichwort


    Man ist geführt - ob man es spürt oder nicht - aufgrund der Ersten Urache.
    Man bestimmt also nicht vom Ego aus die Ereignisse, weil diese in Wirklichkeit von selbst geschehen. Man kann üben, sich an das hinzugeben, was geschieht, besonders beim inneren Erleben, und weder Ja noch Nein zu dem zu sagen, was geschieht.
    Unser Ego muß nicht versuchen, dass wir uns besser fühlen, dass wir uns entspannen, dass wir uns in unser Erleben einmischen. Es gibt nicht eine abgespaltene Welt, die wir beeinflussen können, wie wir wollen. In Wirklichkeit hat das Ego keine Wahl. Wir leben heute nicht, weil wir es wollten, sondern das Universum wollte es so aufgrund der Ersten Ursache.
    Dies bedeutet aber keine Vorhersehung oder Vorherbestimmung nach Plan. Das Universum entfaltet sich von Moment zu Moment spontan auf optimale Weise dank seiner ihm innewohnenden höchsten Intelligenz und Kreativität.
    Wenn man das nicht glaubt, so zeigt das, dass die eigene Vor-stellung vom Allmächtigen auf der eigenen Ego-Vorstellung von der Beschränktheit Gottes beruht.
    Am besten fließt man also mit der Entfaltung des Universums mit.

    Don’t push the river! Das ist eine wesensgemäße Haltung des Nicht-Einmischens mit Hilfe des  Ego.

    Obiger Text zur Führung ist in der Sprache der Dualität geschrieben. Da der Geführte und die Führung in der Wahren Realität nicht getrennt sind, also Nicht-Zwei sind, ist die dualistische Frage -ob ich geführt sei - natürlich gegenstandslos - so, wie wenn in einem mechanischen Uhrwerk ein einzelnes Zahnrad darüber nachdenken würde, ob es geführt sei. Wenn das einzelne Zahnrad das gesamte Getriebe wahr-nehmen könnte, so würde es erkennen, dass es sich um ein Zusammenwirken handelt, bei dem die Fragen nach einem eigenen Willen oder einer Führung gar nicht auftreten können. 
    Also: Jeder ist Teil der Ganzheit, die sich von Moment zu Moment dank einer ihr innewohnenden höheren Intelligenz entfaltet.

    Christen kennen den 23. Psalm:
    Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
    Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
    Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
    Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
    denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. ........

    Wer das nicht glaubt, ist der Ersten Ursache gegenüber mißtrauisch. Er könnte mal nachforschen, wo sein Gottvertrauen geblieben ist.

    Doch es bleibt schwierig. Dazu eine Geschichte:
    Als ein Inder – ein Schüler eines heiligen Mannes - auf einer Straße ging, hörte er lautes Rufen: Aus dem Weg, aus dem Weg! Der Elefant ist durchgegangen. Weg, weg! Bringt euch in Sicherheit!“
    Der fromme Schüler vertraute auf Gott, faltete die Hände und begrüßte den Elefant. Der schleuderte ihn mit seinem Rüssel zur Seite und rannte weiter. Schwer verletzt kam der Schüler zu seinem Lehrer und bat um Aufklärung. Der Lehrer erklärte: „Warum hast Du nicht auf Gottes Stimme im Elefantenführer gehört?“
    Nach Aldinger

    Allerdings vertraut Jedermann blindlings darauf, dass er nach dem Schlafen wieder aufwacht. Das ist mehr als Vertrauen, das ist innere Gewissheit in die eigene Lebensenergie, allerdings meist losgelöst vom Urvertrauen in die Erste Ursache, die die Basis der Lebensenergie ist.

    Seneca schreibt an Lucius:
    Zu Jupiter, dessen Winken die ganze Welt gehorcht, sollten wir sprechen…:
    „Vater und Herr des hohen Himmelspols, führe mich, wohin du willst: Unverzüglich will ich dir gehorchen, unverdrossen bereitstehen. Wollt ich das nicht, müßte ich ja klagend hinterherhinken und als schlechter Mensch das erleiden, was ich als guter selbst mitvollziehen darf, denn: die Willigen führt das Schicksal, die Widerstrebenden schleppt es mit sich fort!“
    So wollen wir leben, so reden! Bereit und willig soll uns das Schicksal finden. Ihm sich anzuvertrauen heisst, edle Gesinnung bewahren! Klein und verkommen dagegen erscheint, wer gegen das Schicksal ankämpft, die Weltordnung für schlecht hält und lieber die Götter bessern will als sich selbst. Leb wohl!
    Seneca, 1 bis 65 n. Chr.

    Zufall = es fällt einem zu.

    Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will.
    Albert Schweitzer

     

    Freiheit - Frei sein von:
    z.B. von unerwünschten , unbequemen Dingen, von Pech, Unglück, von schmerzlichen, hässlichen traurigen Erfahrungen und Erinnerungen, frei von Geldmangel oder Angst. Frei von mentalen Konstrukten wie Ideen, Prinzipien, Nationalismus, Tradition, Autoritäten, alle Überzeugungen. Oder frei sein von Beschränkungen, um allabendlich bei den Spaß-Veranstaltungen mitfeiern zu können, zu trinken, zu kiffen und Sex zu haben.
    Frei sein von ... ist nur eine Reaktion auf einen jetzigen Zustand, der anders sein soll. Frei sein von ... ist also keine Freiheit, sondern eine Reaktion des Ego, es ist ein Ego-Trip.

    Weise verstehen unter Wahrer Freiheit den wesensgemäßen Zustand ohne Ego. Im egolosen Zustand ist man frei von Ego-Wünschen, man ist eins mit der Ganzheit und frei, sich mit der Ganzheit gemeinsam zu entfalten. Es ist nicht ein Wollen, sondern ein Spüren der Freiheit.
    Mehr dazu, siehe Seite “Wer bin ich?”.

    Das Sein funktioniert ohne die Führung durch unseren Verstand

    aufgrund der Ersten Ursache.

    Der Mensch dachte und Gott lachte.

    Übrigens plant niemand selbst seine eigene Entwicklung vom Kleinkind zum Erwachsenen, oder? Auch hatte niemand es unter Kontrolle, dass er Mann oder Frau wurde, weder Augenfarbe noch IQ konnte man sich aussuchen, nicht die Hautfarbe und die Nationalität, nicht ein reiches oder armes Elternhaus. Meinem Willen sind die entscheidenden Güter nicht unterworfen: Liebe, Anerkennung, Freundschaft, Glück. Wenn man abends einschläft, gibt man für viele Stunden die Kontrolle durch das Ego auf - das nennt man Erholungsphase - und niemand weiß abends, ob er am anderen Morgen wieder aufwachen wird.

