Hier geht es zur kompletten Seite :
    www.Oekosophie.de 

    Jeder Mensch hat grunds├Ątzlich von der Natur die Anlage, einen hohen Grad an Weisheit zu erlangen. Die bisherigen Kulturen lassen jedoch eine solche Entwicklung nur in Ausnahmef├Ąllen zu. Die Menschheit insgesamt zeigt keine Weisheit, sie gleicht einem Bakterienstamm, der sich ungehemmt solange vermehrt, bis seine Lebensgrundlagen verbraucht sind.
    Kultur braucht deshalb Erneuerung: eine humanistische Orientierung!
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Es ist nicht von Bedeutung, ob wir gl├Ąubig sind.
    Wichtig ist nur, da├č wir ein gutes Herz haben.
    Dalai Lama
     


    Dualit├Ąt - Ganzheit,         Sinn des Lebens

    Im Jahr 2006 hatte ich bereits dieses Thema auf dieser Homepage behandelt.
    Jetzt habe ich das alles nochmal in anderen Worten ausgedr├╝ckt, denn es handelt sich ja um Unnennbares, das man nicht in Worten ausdr├╝cken kann.
    Deshalb ist es sinnvoll, ES immer wieder in anderen Worten auszudr├╝cken.

    Sie finden jetzt anschliessend den neueren Text und darunter den fr├╝heren Text von 2006. Schauen Sie bitte selbst, welche Erkl├Ąrungen f├╝r sie am besten verst├Ąndlich sind.

    Zitat:
    ÔÇ×Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.“ 
    Hermann Hesse


    Hinweis:
    Hier gebe ich wieder, wie ich die Weisheitslehren bis jetzt subjektiv verstanden habe.
    Bitte besch├Ąftigen Sie sich selbst mit den Weisheitslehren, um sich selbst eine Meinung zu bilden.
     

    Weise = Erwachte = Erleuchtete = Heilige
    Als Weise bezeichne ich Menschen,
    die die All-Eins-Sein-Erfahrung, die Unio Mystika selbst erlebt haben.
    Sie wissen von da an, wer sie wirklich sind. Deshalb haben sie keine Todesangst mehr und
    handeln nicht mehr aus dem Dualismus heraus, sondern wirken, sprechen und schreiben aus der Einheit, der Ganzheit heraus. Sie sind nicht mehr mit dem Ego und dem K├Ârper identifiziert, sondern mit der Ersten Ursache, die ich nachfolgend als unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld bezeichnen werde.
    Als Weisheit und Weisheitslehren bezeichne ich die Aussagen, die wir von den Weisen seit Jahrtausenden erhalten haben.
    F├╝r die Gotteserfahrung, das Gipfelerlebnis oder die Unio Mystika gilt wie f├╝r alle Erfahrungen:

    1. Die Erfahrung ist mit Worten unbeschreiblich.
        Weise reden deshalb meist in R├Ątseln oder Paradoxien.
    2. Die Erfahrung ist nur in der Gegenw├Ąrtigkeit wahrnehmbar,
    3. Die Erfahrung ist ganzheitlich, Nicht-Zwei
    4. Die Erfahrung ist f├╝r Nicht-Erleuchtete nicht vorstellbar oder denkbar.
    5. Der Weise weis ES,  er hat eine eigene tiefe Gewissheit ├╝ber die Existenz
        des unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfelds, der Wahren Wirklichkeit.

    Eine wirkliche mystische Erfahrung f├╝hrt in die Einheit, die Non-Dualit├Ąt. Das individuelle Menschsein wird klar als Illusion erkannt. Dies ist kein Gef├╝hl, sondern eine innere Gewissheit, dass nichts getrennt sein kann, ein tiefes Erfahren der Verbundenheit aller Wesen.
    Willigis J├Ąger

     

    Erste Ursache
    Die Weisen wissen, dass es eine erste Ursache, ein unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld gibt, ohne die es keine Objekte oder Lebewesen geben w├╝rde.
    Beispiel: Warum kann ein Redner seine Zunge nicht bewegen?
    Hinweis: Wenn der Redner bewusstlos ist, kann er nicht reden. Wenn er wieder bei Bewusstsein ist, kann offenbar nicht er reden, sondern sein Bewusstsein ist hier die erste Ursache f├╝r seine Zungenbewegungen.
    Die Wahre Erste Ursache oder das unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld sind dann die Ursache daf├╝r, dass der K├Ârper des Redners entstanden war und noch lebt.
    Jesus sagte: “Ich und der Vater sind eins.”  Mit Vater meint er sicher bildhaft die Ursache, dass Lebewesen leben. Wenn Sie einen alten Mann sehen, wissen Sie ja unzweifelhaft, dass er einen Vater  gehabt hatte.
    Mit   “Ich und der Vater sind eins”  oder  “Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben”
    sprach er von der Einheit, der Unio Mystika. Diese war im Christentum zur Zeit der Mystiker sehr gut bekannt.  Diese M├Âglichkeit der Gotteserfahrung wird aber jetzt von den Kirchen verschwiegen, obwohl das Wissen um diese M├Âglichkeit in allen Weltreligionen vorhanden ist.

    Bewusstsein ist etwas absolut Selbstst├Ąndiges.
    Die Weisen wissen:
    Das Bewusstsein erf├╝llt das Universum, vergleichsweise wie ein Duft in der Luft.
    Das Bewusstsein ist nicht im Gehirn zu finden, sondern das Gehirn ist das Organ, durch das sich das Bewusstsein zeigt. Das Gehirn ist nur der Ort, an dem es zugelassen wird. Unser Gehirn bringt das Bewusstsein nicht hervor, es setzt es nur um. Der Stolz des Egos zeigt sich in dem Glauben, es k├Ânne w├Ąhlen, was im eigenen Bewusstsein auftaucht.

    Absolute und relative Wirklichkeit
    Es gibt eine absolute Ebene mit der absoluten Wahrheit und
    eine relative Ebene mit der relativen Wahrheit.

    Absolute Wahrheit
    Einheitserfahrung = Erleuchtung
    Weise haben die Einheit erfahren und befinden sich auf der absoluten Ebene.
    Es gibt nichts au├čer einem unpers├Ânlichen universalen Bewusstseinsfeld.
     
    Weise wissen zweifelsfrei aufgrund eigenen Erlebens, dass es nichts au├čer einem unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld gibt, welches alle Gegenst├Ąnde und Lebewesen erschaffen hat und durchdringt -  etwa wie das Schwerkraftfeld der Sonne, welches z.B. die Umlaufbahn der Erde und aller Planeten bestimmt oder das Erdmagnetfeld oder die Rundfunkwellen eines Radiosenders.
    Mit dem unpers├Ânlichen universalen Bewusstseinsfeld sind nicht die Inhalte im Bewusstsein, z.B. der K├Ârper oder Gef├╝hle gemeint, sondern das reine, leere Bewusstseinsfeld. Dies k├Ânnen nur Weise nach der Einheitserfahrung wahrnehmen.
    Es gibt nur das unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld. Es wirkt durch alle Objekte und Lebewesen. Die sichtbaren Objekte und Lebewesen sind verg├Ąngliche Illusionen, nur das unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld in ihnen ist wirklich und unverg├Ąnglich. Es manifestiert sich in allen Objekten, so wie sich das Erdmagnetfeld in jedem Kompass manifestiert. Wenn eine sichtbare Form vergeht, dann bleibt das unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld. Vergleichsweise w├Ąre das so, als wenn alles Wasserdampf w├Ąre, man aber ab und zu Schneeflocken oder Wassertropfen sehen k├Ânnte, die nach einiger Zeit sterben und wieder in Wasserdampf verwandeln. Das Ungeborene und Unverg├Ąngliche ist in diesem Beispiel das H2O. Eine Schneeflocke, die das weis, wird ├╝ber ihren Tod nicht trauern. Er ist ein ├ťbergang in einen anderen, in den wahren Zustand des unpers├Ânliche universalen Bewusstseinsfelds, in dem man sich auch schon vor der Geburt befunden hatte.