    Unser Verstand ist der Beweis für den Humor Gottes
    Aldinger

    Geschichte: Ein Mann hatte sich in der Wüste verlaufen. Später, als er seinen Freunden berichtete, was er durchgemacht hatte, erzählte er auch, dass er schließlich verzweifelt niedergekniet sei und Gott um Hilfe angefleht habe.
    “ Antwortete Gott auf dein Gebet? “ wurde er gefragt.
    “ Oh, nein!  Ehe Er das tun konnte, tauchte zufällig ein forschungsreisender Archäologe auf und rettete mich “
    Aldinger

    Computer denkt, Mensch lenkt.
    Mensch denkt, Gott lenkt.
    Gott lenkt, Mensch lenkt ein.
    Aldinger

    Gut und Böse:
    Den Abläufen des Universums liegt ein einigender Wille zugrunde. Alles, was sich ereignet, ist von der höheren Intelligenz gewollt. Böse Handlungen mögen zwar nicht im Einklang mit dem Sein stehen, aber aus  ganzheitlichen Sicht sind selbst sie ein Teil  der höheren Intelligenz.  Es geschieht immer nur das, was die höheren Intelligenz geschehen lassen will.
    Man könnte argumentieren, dass Kriege, Morde und all die anderen destruktiven Ereignisse unmöglich im Sinn der höheren Intelligenz sein können.  Wenn alles und jeder untrennbar von Allem ist und aus ihm besteht, dann kann nichts von dem, was geschieht, irgendetwas anderes sein als ein Teil der Bewegung des Universums oder, anders ausgedrückt: ein Teil der Manifestation der höheren Intelligenz.
    Auch wenn uns verletzende, unsensible und negative menschliche Verhaltensweisen schlecht vorkommen, haben sie ihren Ursprung in Seelen, deren wahre Natur die Wesensnatur ist und deren Handlungen nichts anderes sein können als ein Teil der höheren Intelligenz, selbst wenn sie nicht im Einklang mit ihr stehen.
    Es ist besserwisserisch, entscheiden zu wollen, ob ein Ereignis schlecht ist und nicht geschehen sollte. Wir haben schließlich keinen Überblick über das Gesamtbild, das die Zukunft mit einschließt und uns die nützliche Funktion zeigen würde, die dieses Ereignis auf lange Sicht erfüllt, eine Sicht, die weit über unsere Lebensspanne hinausgehen kann. Jene Anmaßung entspringt dem Stolz der falschen (Ego-)Persönlichkeit.
    Wenn wir das Leben jedoch nicht durch den Schleier der Persönlichkeit betrachten oder anders gesagt, wenn wir die Dinge objektiv sehen, erkennen wir, dass die meisten Menschen in ihrem Ego leben und die Verbindung zu ihrer inneren Wesensnatur verloren haben. Das macht böses Verhalten ebenso unvermeidlich wie die Notwendigkeit, es zu beschneiden und zu kontrollieren. Aber zu behaupten, dass solche Dinge nicht passieren sollten, macht keinen Sinn. Sie sind die natürliche Konsequenz der Entfremdung des Menschen von seinen eigenen Tiefen. Und das, was wir als bösartiges Verhalten bezeichnen, entspringt einfach nur dem Unwissen darüber, wie die Dinge wirklich sind.
    Es ist nicht so, dass das zerstörerische Verhalten uns von der höheren Intelligenz trennt. Es selbst ist ein Ausdruck unseres Getrenntseins und hat mit der dahinter liegenden Gegenwart  der höheren Intelligenz nichts zu tun. Im Umgang mit dem menschlichen Zerstörungstrieb liegt die Lösung nicht in dem Versuch, ihn zu regulieren oder auszumerzen, sondern darin, sich mit unserem wahren Wesen in uns zu verbinden, so dass ein solches Verhalten keinen Sinn macht.
    Christlich gesprochen: Menschen wollen vom Ego her, dass Gott gerecht ist und Böses nicht zulässt. Das entspricht den Ego-Bedürfnissen von Menschen. Die Frage, wie Gott das zulassen kann, kommt aus diesem Bedürfnis.
    Wenn man die Welt objektiv anschaut, bemerkt man, dass die Welt nach anderen Gesetzen im Fluss ist.
    Sandra Maitri

    Sehen Sie sich doch an, was den Menschen jetzt im Namen der Globalisierung angetan wird. Aber das Leid, das Menschen wirklich angetan wird, zählt bei den Inhabern der Macht überhaupt nicht. Und das nenne ich pathologisch. Wenn der Mensch und seine Bedürfnisse nach Wärme und Zuwendung nicht mehr gesehen werden, wenn er aus dem Blickfeld gerät, dann nenne ich das pathologisch.
    Und genau das passiert im Zuge der Globalisierung.Es geht hier gar nicht mehr darum, was für Menschen wichtig ist, das zählt gar nicht. Was zählt, ist, dass man wirtschaftliche Strukturen aufbaut, die dazu führen, dass man gewisse Produkte zum billigsten Preis produziert. Ob es Menschen zerstört, ob es ganze Kulturen zerstört, das ist unwichtig. Ganze Urwälder werden zum Beispiel abgeholzt. Das ändert natürlich auch das Klima usw. Wenn sich die Industrien immer noch weigern, die Produktion von Gasen, die die Erdatmosphäre zerstören, zu reduzieren, dann ist das pathologisch. Damit machen sie ja das Leben aller Menschen auf dieser Erde immer schwieriger. Vielleicht wird es irgendwann sogar unmöglich. Aber das, was zählt, ist der Profit, nicht der Mensch. Das nenne ich böse, gewalttätig und krank. Natürlich geschieht alles unter dem Deckmantel: "Es ist gut für dich."
    Arno Gruen

    …Er glaube nämlich, dass nur Gott ein vollkommenes Wesen sei, während der Mensch nach dem Sündenfall unvollkommen sei, und dass es darum immer Unordnung und Ungerechtigkeit in der Welt geben werde. Ein System, das diese Dinge ausrotte, sei darum unmöglich, weil die Menschen, die es durchführen, selbst unvollkommen seien…
    Morris L. West  im Buch  Des Teufels Advokat
    Hier angesprochen:  Die Machtübernahme 1945 in Italien durch Kommunisten nach dem Sturz von Diktator Mussolini.

    Es ist leicht, böse Menschen zu hassen.
    Rat von Augustinus: “Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder”.

    Erinnern Sie sich daran, wenn Sie einen bösen Menschen enttarnen:
    “Das bin ich - ohne Gottes Gnade”.
    M. Scott Peck

    Lesen Sie bitte auch weiter im Kapitel 2. , untere Hälfte, ab der Überschrift
    Verlust der Menschlichkeit - Verlust des Mitgefühls - Was uns böse macht
     von Arno Gruen.

     

    Hypothese:
    Das Böse entsteht aus dem Guten,
    das Gute entsteht aus dem Bösen.
    Bitte überprüfen Sie das mal selbst in den nächsten Monaten.

    Gerechtigkeit
    Gute Menschen leiden, bösen Menschen geht es gut: Es ist eine Tatsache, dass es keine solche Gerechtigkeit gibt, wie wir sie uns mit unserem Ego vorstellen. Wer vom Numinosen eine Gerechtigkeit nach seinen eigenen Vorstellungen erwartet, ist auf einem besserwisserischen Ego-Trip.
    Menschliche Gerechtigkeit ist beschränkt auf die Basis des Gesetzbuches und der Gerichtsurteile. Die Höhere Gerechtigkeit geht über alle unsere Vor-stellungen hinaus. Wir spüren, dass ES vollkommen ist.

     

    Mitgefühl - Nächstenliebe
    Das Mitleid ist eigentlich darin begründet, daß der denkende Mensch sich eingestehen muß, er könne sein eigenes Ich gegen andere nicht wirklich abgrenzen. Im Mitleidig-Sein wird diese Wahrheit von der Nicht-Unterscheidbarkeit des Ich und des Du gefühlsmäßig erkannt.
    Auf Grund der Identität des Ich und des Du, wie sie sich aus der Lehre vom Brahman ergibt, erklären die Upanishad's alle Liebe als Eigenliebe. "Nicht um der Wesen willen sind die Wesen lieb, sondern um des Selbstes willen sind die Wesen lieb." Das heißt: Weil in den andern dasselbe Brahman wohnt, wie in uns selbst.
    Aus der behaupteten Nicht-Unterscheidbarkeit des Ich und des Du wird in jener Upanishad also geschlossen, daß alle Nächstenliebe nur tiefste Eigenliebe sei. Der Mahayana-Buddhistnus erweist aus ihr im Gegenteil, daß es keine Eigenliebe, sondern nur Nächstenliebe geben könne.
    Albert Schweitzer, 1935.

    Vollkommenheit des Seins
    Menschen, die sich permanent im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden, spüren die Vollkommenheit des Seins. Sie wissen, sie müssen nichts verbessern, es sei denn, ihr Körper wird von der höchsten Intelligenz als Werkzeug benutzt, damit durch sie etwas verändert wird.

    Für Menschen im Dualismus ist das schwer zu verstehen.
    Vielleicht hilft folgende Analogie etwas:
    Das Universum wird gleichsam wie ein Lebewesen erfahren, in dem alle Lebewesen auf Erden wie Zellen sind, die natürlich permanent absterben und neu wachsen. Wenn z.B. Menschen sterben, dann ist das so, als ob im Universum einige alte Hautzellen absterben. Durch eine Blutabnahme zur Vorsorgeuntersuchung werden durch die Nadel hunderte von Körperzellen zerstört und mit dem Blutplasma werden tausende von roten Blutkörperchen, von Lycozyten usw. aus dem Gesamtorganismus entfernt -  und wir wissen aber, dass dies so richtig ist. Aus der Sicht der Zellen aber ist das eine riesen Katastrophe.
    Wer die Vollkommenheit wahr-nimmt, kann nicht mehr über die herrschenden Zustände klagen.
    Natürlich gehört auch der Dualismus zur Vollkommenheit, sonst wäre die wahre Wirklichkeit ja nicht vollkommen.
    Auch gehört das Böse dazu, damit ES vollkommen ist

    Wenn die Natur so sein sollte, wie wir das wollen, müssten wir die gesamte Menscheit reformieren bis alles genau so ist, wie es unserm eigenen Maßstab entspricht.

    Wer bin ich,
    dass mir die Vielstimmigkeit der Natur
    als Chaos erscheint.
    Ist sie doch Harmonie!
    Friedrich Schiller

    Besserwisser sind Schlechtermacher.
    Paul Hubschmid, Schweizer Schauspieler

    Sinn des Lebens und Lebensfreude
    Die Philosophen der letzten 3000 Jahre haben darauf keine schlüssige Antwort geben können!
    Das sollte Beweis genug sein, dass es für das Denken im Dualismus keine Lösung gibt. Gedanklich gibt es keinen Sinn des Lebens. Die Frage geht offenbar über unseren Verstand hinaus. So ist es dualistisch.

    Von den Weisen wissen wir aber:
    Sie haben die Wahr-nehmung und innere Gewissheit, im Feld der Liebe der Urenergie getragen und geborgen zu sein. Man hat eine inneres Gespür von seinem Wert, seiner Kostbarkeit und Nützlichkeit im Universum - ohne dass man etwas tut, allein, weil man im Sein präsent sein darf. 
    Sie wissen ja: “Die Rose blühet ohn warum” , nach Angelus Silesius, 1624-1677.

    Die Weisen empfinden das Leben als kostbar, köstlich, wert-voll, bedeutungsvoll, sie spüren sich sich eine unschätzbare Perle. In diesem Fühlen gibt es keine Frage mehr nach dem Sinn des Lebens. Man ist volkommen versunken in die Köstlichkeit des Seins im Augenblicks, wie ein kleines Kind ins Spielen versunken ist. Das kleine Kind fragt in diesem Moment nicht etwas, es spielt einfach. Den Sinn des Lebens spürt man einfach oder man spürt ihn nicht.

    Wenn man den Sinn seines Lebens nicht spürt, dann muss man das Leben eben aushalten mit der ständigen  - verdrängten oder spürbaren - Sehnsucht nach Sinn und Wert:
    Den Begriff “Selbstwertgefühl” übersetze ich so:
    Selbstwertgefühl = Gefühl vom Wert seines Selbst, seines Wesens, seiner Wesensnatur.
    Anstatt Liebe für sich selbst zu empfinden und Freude am Leben zu haben, fühlt man sich niedergedrückt, vom Leben gelangweilt und das Leben ist etwas, was man eben durchstehen muss, statt über die Gabe des Lebens glücklich zu sein. Als kleine Wesen hatten wir alle eine unbändige, essentielle Lebensfreude. Durch die Maßregelungen durch die Mitmenschen lernen wir den “Ernst des Leben” kennen und wir überdecken unbewusst diese Lebensfreude, haben ein Ego entwickelt und meistens gehen wir ernst, mißmutig oder depressiv durchs Leben. Von den Eltern konnten wir meistens die essentielle Lebensfreude auch nicht lernen, da die Eltern sie selbst nicht mehr fühlten. Falls man es sich erlaubt, zu seiner Lebensfreude hinzuspüren, dann fühlt man eine furchtbare, bedrückende, sinnlose Leere - weil die essentielle Lebensfreude verschüttet ist. Man fühlt sich wie eine leere Hülse, wie eine leere Eierschale, in der etwas fehlt. Um diesem schrecklichen Gefühl der Leere zu entgehen, stürzt man sich dann sofort in äußere Aktivitäten - und wundert sich danach, dass man sich trotzdem wieder unausgefüllt fühlt.  
    Wenn bei einem Trickfilmfestival die Trickfiguren gefragt werden: “Warum bist Du froh, kein Mensch zu sein?”, so ist das zwar sehr lustig, aber eigentlich sehr, sehr traurig.
     