    Menschen, die mit ihrem K├Ârper identifiziert sind,
    beantworten die Frage “Wer bin ich?” mit:
    “Ich bin mein K├Ârper. Wenn der K├Ârper zerf├Ąllt, bin ich nicht mehr”.
    Als Dietrich Bonnhoeffer zum Galgen gef├╝hrt wurde und der SS-Mann sagte: “Das ist jetzt das Ende”, antwortete Dietrich Bonnhoeffer: “Nein”.

    Aspekte des Bewusstseinsfeldes
    Je nach Situation im Leben ├Ąu├čert sich das unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld der Situation angepasst.
    Mal braucht und sp├╝rt der Weise die universale Wahrheit,
    mal die universale Vollkommenheit
    mal das universale Vertrauen
    mal den universalen Willen,
    mal die universale Liebe,
    mal die universale Gnade,
    mal der universale Frieden,
    mal die universale Energie,
    mal das universale Mitgef├╝hl,
    mal die universale Harmonie,
    mal die universale Kraft oder St├Ąrke,
    u.s.w.
    Der Weise hat also wahre Gef├╝hle.

    Universaler Wille
    Die Weisen wissen, dass es nichts au├čer dem unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld gibt. Das bedeutet, dass es in Wirklichkeit kein Ego und keinen Handelnden gibt. Weise haben dies erkannt und haben nach der Einheitserfahrung kein Ego mehr.
    Es gibt nur den universalen Willen des unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfelds. Die Weisen wissen, dass es keinen freien Wille der Menschen gibt. Sie wissen, dass alle Lebewesen gef├╝hrt sind. Siehe auch den christlicher Psalm:
    Der Herr ist mein Hirte ....,
    und im Vaterunser: ....  Dein Wille geschehe..... 

    Vergleichsweise ist das vorstellbar mit Tausenden von Radios, die die Sendung eines Senders empfangen und wiedergeben. Auf der relativen Ebene meinen die Radios, sie w├╝rden selbst die Sendung erzeugen.
    Zweiter Vergleich: Kinder lassen ferngesteuerte Modellflugzeuge fliegen. Auf der relativen Ebene meinen die Modellflugzeuge, sie w├╝rden selbst ihre Flugbahn bestimmen. Die Egos der Modellflugzeuge w├╝rden Sch├Ânheitswettbewerbe durchf├╝hren. Und wenn ein Flugzeug abst├╝rzt, wurde sich das ├ťber- Ich des Modellflugzeugs gro├če Vorw├╝rfe machen, dass es solch einen Fehler begangen hat bzw. vielleicht auch die Schuld woanders suchen, z.B. beim Wind.
    Oder: Alle Lampen im Haus meinen, sie seinen allein und selbsst├Ąndig, weil sie nicht wissen, dass f├╝r sie der elektrische Strom die erste Ursache ist.
    Achtung: Alle Vergleiche hinken nat├╝rlich.
    Mehr dazu auf Seite 3.2.

    Sp├╝ren und tun, was mich will.
    Im Nicht-Dualismus, im Nicht-Zwei, in der Einheit, in der Ganzheit  sp├╝rt man mit seinen drei Zentren auf der absoluten Ebene das, was ist. Man handelt wesensgem├Ą├č entsprechend dem unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld. Sp├╝ren auf der absoluten Ebene ergibt die absolute Wahrheit, es gibt nur Nicht-Zwei, jede Bewertung entf├Ąllt. Man handelt aufgrund seines wahren Wesens und der Intuition wesensgem├Ą├č. Die Intuition ist nat├╝rlich nur im Hier und Jetzt wahrnehmbar. Deshalb sind die Weisen im Hier und Jetzt, im Sein, im Da-Sein. Sie ruhen in der Wesensnatur und sp├╝ren von Moment zu Moment, was ihnen ÔÇ×einf├Ąllt“. Und dann wissen sie, was zu tun ist. Dies im Sinne von: Sp├╝ren und tun, was mich will. Nur das Sp├╝ren des Mysteriums in der Gegenwart z├Ąhlt und ist wesentlich. Man hat dann Gottvertrauen oder Urvertrauen.

    Hinweis:
    Nat├╝rlich ist das unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld ein Begriff und ein Konstrukt und damit interpretierbar und entspricht nicht der Wahren Wirklichkeit.  Das, was gemeint ist, ist unbeschreibbar und unnennbar, also das Numinose, das gro├če Geheimnis, das Mysterium, das im Theismus auch Gottheit genannt wird. Es ist die Urenergie, ohne die es nichts anderes gibt. Es ist die Erste Ursache - die ist nat├╝rlich auch nur ein Konstrukt.
    Denken und Lesen hilft nichts, man sollte es selbst erfahren.
    Beispiel: “Die Liebe ist wunderbar, ich habe schon viel dar├╝ber gelesen.” Aldinger

    Relative Wahrheit
    Die meisten Menschen befinden sich auf der relativen Ebene im Dualismus und glauben,
       <   es g├Ąbe keine Einheit und
       <   kein unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld und
       <   sie w├╝rden die Realit├Ąt sehen.
    Manche nach dem Motto: ÔÇ×Was ich nicht sehen kann, glaube ich nicht.“

    Als das jemand mal sagte, antwortete der Zuh├Ârer: ÔÇ×Zeige mir bitte Deinen Verstand. Wenn Du ihn mir nicht zeigen kannst, dann f├╝rchte ich, Du bist nicht bei Verstand, wenn Du das sagst.“

    Zitat:
    Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erkl├Ąren l├Ą├čt.
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Weiteres Beispiel: “Mische dich nicht in den Streit von anderen ein”. Was ist an diesem Satz auf der absoluter Ebene falsch?    Es gibt keine Anderen!