    Nur wer die Köstlichkeit seines Seins fühlt und spürt, weiss um seinen Wert.
    Den Wert seines Seins kann man erst nach einer Erleuchtung spüren, weil dieses Gefühl bis dahin vom Ego überdeckt ist. Deshalb gibt es keine wirkliche Psychotherapie gegen das Minderwertigkeitsgefühl. Erst durch die Erleuchtungs - Erfahrung, durch ein Gipfelerlebnis – die Unio Mystica –  wird man „heil“ oder „ganz“.
    Für den Kopf zum Nachdenken: Die Tatsache, dass man heute lebt, ist der Beweis, dass man bisher und heute vom Leben, also von der Realität und Wahren Wirklichkeit, gewollt ist.
    Weisheit und Weise:
    Menschen, die sich permanent im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden, sehen die Wesensnatur der Dinge, die Essenz der Dinge, die wahre Natur der Dinge.
    Beispiel: Im Dualismus sieht man z.B. Eisbrocken, Wassertropfen, den Ozean, Dampf, Tau.
    Die Essenz dieser geformten Dinge, die Wesensnatur und das Unvergängliche aber ist nicht die jeweilige Form des Wassers, sondern ist einfach Wasser,  H2O.
    Weise sehen also nicht nur die Oberfläche und Form der Dinge, sondern nehmen auch die grundlegende Ebene wahr. Dazu gehört auch, die Köstlichkeit des Seins spüren zu können.
    Die Frage nach dem Sinn des Lebens geht also über unseren Verstand hinaus. Nur wer die Köstlichkeit seines Seins fühlt und spürt, weiss um seinen Wert.
     

    Geschichte:
    Fragt ein kleiner Fisch mitten im Ozean seine Mutter:
    “Mama, ich habe gehört, dass es ein Meer geben soll. Kennst Du das?”
    “Mein Kleines, ich habe auch schon davon gehört, aber ich kenne es auch nicht.
    Komm, wir schwimmen zu einem alten, weisen Fisch, um ihn zu fragen”.
    Als sie den weisen Fisch fragten, lachte dieser nur lauthals.

    Selbstanalyse, Selbstverwirklichung - Selbsterfahrungsarbeit
    Hinweis:
    Das Wort Selbstanalyse ist zweideutig: „Selbst“ bedeutet einmal das Ego, zum anderen bedeutet es die „Wahre Wesensnatur“. Selbstanalyse bedeutet also erstens, sein Ego zu verstehen und zweitens, zu seiner Wahre Wesensnatur zu finden.
    Auf dieser Homepage gibt es weitere Hinweise auf Methoden der Selbstanalyse.
    Diese finden Sie, wenn Sie in eine Suchmaschine eingeben:  
      selbstanalyse site:oekosophie.de .

    Wenn jemand an sich arbeitet und innere Arbeit macht, dann natürlich nicht, um besser zu werden - denn er ist ja schon vollkommen - sondern, um zu erkennen, dass er vollkommen ist.
    Die innere Arbeit dauert lange. Treffend wird das so beschrieben:

    Autobiographie in fünf Kapiteln 
    1. Ich gehe die Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
    Ich falle hinein.
    Ich bin verloren ... Ich bin ohne Hoffnung.
    Es ist nicht meine Schuld.
    Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

    2. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
    Ich tue so, als sähe ich es nicht.
    Ich falle wieder hinein.
    Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
    Aber es ist nicht meine Schuld.
    Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

    3. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
    Ich sehe es.
    Ich falle immer noch hinein ... aus Gewohnheit.
    Meine Augen sind offen.
    Ich weiß wo ich bin.
    Es ist meine eigene Schuld.
    Ich komme sofort heraus.

    4. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
    Ich gehe darum herum.

    5. Ich gehe eine andere Straße.

    Sogyal Rinpoche

    Weisheitsgeschichten:
    Ein Mönch fragte Wei-Kuan: “ Wo ist das Tao? “
    Kuan: “ Unmittelbar vor uns. “
    Der Mönch: “ Weshalb sehe ich es nicht? “
    Kuan: “ Wegen deiner Selbstsucht kannst du es nicht sehen. “
    Der Mönch: “ Wenn ich es wegen meiner Selbstsucht nicht sehen kann, vermag dann euer Ehrwürden es zu sehen? “
    Kuan: “ Solange es ein Ich und Du gibt, erschwert dies die Lage, und kein Schauen des Tao ist möglich. “
    Der Mönch: “ Wird es geschaut, wenn es weder Ich noch Du gibt? “
    Kuan: “ Wenn es weder Ich noch Du gibt, wer sollte es dann schauen? “
    Aldinger

    Fazit:
    Suchst Du die Wahrheit, wirf deinen (Ego-) Maßstab weg.
    Uta Dreisbach

    Weiser: " Wenn du die Wahrheit suchst, musst du vor allem anderen eine Sache besitzen. "
    " Ich weiß, ein unbezwingbares Verlangen nach Wahrheit. "
    " Nein. Eine nie nachlassende Bereitschaft zuzugeben, das du Unrecht haben könntest. "
    Mello

     

    Stufen der Erleuchtung:

    Nach Christian HOBURG, * 23.7. 1607:
    Bei der  Erleuchtung zieht Christus in das Herz des Gläubigen ein und die Seele ist von der Liebe Gottes umgriffen.

    Sieben Stufen, um Gott zu erkennen
    (nach BONAVENTURA, *1217, Kardinal1273, Heiligsprechung 1485):

    1:In den äußeren Spuren des Universums,
    2: In der Sinnenwelt,
    3: In den Gemütskräften,
    4: Im Gedächnis, Begriffsvermögen, Willen,
    5: In der göttliche Einheit,
    6: In der göttlich Dreifaltigkeit,
    7: In der mystische Erfahrung, in der man emporsteigt zum überwesenhaften Strahl der
        überlichten Dunkelheit. Hier endet die Reise der Seele zu Gott.

    Erleuchtungsstufen - Stufen der Erkenntnistiefe
    Es gibt Menschen, die sekundenweise ein Einheiserlebnis haben, andere z.B. stundenlange oder gar tagelange. Die Erkenntnistiefe kann dabei sehr unterschiedlich sein.
    Wenn man z.B. annimmt, dass es 100 Erkenntnisstufen gibt - die tiefste ist das universale Bewusstsein - dann gibt es sicher auch 100 verschiedene Weise, die gerade auf einer dieser 100 Erkenntnisstufen stehen - also wird es auch 100 Lehrer und Schulen geben, die Unterschiedliches lehren, weil die Lehrer auf den unterschiedlichen Erkenntnisstufen stehen. Dies macht die Unterschiede zwischen den Gurus erklärbar.


    Erleuchtete sind im Zustand des Wissens.
    Alle anderen Menschen sind im Zustand des Nicht-Wissens, weil sie die ganze, wahre Wirklichkeit durch den Filter ihrer relativen Ego-Brille nicht erkennen können.
     

    Was macht man nach der Erleuchtung?
    Es gibt zwei Richtungen:
    Man kann entweder einsam im Zimmer weiterhin in tiefster Versenkung sitzen bleiben
    oder zu den Mitmenschen gehen, dort Seelenruhe, Seelenfrieden ausstrahlen, seelenvergnügt sein und Sinnvolles tun. Viele werden spirituelle Lehrer, siehe Seite vorher. 

     

    Liebe

    Die Liebe kann eigentlich nicht mit Worten beschrieben werden.

    Zitat: “Die Liebe ist wunderbar, ich habe schon viel darüber gelesen.”
    Aldinger

    Einige Auswirkungen der Liebe sind bekannter:
    Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.
    Marie von Ebner-Eschenbach


    Madeleine de Scudéry z.B. beschrieb die Liebe. Zwischen 1654–60 erschien ihr
    10-bändiger Roman Clélie. Im 1. Band ist die Carte du Tendre (Landkarte der Liebe) enthalten.
    Zitat:  Ziel war es unter anderem, die in 150 Jahren Krieg verrohten adeligen Männer zu gewählt parlierenden, diskret flirtenden und bei Bedarf auch lyrisch dilettierenden Kavalieren zu erziehen,
    siehe 
    http://de.wikipedia.org/wiki/Madeleine_de_Scud%C3%A9ry .
    Die Landkarte der Liebe können Sie mit deutschen Begriffen anschauen:
    Hier

     

    Nun möchte ich einige Arten der Liebe besprechen:

    Meistens fängt es so an:  Verliebtheit
    Die meisten kennen wohl auch den Zustand, wenn man frisch verliebt ist. Man tut alles voller Hingabe für den geliebten Menschen. Das eigene Ego ist für einige Monate praktisch gestorben.

    Die Kunst des Liebens
    Nach einigen Monaten der Verliebtheit kehrt der Alltag ein. Unser Ego regiert jetzt wieder zunehmend die Beziehung. Das wird die uns bekannte Liebe im Dualismus. Ich als Ego liebe jemanden oder etwas. Warum?  Damit ich das bekommen, was ich will.

    Was ist das Ego?
    Das Ich, das Ego, ist ununterbrochen aktiv: Ablehnen, wollen, rechtfertigen, beurteilen, unterscheiden. Diese Aktivität selbst ist Leiden. Diese Aktivität ist auch die Ursache der Meinung, man sei getrennt von anderen Lebewesen. Man muss seinen Besitz verteidigen und mehren.
    Ihr agiert vom Ego aus, solange ihr irgendwie begehrt, die Dinge in euch zu verändern oder solange ihr wollt, dass etwas anders ist. Ihr könnt die wahre Realität so lange nicht wahrnehmen, wie ihr die Welt aus der Perspektive des Ego betrachtet.
    Eure Persönlichkeit oder Euer Ego weiss nicht, wie man liebt. Sie kann nicht lieben. Wenn ihr sagt: „Ich liebe dich“, dann ist es immer eine Lüge, weil die Person, die „Ich“ sagt, nicht lieben kann und nicht weiss, was Liebe ist. Die Persönlichkeit ist das Produkt des Mangels an Liebe, wie kann sie also Liebe kennen? Was wir „Ich“ nennen, unsere abgetrennte Identität, ist unser Selbstbild. Ihr könnt die wahre Realität, eure Wesensnatur so lange nicht wahrnehmen, wie ihr die Welt aus der Perspektive des Ego betrachtet.
    Almaas

    Aller Jammer kommt allein davon, dass wir etwas sein wollen. 
    Johannes Tauler, 1300 – 1361

    oder

    Alles Übel auf der Welt hat nur eine Ursache: "Das gehört mir!"
    Mello

    Hier finden Sie Aussagen von 43 Erwachsenen, was für sie Liebe ist:
     
    www.zeit.de/2013/52/was-ist-liebe  .
    Natürlich ist das sehr individuell. Deshalb will ich nachfolgend versuchen, Weise sprechen zu lassen, um allgemeingültigere Hinweise zu geben.

    Wenn ihr das Gefühl der Liebe wirklich betrachtet, dann seht ihr vielleicht, dass ihr euch in Wirklichkeit bedürftig fühlt, wenn ihr sagt: „Oh, ich liebe dich wirklich! Du bist wunderbar!“ Ihr wollt die andere Person auffressen. Ihr wollt, dass sie nicht weggeht. Das heißt nicht, dass keine Liebe da ist, aber was ihr vor allem erlebt, ist Bedürftigkeit. Wenn Menschen sagen: „Ich liebe dich“, dann drücken sie gewöhnlich nicht ihre Liebe aus, sondern ihre Bedürftigkeit.
    Almaas

    Nachfolgend einige Sätze aus dem Buch: Die Kunst des Liebens von Erich Fromm:

    Das tiefste Bedürfnis des Menschen ist, seine Abgetrenntheit zu überwinden und aus dem Gefängnis seiner Einsamkeit herauszukommen.
    Lieben ist eine Fähigkeit. Hauptvoraussetzung für die Fähigkeit, lieben zu können, ist es, dass man seinen Narzissmus überwindet.
    Die Fähigkeit zu lieben wird in unserer Kultur nur selten entwickelt.

    Im Lauf der Zeit lernen sich die beiden Partner immer besser kennen, bis ihr Streit, ihre Enttäuschungen, ihre gegenseitige Langweile die anfängliche Begeisterung getötet haben. Liebe bedeutet nicht, dass es niemals zu Konflikten kommt.

    Um ein Scheitern zu vermeiden, gibt es nur einen Weg: Die Kunst des Liebens miteinander zu lernen.
    Um diese Kunst zu lernen muss man sie genauso jahrzehntelang lernen und verbessern, wie wenn man z.B. die Kunst des Malens, Musizierens oder Tischlerns lernen wollte.
    Trotz unserer tiefen Sehnsucht nach Liebe halten wir doch fast alles andere für wichtiger als diese: Erfolg, Prestige, Geld , Macht.
    Die Liebe enthält stets folgende Grundelemente: Fürsorge, Verantwortungsgefühl, Selbstdisziplin, Geduld, Achtung vor dem anderen und Erkenntnis.

    Liebe ist in erster Linie ein Geben, aber man empfindet nicht, dass man etwas opfern müsste. Man erlebt sich selbst als überströmend, hergebend, lebendig und voller Freude. Man gibt dem Partner etwas von seiner Freude, von seinem Interesse, von seinem Verständnis, von seinem Wissen, von seinem Humor, von seiner Traurigkeit, - von allem, was in einem lebendig ist. Man gibt nicht, um selbst etwas zu empfangen.
    Indem man dem anderen auf diese Weise etwas von seinem Leben abgibt, bereichert man ihn, steigert beim anderen das Gefühl des Lebendigseins und verstärkt dadurch das Gefühl des Lebendigseins auch in einem selbst.
    Erich Fromm.

    Wenn Sprachlosigkeit in der Beziehung herrscht, kann man diese evtl. mit Hilfe dieses Buches überwinden:
    Die Wahrheit beginnt zu zweit: Das Paar im Gespräch von Michael Lukas Moeller.
     

    Fragst du: «Was ist Liebe?», sage ich: «Den Eigenwillen aufzugeben.»
    Rumi, 1207 - 1273

     

    Elternliebe

    Viele arme Kinder erleben täglich häusliche Gewalt, Schläge, Misshandlungen bis zu sexueller Gewalt – fragen Sie mal die Lehrer von Sonderschulen.