    Ego
    Das Ich, das Ego, ist ununterbrochen aktiv: Ablehnen, wollen, rechtfertigen, beurteilen, unterscheiden. Diese Aktivit├Ąt selbst ist Leiden. Diese Aktivit├Ąt ist auch die Ursache der Meinung, man sei getrennt.
    Ihr agiert vom Ego aus, solange ihr irgendwie begehrt, die Dinge in euch zu ver├Ąndern oder solange ihr wollt, dass etwas anders ist.
    Ihr k├Ânnt die wahre Realit├Ąt so lange nicht wahrnehmen, wie ihr die Welt aus der Perspektive des Ego betrachtet.
    Almaas

    Denken und Bewerten
    Im Dualismus denkt man auf der relativen Ebene und handelt aus dem scheinbaren Ego heraus. Das f├╝hrt zum Bewerten und Haben- Wollen, weil man die absolute Vollkommenheit nicht sieht. Das nat├╝rliche Wesen und das Bewusstseinsfeld ist versch├╝ttet bzw. meistens nicht zug├Ąnglich. Ab und zu nimmt man eine Intuition wahr, aber wenn man diese ├╝berdenkt, dann l├Ąsst man diese Idee fallen.
    Denken auf der relativen Ebene ergibt relative Wahrheiten, man ist hin- und hergerissen zwischen verschieden Aspekten, zwischen dem F├╝r- und Wider, man bewertet folglich in angenehm und unangenehm, in gut oder schlecht. Man ist gespalten in sein scheinbares Ego und sein Wesen. Wenn das Wesen mit dem Zugang zum unpers├Ânliches universales Bewusstseinsfeld versch├╝ttet ist, dann handelt man aus dem Ego heraus auf der relativen Ebene und wei├č es nicht besser.
    Von der absoluten Ebene her ist es also richtig, dass kein Gedanke auf der relativen Ebene von Bedeutung ist.
     

    Zur Einheit und zum Dualismus hier ber├╝hmte Verse:

    Shinjin-Mei
    von Seng-t’san, ÔÇá 606 n. Chr., dritter Patriarch des Zen in China

    Der h├Âchste Weg ist nicht schwer,
    wenn du nur aufh├Ârst zu w├Ąhlen.
    Wo weder Liebe noch Hass,
    ist alles offen und klar.
    Aber die kleinste Unterscheidung
    bringt eine Distanz wie zwischen Himmel und Erde.
    Soll ES sich dir offenbaren,
    lass Abneigung wie Vorliebe beiseite.
    Der Konflikt zwischen Neigung und Abneigung
    ist eine Krankheit des Geistes.
    Wird diese tiefe Wahrheit nicht verstanden,
    versuchst du deine Gedanken vergeblich zu beruhigen.

    Der Weg ist vollkommen wie leerer Raum,
    ohne Mangel und ohne ├ťberflu├č.
    Nur wenn du w├Ąhlst und zur├╝ckweist,
    geht das So-Sein verloren.
    Jage nicht ├Ąu├čeren Erscheinungen nach,
    verharre auch nicht in der Erfahrung der Leerheit.
    Bleibe gelassen im Einen,
    und alle Verwirrung verschwindet von selbst.
    Stellst du das T├Ątigsein ein
    und kehrst zur Ruhe zur├╝ck,
    ist dieses Bem├╝hen nur selbst wieder T├Ątigkeit.
    Wie willst du je das Eine erfahren,
    wenn du in die Zweiheit verstrickt bleibst?
    Wer ins Eine nicht vordringt
    wird in keinem Bereich daheim sein.
    Existenz zu verachten hei├čt,
    Existenz zu verlieren.
    Der Leerheit zu folgen hei├čt,
    sich gegen die Leerheit zu wenden.

    Je mehr Worte und Gedanken,
    desto weiter entfernt von der Wirklichkeit.
    Schneide Worte und Gedanken ab,
    und ES durchdringt alles.

    Kehrst du zur Wurzel zur├╝ck,
    erfa├čt du die Wahrheit.
    H├Ąngst du der Erscheinungswelt nach,
    verfehlst du das Wesen.
    Ein Augenblick innerer Erleuchtung
    tr├Ągt ├╝ber die erste Leere hinaus.
    Ver├Ąnderungen in dieser relativen Leere
    sind nichts als T├Ąuschungen.

    Kein Grund, die Wahrheit zu suchen.
    La├č alle deine Meinungen fahren.
    Zwiesp├Ąltigkeit halte nicht fest.
    Sei achtsam und folge ihr nicht.
    Nur eine Spur von richtig und falsch,
    und der Geist ist in Wirren verloren.

    Weil es das Eine gibt, existieren die Zwei,
    doch halt' auch nicht fest an dem Einen.
    Wenn der Geist der Einheit nicht entsteht,
    sind die zehntausend Dinge nicht schuld.
    Wo keine Schuld ist, ist auch kein Ding.
    Das Subjekt vergeht mit dem Objekt.
    Das Objekt vergeht mit dem Subjekt.
    Das Objekt ist Objekt wegen des Subjekts.
    Das Subjekt ist Subjekt wegen des Objekts.
    Willst du beide Ebenen kennen:
    Sie sind urspr├╝nglich die eine Leerheit.
    Die eine Leerheit ist die gleiche in beiden.
    In gleicher Weise enthalten sie alle Dinge.
    Unterscheidest du nicht zwischen fein und grob,
    wie kann es dann Vorurteile geben?

    Der gro├če Weg ist dem Wesen nach weit.
    Nichts ist leicht, nichts schwierig.
    Engherzige Ansicht f├╝hrt zu Besorgnis.
    Je mehr du eilst, umso l├Ąnger brauchst du.
    H├Ąngst du an solchen Ansichten,
    verlierst du das Ma├č und gehst in die Irre.
    La├č los, und alles ist nat├╝rlich.
    In der Wesensnatur gibt es kein Kommen und Gehen.
    Handle gem├Ą├č deiner Natur,
    und due stimmst mit dem Weg ├╝berein;
    gehst ihn gelassen und frei ohne Sorge.

    Gedanken lenken ab von der Wahrheit.
    Aber ein dumpfer Geist f├╝hrt auch nicht weiter.
    Wenn du verabscheust, verwirrt sich der Geist.
    Was hilft es schon, f├╝r oder gegen etwas zu sein?
    Wenn du das eine Fahrzeug nehmen willst,
    hege keine Abneigung gegen die Welt der Sinne.
    In der Tat, wer die Sinneswelt nicht ha├čt,
    ist eins mit der wahren Erleuchtung.

    Der Weise hat keine Ziele,
    die Unwissenden lassen sich fesseln,
    denn obwohl es einen Unterschied zwischen
    den Dingen nicht gibt,
    bleiben sie an manchem h├Ąngen.
    Ist das nicht ein gewaltiger Fehler?
    Ruhe und Unruhe kommen aus der Illusion,
    Erleuchtung kennt weder Vorliebe noch Abneigung.
    Alle dualistischen Ansichten
    kommen aus falschen Schl├╝ssen.
    Sie sind Tr├Ąume, Phantasien und Flecken vor deinen Augen.
    Warum versuchst du, sie zu fassen?
    Gewinnen und verlieren, richtig und falsch,
    la├č sie ein f├╝r allemal ziehen.

    Wenn die Augen nie schlafen,
    h├Âren die Tr├Ąume von selbst auf.
    Wenn der Geist nicht unterscheidet,
    sind alle Dinge das eine So-Sein.
    Das Wesen dieses einen So-Seins ist ein Geheimnis:
    Unbewegt; karmische Bindungen sind vergessen.
    Siehst du alle Dinge gleich,
    kehren sie heim zum nat├╝rlichen Sein:
    Ursachen verschwinden, Vergleiche sind nicht m├Âglich.