    Kinder aus normalen Familien
    Kinder, die zu kleinen Erwachsenen abgerichtet werden, dienen den Eltern zur Selbstbestätigung und zum Erhalt der Familienharmonie.
    Wolfgang Bergmann

    Abschreckende Geschichte:
    Jemand traf im Einkaufsmarkt eine Frau, die einen Kinderwagen schob, in dem zwei kleine Jungen saßen.
    " Was für zwei reizende Kinder sie haben. Wie alt sind sie denn? "
    " Der Arzt ", sagte die Frau, " ist drei Jahre und der Rechtsanwalt zwei. "
    (nach Mello)

    Voraussetzung für eine gelungene Erziehung ist also, dass die Eltern erst mal an sich selbst arbeiten, ihre Wesensnatur kennen und wahre Menschen sind, um dann mit den Kindern in liebevoller Weise zusammenleben und von Herz zu Herz kommunizieren zu können. Auch die Vermittlung von Urvertrauen oder Gottvertrauen ist sehr wichtig.
    Mehr dazu auf Seite  2.5 „Erziehung von Kindern“.

    Viele reiche Kinder sehen ihre Eltern so gut wie nie.

    Es gibt ab und zu mal Elternliebe ohne Ego.
    Zitat:
    Gleich einer Mutter, die das eigne Kind,
    das einzige, beschützt mit ihrem Leben.
    Metta Sutta


    Selbstlose, reine Liebe:

    Mein Herz, ich will dich fragen,
    Was ist denn Liebe, sag'? -
    "Zwei Seelen und ein Gedanke,
    Zwei Herzen und ein Schlag!"

    Und sprich, woher, woher kommt Liebe? -
    "Sie kömmt und sie ist da!"
    Und sprich, wie schwindet Liebe? -
    "Die war's nicht, der's geschah!"

    Und was ist reine Liebe? -
    "Die ihrer selbst vergißt!"
    Und wann ist Lieb' am tiefsten? -
    "Wenn sie am stillsten ist!"

    Und wann ist Lieb' am reichsten? -
    "Das ist sie, wenn sie gibt!"
    Und sprich, wie redet Liebe? -
    "Sie redet nicht, sie liebt!"
    Friedrich Halm  1806 – 1871

    Hier wird bereits die Einheit der Liebenden angedeutet.
     

    Liebe und dann tue, was Du willst
    Ama et fac quod vis
    Augustinus, 354 - 430 n. Chr.
     

    Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete,
    und hätte der Liebe nicht,
    so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle 
    1. Kor. 13,1
     

    Das eigentliche Ziel des Daseins
    besteht nicht darin
    zu lieben

    auch nicht darin,
    sich lieben zu lassen

    es besteht einzig und allein darin,
    Liebe zu werden
    Thomas Schied
     

    "Was wir am Ende unseres Lebens in Händen halten,
    sind nicht unsere Leistungen und unsere Werke.
    Wir werden uns zuerst und vor allem der Frage stellen müssen,
    wie viel wir geliebt haben." 
    Willigis Jäger



    Allumfassende, universale Liebe,
    die niemanden ausschließen kann

    Wer die Einheit in einem Erleuchtungs - Erlebnis erfahren hat und das Ego damit gestorben ist, weiß, dass er von nichts getrennt ist. Alles ist Nicht-Zwei. Man selbst, Erde, Pflanzen, überhaupt alle Lebewesen sind eins mit der Urenergie, mit der Quelle, mit dem wunderbaren Geheimnis.
    Beispiel:
    Auf dem gleichen Baum sehen wir Blätter, Blumen, Früchte und Äste, alle verschieden voneinander und trotzdem alles eins, weil sie alle im Wort Baum inbegriffen sind. Sie haben eine gemeinsame Wurzel, einen gemeinsamen Saft. In gleicher Weise kommen alle Dinge, alle Körper, alle Organismen aus derselben Quelle und werden von derselben Kraft belebt. Daher ist alles EINS.
    Ellam Ondre,
    http://de.scribd.com/doc/33008209/Ellam-Ondre-Alles-ist-Eins-deutsch

     


    Jesus sprach:
    Ich und der Vater sind eins.
    Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.
     

    Rumi:

    Ein Freund kam und klopfte an des Freundes Tor.
    Dieser rief:  „Wer bist du, wer steht davor“ ?
    Er sagte: „Ich!“.
    „Gehe fort“ ! befahl der Freund.
    „Es ist noch nicht die rechte Zeit gekommen;
    an diesem Tisch ist kein Platz für den Unreifen“

    Der Arme ging und auf Reisen,
    getrennt von dem Freunde,
    brannte er - im Trennungsfunken -  für ein Jahr.
    Der Gebrannte reifte.
    Er kehrte zurück,
    umkreiste wieder das Haus des Freundes.
    Und klopfte ans Tor voller Sorge,
    dass ihm entschlüpf' kein Wörtlein unbedacht.

    Es rief der Freund: „Wer steht dort vor dem Tor“?
    Er antwortete: „Du selbst bist es, oh Dieb meines Herzens“.
    Der Freund erwiderte: „ Nun, da du ich bist, 
    o Ich, komm herein!
    In diesem Haus ist für zwei kein Platz“.
    Rumi  1207 - 1273 

    Über die Ganzheit können Sie mehr auf der Seite  2.1 lesen.

    Rumi meinte:
    Alle Teile des großen harmonischen Ganzen stünden in einer Liebesbeziehung zu einander, die aus der unendlichen Gottesliebe gespeist werde. Wenn in Rumis Versen von dem Geliebten die Rede ist, so meint er damit zunächst unmittelbar Gott, mittelbar aber auch die geliebten Wesen, mit denen ein Mensch durch die Gottesliebe in Verbindung steht. Entsprechendes gilt für den Begriff "der Liebende". Er ist immer der Gott Liebende, aber auch der die Menschen in Gott und Gott in den Menschen Liebende. 
    http://www.pilger-weg.de/zitate/rumi.html

     

    Die Essenz ( auch z.B. Wesensnatur, Quelle, Bewusstsein, Lebensenergie genannt) zeigt sich in verschiedenen Aspekten, so wie eine Kerzenflamme z.B. heiß ist, leuchtet und Wachs verzehrt.

    Dazu schreibt Almaas:
    …  Alle essentiellen Aspekte schliessen Liebe ein. Es gibt keinen Teil von Essenz, der nicht Liebe enthält. Die Aktivität jedes Aspektes von Essenz ist immer liebevoll oder dient der Liebe. Eure Stärke ist liebevoll, euer Wille ist ein liebender Wille, der Frieden, den ihr erfahrt, ist ein Frieden mit Liebe, eure Freude ist eine Freude mit Liebe, eure Intelligenz ist eine liebevolle Intelligenz.
    Liebe ist eine immer vorhandene Qualität von Essenz….
    Die Liebe ist ein Ozean und ihr seid ein Teil, ein Tropfen in ihm…Ihr seid ein Tropfen, aber dieser Tropfen hat keine Grenzen. Er ist eine Konzentration von Bewusstsein, und dieses Bewusstsein ist vom Rest nicht getrennt. Die ganze Existenz ist ein Bewusstsein, und dieses Bewusstsein ist Liebe. Diese Liebe kann nicht gesehen werden, solange es ein Gefühl von Grenzen gibt….
    …. Zuerst muss das Gefühl von Grenzen verschwinden. Dann gibt es nur ein Überfließen...Ihr seid eine Quelle von Liebe inmitten eines Meeres von Liebe. Ein Mensch, der keine Grenzen hat, ist  eine Quelle von Liebe inmitten eines Meeres von Liebe. Die Quelle ist die Quelle der Liebe…..
    Almaas
     

    WEISHEIT UND LIEBE
    ln dieser Gleichsetzung liegt die Weisheit aller spirituellen Wege begründet, eine Weisheit, die besagt, dass es keine Trennung zwischen einem lch und einem Du gibt. ln dieser Erfahrung der Einheit aller Wesen liegt das Ziel der spirituellenWege.
    Aus dieser Einheitserfahrung erwächst Liebe. Und wer liebt, empfängt. Denn Liebe ist wie der Ruf in eine Echowand - es schallt zurück, wenn ich hineinrufe.
    Diese Liebe verändert den Menschen. Man kann gar nicht anders, als auf den Mitmenschen zuzugehen, dessen Leid ich als das eigene Leid erfahre und dessen Freude auch meine Freude ist. Diese Erfahrung des Urgrundes verändert den Menschen von innen heraus und das ist die Zielsetzung für eine Veränderung der Menschheit insgesamt. Wir werden als Spezies aus der schrecklichen Situation, die uns ständig in Kriege und Feindschaft führt, nicht heraus kommen, wenn es uns nicht gelingt, auf diesen Urgrund der Einheit zu kommen.
    Wer liebt, steht in Ehrfurcht vor dem Leben. Die Verehrung gilt allen Lebewesen und Dingen. Alles, was existiert, ist eine Offenbarung des Seinsgrundes, der Gott, Gottheit und Leerheit genannt wird.
    Willigis Jäger


    Solange man also der Illusion unterliegt, man sei getrennt von anderen Lebewesen, solange kann man diese Art Liebe nicht wahrnehmen.

    Dass die Liebe in allem mitschwingen sollte, zeigt folgender , sehr alter Text:

    Pflicht
    ohne Liebe
    macht verdrießlich

    Verantwortung
    ohne Liebe
    macht rücksichtslos

    Gerechtigkeit
    ohne Liebe
    macht hart.

    Klugheit
    ohne Liebe
    macht gerissen

    Freundlichkeit
    ohne Liebe
    macht heuchlerisch

    Ordnung
    ohne Liebe
    macht kleinlich

    Sachkenntnis
    ohne Liebe
    macht  hochmütig

    Besitz
    ohne Liebe
    macht geizig

    Wahrheit
    ohne Liebe
    macht kritisch

    Erziehung
    ohne Liebe
    macht widerspenstig

    Glaube
    ohne Liebe
    mach fanatisch
    Aus den Upanishaden, Indien, ca. 3000 v. CHr.

 

    Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.
    Nur wer die Köstlichkeit seines Seins fühlt und spürt, weiss um seinen Wert.
    Den Wert seines Seins kann man erst nach einer Erleuchtung spüren, weil dieses Gefühl bis dahin vom Ego überdeckt ist. Deshalb gibt es keine wirkliche Psychotherapie gegen das Minderwertigkeitsgefühl. Erst durch die Erleuchtungs - Erfahrung, durch ein Gipfelerlebnis – die Unio Mystica – wird man „heil“ oder „ganz“.

    In der Einheit hat man die innere Gewissheit, dass wir alle EINS sind.
    dass es herrlich ist zu leben, dass das Leben perfekt ist, dass man in der Liebe ist, dass das Universum natürlich einen Sinn hat. Man fühlt die Köstlichkeit, die Fülle, die Kostbarkeit und Glückseligkeit des Seins und hat größte Wertschätzung dafür.

    Deshalb gibt es keine wirkliche Psychotherapie gegen das Minderwertigkeitsgefühl.

    Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst wird nach einer Einheits – Erfahrung zur Selbstverständlichkeit - ebenso das Mitgefühl - denn es gibt keine Grenzen mehr zwischen dir und dem Mitmensch.

    Nächstenliebe lebt mit tausend Seelen,
    Egoismus mit einer einzigen, und die ist erbärmlich.
    Marie von Ebner-Eschenbach

     

    Bhakti, die liebende Zuwendung zu Gott

    Im Hinduismus ist Bhaki ein Weg, um Gott zu erkennen.
    Die katholische Kontemplation mit dem Jesusgebet entspricht etwa dem Bhakti – Weg.

    Bhakti ist der Weg des Herzens, das einen intensiven Wunsch oder eine intensive Begierde nach Gott hat. Die höchste Liebe zu Gott ist Bhakti. Diese erfüllt den Menschen und führt zu Begierdelosigkeit. Das Vertrauen auf die Weisheit und Liebe Gottes ist grenzenlos.

    Bhakti ist eine Gottesverehrung mit Namen und Form. Es wird pausenlos der Namen Gottes gesungen oder gebetet. Man ist sich pausenlos der Liebe Gottes bewusst.
    Dein Wille geschehe (wie im christlichen Vaterunser).

    Diese Hingabe ist zunächst dualistisch, weil es einen sich Hingebenden und einen Gott gibt.
    Die Hingabe geschieht so lange, bis es keinen sich Hingebenden mehr gibt. Dann ist die Erkenntnis da, dass es nichts gibt außer der Quelle, dass es nur eins gibt, das Verstehen…..
    Was kann der Verehrer eigentlich hingeben? .. - das Ego, …also die falsche Vorstellung, dass man der Handelnde ist….
    Dein Wille geschehe:  Dabei gibt es kein Ich!   …
    Der einzige Wille ist Gottes Wille, und mit Gott meine ich die Quelle und nicht eine allmächtige Einheit. Man beginnt mit der Hingabe und endet im Wissen.
    Ramesh Balsekar, indischer Mystiker 1917 - 2009

    Zu Bhakti gehört dann auch die mit Liebe verrichtete, selbstlose Arbeit in der Welt. Diese Empfindungen und Gefühle sollten auch auf die Gemeinschaft Gleichgesinnter und weiterhin auf alle Menschen, alle Geschöpfe und alle Erscheinungen des diesseitigen Kosmos ausgeweitet werden mit der Grundhaltung: Alle Wesen mögen glücklich sein.

    Metta-Sutta

    So soll der handeln, der das Heil erstrebt,
    nachdem die Stille Stätte er erkannt:
    Er sei energisch, aufrecht, unbeirrt,
    doch sanft und ansprechbar und ohne Stolz.

    Genügsam sei er und bescheiden,
    nicht betriebsam, aber klug,
    er zügle seine Sinne; habe leicht genug.
    Den Wesen allen werde Glück und Frieden,
    sie alle mögen glücklich sein!

    Was immer es an Lebewesen gebe,
    ob sie umherziehn mögen oder seßhaft seien,
    klein, mittel oder hochgewachsen
    schwächlich, handfest oder stark,
    vor Augen oder im Verborgnen,
    hier in der Nähe oder fern daheim,
    geboren oder erst noch im Entstehen :
    Die Wesen alle mögen glücklich sein!