    Bewege dich nicht, und die Bewegung h├Ârt auf.
    Bringe Ruhe in die Bewegung, und es gibt keine Ruhe.
    Wenn beide nicht sind, kann eines dann sein?
    Im Absoluten sind keine Regeln.
    Der Geist, im Einklang mit ihm, wird unparteiisch
    und h├Ârt auf zu planen und zu streben.
    Wenn Zweifel und Argwohn ausger├Ąumt,
    ist wahrer Gleube best├Ątigt und fest.

    Alle Dinge sind verg├Ąnglich,
    nicht notwendig, sie sich zu merken.
    Leer, klar und selbstleuchtend
    bem├╝ht der Geist sich nicht.
    Das ist der Platz des Nichtdenkens,
    schwer auszuloten mit Intellekt und Gef├╝hl.

    In der Dharmawelt des So-seins
    ist kein Anderes und kein Ich.
    Wenn mann dich bittet, es sofort zu erkl├Ąren,
    kannst du nur sagen: "Nicht-Zwei".
    Wenn Nicht-Zwei, dann ist alles gleich;
    nichts, was nicht eingeschlossen w├Ąre.
    Die Weisen der zehn Richtungen
    sind alle in diese Weisheit eingetreten.
    Es ist jenseits von Ausdehnung und Zusammenziehung.
    Ein Augenblick der Wahrnehmung ist zehntausend Jahre.
    Weder Sein noch Nichtsein,
    das ganze Universum liegt vor deinen Augen.
    Das unendlich Kleine ist gleich dem Gro├čen,
    Grenzen sind verschwunden.
    Das unendlich Breite ist gleich dem Schmalen,
    keine Teilung ist sichtbar.

    Sein ist nichts anderes als Nichtsein.
    Nichtsein nichts anderes als Sein.
    Wenn es f├╝r dich nicht so ist,
    bleib keinesfalls in diesem Bewu├čtseinsstand.
    Alles ist eins, eines ist alles.
    Wenn du das erf├Ąhrst,
    warum ├Ąngstigst du dich dann, Vollendung nicht zu erreichen?

    Der Glaubensgeist ist Nicht-Zwei.
    Nicht-Zwei ist der Glaubensgeist.
    Worte gehen fehl, es zu benennen.
    Es ist nicht von der Vergangenheit,
    der Zukunft oder Gegenwart.
    http://www.kensho.ch/tag/koan/


    Ein weiterer sehr wichtiger Text zur Einheit ist Ellam Ondre,
    auf deutsch hier: 
    http://www.ladeva.de/Magazin/Die-Einheit-des-Seins.html

    Dar├╝ber hinaus noch mehr Texte bei:
    http://de.scribd.com/doc/33008209/Ellam-Ondre-Alles-ist-Eins-deutsch

     

     


    Die Irre durchherrscht den Menschen, indem sie ihn beirrt.
    Martin Heidegger: Vom Wesen der Wahrheit
    Umgem├╝nzt auf den Dualismus k├Ânnte man sagen:
    Der Dualismus durchherrscht den Menschen, indem er ihn beirrt.

    Nicht-Tun
    Von der absoluten Ebene her ergibt sich, dass jedes Handeln aus dem scheinbaren Ego heraus falsch ist und zu falschen Folgerungen f├╝hrt. Deshalb empfiehlt auch schon Laotse den Mitmenschen das Nicht-Tun. Dies ist nat├╝rlich besser, als aus dem Ego heraus falsch zu handeln. Nicht-Tun bedeutet, nicht aus dem scheinbaren Ego heraus zu handeln, sondern aus dem Bewusstseinsfeld heraus wesengem├Ą├č zu handeln.
    Mehr dazu auf Seite 3.7.

    Freier Wille ist Illusion
    Auf der relativen Ebene meint man, man habe einen freien Willen und man sei selbst der Handelnde. Mehr dazu auf Seite 3.2.

    Falsche Emotionen
    Aus dem scheinbaren Ego heraus entstehen auch die falschen Gef├╝hle, Leidenschaften, Pseudogef├╝hle, Emotionen: z.B. Verletztheit, Eifersucht, Wut, Hass, Angst, Neid, Stolz, W├╝nsche, Hoffnung auf bessere Zeiten.

    Denken oder Sp├╝ren
    Wenn jemand viele Stunden intensiv ├╝ber ein Problem nachdenkt, dann sp├╝rt er kein Durstgef├╝hl, kein Hungergef├╝hl, keinen Harndrang. Er sp├╝rt nicht, dass er atmet, dass die Sitzknochen auf den Stuhl dr├╝cken, dass die Fu├čsohle den Boden ber├╝hrt, dass der Oberk├Ârper schief und krumm sitzt und er die Bandscheiben der Lendenwirbels├Ąule ├╝berm├Ą├čig stark belastet. Er sp├╝rt auch keine Intuition oder Inspiration. In diesem Zustand des Denkens, des Gr├╝beln, des Hirnens ist man au├čer sich, gedankenverloren, geistesabwesend, sitzt man in seiner Gehirn- Zelle.  Doch irgendwann unterbricht man spontan die Arbeit und geht gedankenverloren aufs WC. Das ist dann Nicht-Tun durch Denken.
     

    Das Leben ist Leiden (Buddha):

    Man kann nirgendwo auf der Welt wirklich echten Frieden finden. Weder die Armen noch die Reichen haben Frieden; weder die Erwachsenen noch die Kinder, weder Menschen mit schlechter noch die mit guter Bildung. Es gibt nirgendwo Frieden, das ist der Lauf der Welt. Diejenigen mit wenig Besitz leiden genauso wie die mit viel Besitz. Kinder, Erwachsene, alt und jung... alle leiden. Das Leid, alt zu sein, und das Leid, jung zu sein; Das Leid, reich zu sein, und das Leid, arm zu sein... es ist alles nichts als Leiden.
    Ajahn Chah

    Und man kann erg├Ąnzen:
    Man leidet
    ob man Arbeit hat oder nicht
    ob man viel reist oder nicht
    ob man umtriebig ist oder passiv
    ob man gierig ist oder gen├╝gsam
    ob man jemanden liebt oder nicht.

    Siehe dazu auch die Seite “Stille, Ruhe,...”.
     

    Ganzheitlich von der absoluten Ebene gesehen, wei├č der Weise oder Mystiker, dass kein einziger Gedanke auf der relativen Ebene ernst genommen zu werden braucht.
    Nur das Sp├╝ren des Mysteriums in der Gegenwart z├Ąhlt.

    Folgende ├ťberlegung nach Assagioli und Ken Wilber ist auf der relativen Ebene auch wichtig:
    Ich bin mir eines Stuhls bewusst, also bin ich nicht der Stuhl.
    Ich bin mir meines K├Ârpers bewusst, also bin ich nicht mein K├Ârper.
    Ich bin mir meiner Gedanken bewusst, also bin ich nicht meine Gedanken.
    Ich bin mir meiner W├╝nsche bewusst, also bin ich nicht meine W├╝nsche.
    Ich bin mir meiner Gef├╝hle bewusst, also bin ich nicht meine Gef├╝hle.
    Ich bin reines Bewusstsein.

    Ich nehme an, dass es diese Erkenntnis auch schon seit 3000 Jahren im Hinduismus gibt.