    Er sollte niemals einen andern schmähen
    und niemanden, wo immer auch, verachten;
    aus Ärger und aus feindlicher Gesinnung 
    soll niemand je nach Unheil wieder trachten.

    Gleich einer Mutter, die das eigne Kind,
    das einzige, beschützt mit ihrem Leben,
    soll gegenüber allen Wesen er
    den Geist von Schranken frei zu machen streben.

    Zur ganzen Welt soll Güte er entfalten
    und seinen Geist von Schranken ganz befrein,
    nach oben, unten und auch in der Breite
    nicht eingeengt von Hass und Feindschaft, sondern rein.

    Ob stehend, gehend, sitzend oderliegend:
    soll diese Geisteshaltung er erzeugen
    und nie der Schlaffheit je erliegen.

    Dies nennt man „Göttliches Verweilen“ in der Welt.
    Metta-Sutta

    (Das Metta - Sutta ist eine Lehrrede (sutta, sutra) des Buddha über die Güte (metta, maitri). Es wird in Mediationskursen täglich laut tausendfach rezitiert. Es richtet sich zwar an Mönche, gilt aber gleichermaßen auch für Laien. Das Original ist reimlos).


    Die katholische Kontemplation mit dem Jesusgebet entspricht etwa dem Bhakti – Weg.

    Kontemplation

    Meditation:
    Gegenstandsfreie
      Meditation, z.B. ein ZEN – Weg.

    Kontemplation: 
    Die Kontemplation ist der westliche, christlich mystische Weg, der in die Erfahrung des göttlichen Urgrundes führt, in das „Wesen jenseits aller Formen“
    Meister Eckhart 1260 - 1328

    Absolutes Gottvertrauen und Hingabe an einen bedingungslos liebenden Gott.
    contemplari (ursprünglich wohl: = von göttlichen Kräften erfasst werden) weist auf eingebungshafte Erlebnisse und Versenkung unter Ausschaltung allen Wollens hin.

    Der kontemplative Mensch übt sich darin, auf Gott zu lauschen. Es wird angenommen, dass es eine Vereinigung mit der Gottheit geben kann und die Trennung von Gott als Schmerz erfahren wird.

    Das Ziel der Kontemplation ist es, sich für Gottes Geist zu öffnen. Dies kann in drei Schritten erfolgen:

    • Reinigung
    • Erleuchtung
    • Seeleneinheit mit Gott.

    Es ist sehr interessant, folgende Seiten zu lesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kontemplation
    https://de.wikipedia.org/wiki/Christliche_Mystik
    https://de.wikipedia.org/wiki/Jesusgebet

    Hier ganz kurz einige Hinweise aus obigen Texten:

    Im Gegensatz zu vielen Formen östlicher Meditation, bei der der Suchende versucht, seinen Geist zu leeren, um eins mit Gott zu werden (z.B. ZEN),
    versteht die christliche Mystik unter Kontemplation ein sich Ausrichten auf einen bedingungslos liebenden Gott.
    Kontemplation ist Einübung einer Haltung. Die Erfahrung von Gottes Gegenwart kann nicht vom Betenden selbst hergestellt werden, sie ist Geschenk und reine Gnade.

    In tiefer Kontemplation ist es nach Angaben von Praktikern ebenso möglich, transzendentale Erfahrungen zu machen wie in der Meditation.

    Meditiere nicht, wenn Du Angst hast,
    von Gott geschnappt zu werden,
    Sitze auf keinen Fall still.
    nach Jiyu Kennett Roshi

     

    Video über die Liebe von Willigis Jäger:

    Die Liebe der Verbundenheit, die niemanden ausschließen kann;
    eine Ebene der mystischen Einheit;
    die Seinsebene, die mit unserem Wissen nichts zu tun hat.
    http://www.jetzt-tv.net/index.php?id=wjaeger   

    Angebote für Kontemplationskurse:
    http://www.west-oestliche-weisheit.de/der-benediktushof/kursprogramm/gesamtuebersicht-2013.html?detail=MTNVUDAy

    http://www.kontemplation-in-aktion.de/exerzitienbegleiterinnen.html
     

    Die Quelle von allem Existierenden ist Liebe oder
    die Lebensenergie ist Liebe oder
    Gott ist die Liebe, 1 Joh 4,16.

    Insofern haben wir  nicht bei einigen Gelegenheiten
    ab und zu Liebe im Herzen,
    sondern wir sind in der Liebe - immer.

     


    Auswahl der zu lesenden Bücher:
    Jeder kann Bücher auswählen und lesen,

    • die entweder aus dem Dualismus heraus
    • oder aus der All - Einheit heraus von Weisen oder Mystikern
      geschrieben wurden.


      Sie haben die Wahl.
      Das gilt nicht nur für Autoren, sondern auch
      für Ihre Auswahl von Philosophen, Psychoanalytikern, Lehrern oder Meistern,
      mit denen Sie sich künftig intensiv befassen wollen.

       


    Dies ist keine Fun-Site.
    Diese Homepage entspricht einer Sammlung von Zitaten zu verschiedenen Themen mit einigen Kommentaren von mir,

    für deren Lektüre man recht viel Zeit einplanen sollte.

    Leitmotiv:

    Güte
    Wäre das Lächeln nicht stärker als das Zähnefletschen
    und die Güte nicht stärker als der Hass,
    dann gäbe es die Menschheit sicher nicht mehr.
    Chr. Rueger


    Für die psychologischen und spirituellen Seiten gilt:

    Auf diesen Seiten gebe ich die Weisheitslehren von Menschen,
    die sich überwiegend im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden,
    kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher intellektuell verstanden habe.
     

    Kraft macht keinen Lärm. Sie ist da und wirkt.
    Albert Schweitzer


    Wo die Natur nicht will,
    da ist die Arbeit umsonst.
    Seneca, 65 n. Chr.


    Nächstenliebe lebt mit tausend Seelen,
    Egoismus mit einer einzigen, und die ist erbärmlich.
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Hinweis:
    Es geht um das Erspüren von Prozessen, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Jedes Wort steht also für etwas Unnennbares - wie etwa, wenn jemand “sein Herz verschenkt”. Also versuchen Sie bitte zu spüren, was jedes Wort und jeder Satz eigentlich beschreiben will
    und versuchen Sie vor allem, ES selbst zu erfahren - und das geht nur ohne Denken.
    Es geht um ganzheitliches, inneres Wissen, das in unserem Bauchzentrum, Herzzentrum oder Geistzentrum (Intuition, Inspiration) erspürt werden kann und nicht um dualistisches Denken und mentale Konstrukte oder Begriffe.

    Wenn Sie jetzt bereits die Seite wegklicken wollen, so schildern Sie doch bitte rasch mal mit ihren Worten Ihr Lieblings-Musikstück. Auch das Gesicht Ihrer Mutter kann man nicht mit Worten beschreiben, aber man weiß es.
    Das ist die eigene, innere Gewissheit, die unnennbar ist.

    Sie können sich gerne mit Fragen zu diesen Themen an mich per Email wenden.