    Mit dem unpers├Ânlichen universalen Bewusstseinsfeld sind nicht die Inhalte im Bewusstsein, z.B. ein Stuhl, der K├Ârper oder Gef├╝hle gemeint, sondern das reine, leere Bewusstseinsfeld. Dies k├Ânnen nur Weise nach der Einheitserfahrung wahrnehmen.
     

    Die Tatsache an sich, dass ich mit meinem Auto an einen bestimmten Ort fahre, beweist, dass ich von allen anderen, die mit anderen Autos an andere Orte fahre, getrennt bin. Die Wahrnehmung ist richtig, die Schlussfolgerung ist es nicht. Die Wahrnehmung ist, dass wir einen physischen K├Ârper sehen, der sich in ein Auto begibt und es zu einem bestimmten Ort f├Ąhrt. Das ist wahr. Aber warum annehmen, dass wir dieser K├Ârper sind?
    Almaas

    Mehr dazu auf der Seite:  WER BIN ICH?

     

    Modell eines absoluten und relativen Weltbildes:
    Man kann sich vorstellen, dass es ein riesiges, intelligentes Wesen gibt, so wie etwa ein Tintenfisch mit Milliarden von Armen. Dieses Wesen ist nat├╝rlich unsichtbar und immerw├Ąhrend. Jeder Arm sei ein sichtbarer Mensch.
    Ganzheitlich auf der absoluten Ebene ist es ein Wesen mit eingepr├Ągter Intelligenz, das alle Arme so bewegt, wie es die Situation erfordert. Jeder Arm ist ein Werkzeug f├╝rs Ganze und tut intuitiv und  freiwillig, was zu tun ist. Diejenigen Arme, die die Einheit mit dem Wesen kennen, sind gelassen, ruhig, in Harmonie mit dem Ganzen und gl├╝cklich. Sie m├╝ssen nichts bewerten, da sie ja selbst alles so wollen wie es ist, f├╝r sie ist alles vollkommen.  Der Tod bedeutet f├╝r den Arm kein Ende, da er ja das ganze Wesen ist.
    Es gibt auch Arme, die eine relative Sichtweise haben. Sie befinden sich auf der dualistischen, relativen Ebene und sie haben die Verbindung zum intelligenten Wesen verloren. Jeder Arm hat die Illusion, er sei allein und m├╝sse selbst handeln und daf├╝r sorgen, dass es ihm gut geht. Das bedeutet, dass er vom eingebildeten Ego her denken, bewerten und handeln muss. Sie kennen nur die relative Wahrheit und die Unvollkommenheit, die sie zu verbessern versuchen. Dazu geh├Ârt auch, andere Arme anzugreifen, denen ihre Beute wegzunehmen und m├Âglichst viel selbst zu bekommen. Es gibt also Arme, die entarten und sogar ihre Br├╝der t├Âten. Alle Arme, die auf der dualistischen, relativen Ebene denken und reagieren, sind ungl├╝cklich und sehnen sich unbewusst nach der Einheit. Diese Arme werden sehr stark von Angst, letztlich der Todesangst bestimmt. Durch innere Arbeit k├Ânnen diese Arme etwas von der absoluten Wahrheit erfahren.

    Von der absoluten Ebene her gesehen ist es klar, dass jeder Arm, der egoistisch handelt und die Verbindung zur Intelligenz verloren hat, gegen die Intelligenz handelt und damit stets falsch handeln muss. Nicht-Tun dieser Ego-Arme im Sinne von Laotse w├Ąre f├╝rs Ganze besser – dualistisch ausgedr├╝ckt.

    Achtung: Alle Vergleiche hinken nat├╝rlich.

    Einheitsparabel:
    Der Rabbi stellt seinen Sch├╝lern eine knifflige Frage: “Woran erkennt man, wann die Nacht zu Ende ist und der Tag beginnt?”
    Nach l├Ąngerem Gr├╝beln sagt ein Sch├╝ler: "Wenn ich von ferne das Schaf von der Ziege unterscheiden kann, dann hat der Tag begonnen."
    Ein zweiter meint: "Wenn ich von ferne den Olivenbaum vom Feigenbaum unterscheiden kann, dann ist die Nacht zu Ende."
    So diskutierten sie eine Weile.
    Schlie├člich spricht der Rabbi: "Wenn du eine Frau triffst und zu ihr, egal, ob sie wei├č ist oder schwarz, sagen kannst: Du bist meine Schwester; wenn du einen Mann triffst und du zu ihm, egal, ob er arm ist oder reich, sagen kannst: Du bist mein Bruder - dann ist die Nacht zu Ende, und der Tag beginnt."
     

    Sinn des Lebens

    Als Einf├╝hrung empfehle ich Ihnen, den entsprechenden Artikel in Wikipedia zu lesen. Dieser beschreibt sehr gut diese Fragestellung auf der dualistischen, denkerischen, relativen Ebene.

    Nachfolgend versuche ich eine Antwort
    f├╝r die absoluten Ebene des Nicht- Zwei, der Non-Dualit├Ąt, der Einheit:

    Ausgangspunkt ist die Frage: In welchen Situationen haben Sie sich bisher die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt? Waren das nicht immer Situationen, in denen Sie ein gro├čes Problem hatten, in denen Sie niedergeschlagen waren, in denen Sie unabl├Ąssig nachgedacht haben, in denen alles keinen Wert mehr hatte?

    Oder anders gefragt: In welchen Situationen haben Sie sich bisher nie die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt? Wenn Sie froh und gl├╝cklich waren?

    Sicher kennen Sie einen Zustand von gr├Â├čtem Gl├╝ck, ja Gl├╝ckseligkeit - wenn man sagt: "Das Leben ist perfekt!".  Wenn Sie gl├╝cklich sind, befinden Sie sich in der Einheit. Wenn man die K├Âstlichkeit und die Kostbarkeit des Seins sp├╝rt, wenn Sie die ganze Welt umarmen k├Ânnten - in dieser Situation verschwendet man keinen Gedanken an eine Frage nach Sinn!
    Viele, viele Erleuchtungserlebnisse belegen das.

    Zusammenfassung:
    Auf der absoluten Ebene gibt es kein:  Warum?
    In der Einheit hat man die innere Gewissheit, dass es herrlich ist zu leben, dass das Leben perfekt ist, dass man in der Liebe ist, dass das Universum nat├╝rlich einen Sinn hat. Man f├╝hlt die K├Âstlichkeit, die F├╝lle, die Kostbarkeit und Gl├╝ckseligkeit des Seins und hat gr├Â├čte Wertsch├Ątzung daf├╝r.

      Die Ros' ist ohn warumb
      sie bl├╝het weil sie bl├╝het
      Sie achtt nicht jhrer selbst
      fragt nicht ob man sie sihet
      Angelus Silesius (1624-1677)

    Wem die Gnade zuteil wird, eine Einheitserfahrung zu erleben, der fragt anschlie├čend nicht mehr warum. Das h├Ârt alles auf, wenn man die K├Âstlichkeit, die Kostbarkeit und die Vollkommenheit des Seins sp├╝rt und f├╝hlt:
    "Alles ist gut so, wie es ist”  und  “Ich m├Âchte die ganze Welt umarmen”.

    In diesem Zustand bl├╝ht man f├Ârmlich auf, wie ein Apfelbaum, bei dem pl├Âtzlich ├╝ber Nacht Zehntausende von Bl├╝ten aufspringen. Dies geschieht ab und zu im dualistischen Leben - deshalb kennen wir alle dieses Erlebnis.
    Weise im Zustand der Einheit sp├╝ren andauernd die K├Âstlichkeit, die F├╝lle, die Kostbarkeit, den Wert, die Einheit und die Gl├╝ckseligkeit des Seins.
    Mehr dazu auf der Seite “”Erleuchtung”.

    In der Sprache Erich Fromms entsprechend der Seite “Haben oder Sein” kann man sagen:

    Mit der Haben-Mentalit├Ąt hat man die illusion├Ąre Vorstellung,  dass das eigene Leben einen Sinn haben m├╝sse.
    In der Seins-Mentalit├Ąt f├╝hlt man, dass man “die ganze Welt umarmen m├Âchte” und denkt im Traum nicht daran, die Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen.

    Zur├╝ck zur relativen Ebene des Dualismus:
    Alle Meister mussten ihren Sch├╝lern, die noch auf der relativen Ebene waren, den Sinn des Lebens nennen. Dann werden z.B. solche Aussagen gemacht:

    • Man soll im Leben reifen und ein wahrer Mensch werden, ein Homo sapiens
    • Man soll zu seinem Wahren Wesen finden
    • Man soll nur wesentliche Dinge tun. Das ist alles, was zum Wahren Wesen f├╝hrt
    • Der Zweck des menschlichen Daseins ist bei Eckhart, Gott in seinem Wesen gleich zu werden, das Leben aus und zu Gott als reinen Selbstzweck zu begreifen. Wesentliche Aspekte der Selbstent├Ąu├čerung sind: Das Loslassen aller Gedanken und Vorstellungen und allen Wissens. Wirklich gelassen ist, wer seinen Eigenwillen aufgegeben hat und durch sich Gottes Willen wirken l├Ąsst. Er darf auch in seinem Inneren nicht wollen.
      Meister Eckhart in Predigt 5a,  etwa 1260 –1328.
    • Das eigentliche Ziel des Daseins besteht einzig darin, Liebe zu werden
      Thomas Schied
    • Was wir am Ende unseres Lebens in H├Ąnden halten, sind nicht unsere Leistungen und unsere Werke. Wir werden zuerst und vor allem die Frage stellen m├╝ssen, wie viel wir geliebt haben.
      Willigis J├Ąger
       

     

    Depression

    Menschen haben oft das Gef├╝hl von Sinnlosigkeit und Leere. Alles ist egal, nichts ist wichtig. Ihr seid unwichtig. Ihr wisst nicht, was ihr tun wollt - nichts, das ihr tun wollt ist wichtig. Ihr habt kein Gef├╝hl davon, was richtig oder nicht richtig ist. Es gibt kein selbstverst├Ąndliches Gef├╝hl von Orientierung, von Richtung oder davon, was zu tun wertvoll ist.
     ÔÇ×Wozu soll ich eigentlich leben?“ Da ist nichts, keine Bedeutung. Alles in der Welt wird sinnlos. Nichts ist von Interesse. Schnee f├Ąllt, und da ist niemand, sich daran zu freuen. In so einem Zustand von Sinnlosigkeit weiss ich nicht einmal, wie es ist, etwas wertzusch├Ątzen. Ich bin nicht da. Wie kann eine als Mangel erfahrene Leere sich an der Sch├Ânheit von fallendem Schnee freuen?
    Ihr habt das Gef├╝hl, dass nichts an euch dran ist: Ihr z├Ąhlt nicht, ihr seid nicht wichtig. Ihr f├╝hlt euch bedeutungslos, euer Leben f├╝hlt sich bedeutungslos an, ihr wisst nicht einmal, was ihr tun sollt. Ihr fragt euch, ob ihr ├╝berhaupt leben solltet.

    Wenn ihr euch als unvollst├Ąndig erfahrt, dann seid ihr eurer angeborenen Vollst├Ąndigkeit nicht gewahr und verhaltet euch wie jemand, der erf├╝llt werden muss. Das Verhalten von jemandem, der unvollst├Ąndig ist, ist leicht zu erkennen: er handelt immer so, als wollte oder br├Ąuchte er etwas. Fast alles, womit wir besch├Ąftigt sind, ist ein Versuch, dieses Gef├╝hl von Unvollst├Ąndigkeit aufzuheben.
    Das Verlangen, etwas zu bekommen, beruht auf diesem Gef├╝hl der Unvollst├Ąndigkeit, die ihrerseits auf einem falschen Verst├Ąndnis davon beruht, wer ihr seid.
    Weil ihr denkt, euer K├Ârper zu sein.

    Wenn wir dagegen ein Kind beobachten, sehen wir, dass die Gef├╝hle von F├╝lle, von innewohnender Lebendigkeit, von Freude am Sein nicht abgeleitet sind – das heisst, sie sind nicht das Ergebnis von etwas anderem. Man selbst zu sein ist allein schon wertvoll; man ist nicht erst wertvoll, weil man etwas tut oder nicht tut. Es (die Essenz) ist am Anfang (im Kleinkind) da, geht aber allm├Ąhlich verloren und die Falschheit (das Ego, die Pers├Ânlichkeit) tritt einfach an seine Stelle.
    Die Ego-Pers├Ânlichkeit geht mit dem Verlust eines Gef├╝hls von Bedeutung um, indem sie ein (falsches) Gef├╝hl von Bedeutung kreiert.
    Almaas

    Mehr dazu auf der Seite  WER BIN ICH?

     

 

    Nun der Text von 2006:
    Die Weisheitslehren kann man nur verstehen, wenn man den Unterschied zwischen Dualit├Ąt und Ganzheit verstanden hat.
    Hier will ich versuchen, diesen Unterschied zu erl├Ąutern. Dies auch anhand der Zusammenfassung all der zahllosen Hinweise, die ├╝berall auf dieser Homepage verstreut zu finden sind.

    Dualit├Ąt und verzerrte Wirklichkeitswahrnehmung
    Rund 6 Milliarden Menschen leben gedanklich in der Dualit├Ąt. Dualit├Ąt ist genau so, wie wir die Welt sehen. Wir k├Ânnen nicht anders, als die Dinge in angenehm und unangemehm einzuordnen, wir bewerten in Gut und Schlecht, wir wollen eine Situation anders haben als sie ist. Wir wollen, dass unser Leben k├╝nftig gl├╝cklicher ist als derzeit. Wir denken an die Vergangenheit und w├╝nschen uns etwas f├╝r die Zukunft.
    Die Weisen wissen: Menschen, die in der Dualit├Ąt befangen sind, sehen die Wirklichkeit verzerrt durch eine Ego-Linse und durch ihren Eigenwillen. Sie sehen die Wirklichkeit aus der Perspektive dessen, was wir f├╝rchten, was wir haben wollen, was wir hoffen, wie wir etwas bewerten, aus der Perspektive unserer Abneigungen und Vorlieben, unserer Vor-stellungen, wie die Dinge in Zukunft sein sollten. So sehen wir die Wirklichkeit verzerrt durch unser Ego.

    Doch wir sollten uns bewusst sein:
    Nichts ist gut oder b├Âs; das Denken macht┬┤s dazu.
    (There is nothing either good or bad; but thinking makes it so).
    William Shakespeare (1564 - 1616)

    Wir Menschen k├Ânnen nur in Dualit├Ąt denken oder forschen. Auf fast allen Seiten dieser Homepage finden Sie weitere Beispiele und Hinweise auf die Dualit├Ąt.

    Je gr├Â├čer die Insel unseres Wissens, desto gr├Â├čer das Ufer unseres Nicht-Wissens.
    John Wheeler, Physiker

    Ego
    Das Ego besteht materiell betrachtet aus k├Ârperlichen Anspannungen und Verspannungen, z.B. im Kopfbereich und im Bauchbereich. Wenn es Ihnen mal gelingen sollte, ihr Ego etwas zu lassen, werden Sie die wohltuenden Entspannungen wahrnehmen k├Ânnen, die dann gerne “Raum” oder “innerer Raum” genannt wird.
    Das Ego ist gedanklich eine Illusion, vergleichbar mit einem Regentropfen, der w├Ąhrend des Fallens zum Ozean meint, er sei ein Tropfen und nicht weiss, dass er wesentlich Wasser ist. Wenn der Tropfen sich im Ozean aufl├Âst, stirbt die Tropfen-Form, also das Ego, aber das Wesentliche bleibt - ob der Tropfen dies weis oder nicht.
     

    Ganzheit - Wahre Wirklichkeit
    Was gibt es anderes auf der Welt, als in Dualit├Ąt zu denken ?????

    Die Weisen k├Ânnen sowohl die relative, dualistische Ebene der Wirklichkeit erkennen, als auch egolos und objektiv und ohne Bewertung die absolute, wahre Wirklichkeit erkennen, so wie sie wirklich ist.

    Wenn man etwas sp├╝rt oder f├╝hlt, ist alles ganz anders:
    Beispiele:
    Riechen des Dufts einer Rose.
    Diese Wahr-nehmung ist nicht ausreichend mit Worten zu beschreiben, sie ist unbeschreiblich. Diese Wahr-nehmung kann man nur in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, in diesem Moment machen.
    Wenn sich jemand den Geruch vorher vor-stellt, so ist dieses Gedankenkonstrukt bestimmt nicht so wie die eigene Erfahrung des Rosenduftes.
    Die Erfahrung des Rosenduftes ist ganzheitlich, ist Nicht-Zwei, denn es gibt dabei keine Dualit├Ąt. Nach dem Riechen wei├č man es. Man besitzt eine innere Gewi├čheit vom Rosenduft, ohne dabei etwas zu denken oder sich etwas vorzu-stellen.
    Die Erfahrung des Rosenduftes ist also
    1. unbeschreiblich,
    2. nur in der Gegenw├Ąrtigkeit wahrnehmbar,
    3. ist ganheitlich,
    4. nicht vorstellbar oder denkbar.
    5. Man wei├č es dann, man hat eine eigene Gewissheit, wie die Rose gerochen hat.

    Schmecken, Sehen, H├Âren:
    Es gelten sinngem├Ą├č die gleichen S├Ątze wie oben f├╝r das Riechen, z.B.
    Beschreiben Sie mit Worten das Gesicht Ihrer Mutter, oder
    Beschreiben Sie die mit Worten Musik Ihres Lieblingsmusikst├╝cks.
    Beides geht mit Worten nicht nicht, aber Sie wissen es aufgrund Ihrer eigenen Erfahrung

    F├╝hlen:
    Alles , was Sie f├╝hlen oder sp├╝ren, mimmt man nur im jeweiligen Augenblick wahr. Wenn man gerade nachdenkt, sp├╝rt man es nicht, weil man in dem Moment von Sinnen ist. Wenn Sie z.B. dies lesen, bemerken Sie wahrscheinlich nicht, dass Sie ein- und ausatmen, weil Sie von der K├Ârperwahrnehmung abgeschnitten sind, weil Sie also “von Sinnen” sind.

    Liebe:
    Was ist wohl der Unterschied zwische dem Denken an das Gef├╝hle der Liebe, wenn man ein Buch liest, oder dem Sp├╝ren der Liebe, wenn man frisch verliebt ist?

    Fehlen nicht in den bewegensten Momenten des Lebens uns allen die Worte?
    Marcel Marceau, franz├Âsicher Pantomime

    Durch den Tonfall kann man viel mehr zum Ausdruck bringen als mit den Worten selbst.
    Malcom Stevenson Forbes, amerikanischer Verleger

    Erfahrungen aus dem Bauch, aus dem Herzen oder vom Kopf her:
    Wir alle wissen, dass man aus dem Bauch heraus oder vom Herzen geleitet handeln kann.
    Erfahrungen wie Intuition oder Kreativit├Ąt sind wesentlich subtiler als die oben genannten. Man muss mehr und intensiver hinsp├╝ren, um die von unserem Bauchzentrum, Herzzentrum oder Kopfzentrum ausgehenden Erfahrungen wahrzunemen - und man sp├╝rt es nur in der Gegenw├Ąrtigkeit ohne Denken.
    Das alles sind ganzheitliche Erfahrungen in der Gegenw├Ąrtigkeit.

    Gotteserfahrungen
    Das Numinose kann von den Weisen wie eine uns umgebende Substanz gesp├╝rt werden,
      - also z.B. wie ein Duft, der in der Luft liegt - .
    Wir anderen 6 Milliarden Menschen sind dazu zu unsensibel und leben in der Illusion, 
    das g├Ąbe es nicht.

    Folgende Analogien m├Âgen die Sachlage erhellen:
    Gegenw├Ąrtigkeit des Numinosen:
    Das Numinose oder Bewusstsein kann mit Radiowellen verglichen werden. Diese sind unsichtbar, nicht sp├╝rbar, ├╝berall vorhanden und alles durchdringend und “immerw├Ąhrend” in unserem Zeitma├č. Wird das Radio eingeschaltet, nimmt man wahr, was im Hier und Jetzt gesendet wird, die Musik von vor 2 Minuten ist nicht mehr da und die k├╝nftige Musik noch nicht da.
    Oder die Gravitation im Universum:
    Diese ist unsichtbar, nicht sp├╝rbar, ├╝berall vorhanden und alles durchdringend und “immerw├Ąhrend” in unserem Zeitma├č. Wir erkennen sie aber st├Ąndig an ihrer Auswirkung, denn sie h├Ąlt die Erde auf ihrer Umlaufbahn und wenn uns etwas aus der Hand rutscht, fliegt das nicht nach oben.

    Ganzheit des Numinosen:
    Weise sp├╝ren und wissen, dass das Universum wie ein Organismus ist, in dem wir Menschen z.B. die Zellen sind.
    Als Analogie k├Ânnen Sie sich in die nicht geistige, sondern materielle Vorstellung vertiefen, das Numinose sei wie ein menschlicher K├Ârper und wir Menschen dessen Zellen. Die meisten Zellen wissen nicht, dass sie zu diesem K├Ârper geh├Âren und haben die Illusion, sie k├Ânnten tun, was sie wollen. Sie haben ein Ego und meinen, sie seien ohne jede Verbindung zum Ganzen und sehen so durch ihre Ego-Brille nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit.
    Diejenigen Zellen, die sp├╝ren und f├╝hlen, dass sie diesem K├Ârper angeh├Âren, sp├╝ren auch, dass sie niemals einsam sein k├Ânnen, vom K├Ârper geliebt und versorgt werden und die Frage nach einem freien Willen stellt sich nat├╝rlich erst gar nicht. Sie wirken in Verbundenheit mit dem K├Ârper zu dessen Besten.
    Diese Analogie ist m.E. die Wichtigste, um aus dem Dualismus heraus intellektuell zu ahnen, was Ganzheit bedeutet.
    Um von der materiellen Vorstellungsebene wegzukommen, kann man sich vorstellen, in allen Formen des Universums oder K├Ârpers sei Urenergie oder Lebensenergie enthalten und in jeder Zelle wirkt nat├╝rlich ebenfalls Lebensenergie. Nicht die Form, sondern die Lebensenergie ist das Wesentliche.

    Nachvollziehbar ist das Ersp├╝ren des Numinosen vielleicht mit folgender Analogie aus der Familien├Ąhnlichkeit:
    Wer die Mutter kannte,
    erkennt sie sp├Ąter in allen ihren S├Âhnen.
    Zwei Zeilen von Kapitel 52 aus dem Tao Te King von Laotse (600 v. Chr.),
    nach der ├ťbertragung von Linde v. Keyserlingk).
    Also ├╝bersetzt: Wer Gott einmal geschaut hat, ersp├╝rt IHN  dann in allen allt├Ąglichen Dingen und Vorkommnissen - sofern man pr├Ąsent ist und nicht gerade nachdenkt.

    Weise = Erwachte = Erleuchtete = Heilige
    Als Weise bezeichne ich Menschen,
    die die All-Eins-Sein-Erfahrung erlebt haben,
    die damit wissen, wer sie sind, die keine Todesangst mehr haben und
    die nicht mehr aus dem Dualismus heraus, sondern aus der Ganzheit heraus wirken, sprechen und schreiben.
    Als Weisheit und Weisheitslehren bezeichne ich die Aussagen, die wir von den Weisen erhalten haben.
    F├╝r die Gotteserfahrung, das Gipfelerlebnis oder die Unio Mystika gilt wie f├╝r alle Erfahrungen:

    1. Die Erfahrung ist mit Worten unbeschreiblich.
        Weise reden deshalb meist in R├Ątseln oder Paradoxien.
    2. Die Erfahrung ist nur in der Gegenw├Ąrtigkeit wahrnehmbar,
    3. Die Erfahrung ist ganzheitlich, Nicht-Zwei
    4. Die Erfahrung ist nicht vorstellbar oder denkbar.
    5. Man wei├č ES dann, man hat eine eigene Gewissheit ├╝ber die Existenz
        der Wahren Wirklichkeit.

    Aus den Gotteserfahrungen der Weisen wei├č man inzwischen, dass das Numinose mit drei Haupteigenschaften erfahren werden kann:
    ES ist die absolute Wahrheit,
    ES ist Liebe, wir sind alle also in der Liebe - ob wir es sp├╝ren oder nicht -
    ES ist Vollkommenheit, wir m├╝ssen aufgrund unseres Egos nichts verbessern, es sei denn, unser K├Ârper wir von der h├Âchsten Intelligenz als Werkzeug benutzt, damit wir etwas ver├Ąndern. Mehr zur Vollkommenheit auf der Seite “3.2. Erleuchtung”.

    Das Numinose hat gleichzeitig viele Eigenschaften, so wie z.B. ein Apfel nicht nur rund ist, sondern auch eine Farbe, Gewicht und Gr├Â├če hat, speziell schmeckt und riecht und unterschiedliche Bestandteile der Ganzheit als verschiedene Strukturen besitzt mit dem Stiel, dem Fruchtfleisch, dem Saft und dem Kerngeh├Ąuse.

    Die Muslime kennen 99 verschiedene Erfahrungen oder Aspekte der Wahren Wirklichkeit, ausgedr├╝ckt in der dualistischen Sprache als Gott und IHM gegen├╝ber der Mensch, und es werden 99 verschiedene SEINER Eigenschaften oder Aspekte oder Qualit├Ąten aufgez├Ąhlt, die man alle je nach Situation f├╝hlen kann, siehe Anhang am Schluss der Seite “Philosophia perennis”.

    Aus Sicht der Weisen ist die Weltanschauung in der Dualit├Ąt ├Ąhnlich beschr├Ąnkt, als ob man durch einen Stohhalm hindurch die Landschaft anschaut und meint, das sei die ganze Welt. Aus der ganzheitlicher Erfahrung mit einem universalen Bewusstsein gibt es viel, viel mehr als nur so einen winziger Stohhalm-Ausschnitt, der in der Dualit├Ąt wahrnehmbar ist.

    Menschen, die sich permanent im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden, sehen die Wesensnatur der Dinge, die Essenz der Dinge, die wahre Natur der Dinge.
    Beispiel: Im Dualismus sieht man z.B. Eisbrocken, Wassertropfen, den Ozean, Dampf, Tau.
    Die Essenz dieser Dinge, die Wesensnatur und das Unverg├Ąngliche aber ist nicht die jeweilige Form des Wassers, sondern ist H2O.
    Weise sehen also nicht nur die Oberfl├Ąche der Dinge, sondern nehmen auch die grundlegende Ebene wahr. Die dualistische Ebene wird oft “relativ” genannt, die ganzheitliche “absolut”.

    Wer ein Ganzheitserlebnis hat, erwacht von der IIlusion des Dualismus zur Wahren Wirklichkeit. Eine tiefe Ganzheitserfahrung ver├Ąndert einen Menschen v├Âllig, vergleichsweise wird ein Saulus zum Paulus.
    Die Art der Ver├Ąnderungen finden Sie auf der Seite “3.2. Erleuchtung”.

    Die Weisen k├Ânnen sowohl die relative, dualistische Ebene der Wirklichkeit erkennen, als auch egolos und objektiv und ohne Bewertung die absolute, wahre Wirklichkeit erkennen, so wie sie wirklich ist.

    ├ťbrigens:
    Selbst wenn ein Taschendieb einem Heiligen begegnete,
    w├╝rde er nichts als seine Taschen sehen.
    Hari Dass

    Buddhas vier Edle Wahrheiten

    1.
    Das Leben ist Leiden.
    Meine Interpretation:
    Im Dualismus zu leben und mit dem Ego und Eigenwillen verhaftet zu sein bedeutet im Vergleich zur Ganzheit ein permanentes Leiden statt Gl├╝ckseligkeit.
    Mehr dazu siehe Seite “Wer bin ich?” bei Freiheit.

    2. Die Entstehung des Leidens:
    Die Ursache allen Leidens liegt im Wollen und Begehren von dem, was man nicht hat, im Bewerten, im dualistischen Denken, in der Hoffnung, in der Angst vor dem Tod, im Neid darauf, was ein anderer hat. 
    Meine Interpretation: Das verhaftet sein mit dem Ego und der Dualit├Ąt ist die Ursache f├╝r permanentes Leiden bzw. f├╝r die H├Âlle auf Erden.

    3. Die Aufhebung des Leidens:
    Meine Interpretation: Das Leiden wird durch egoloses Sein in der Ganzheit beendet.

    4. Es gibt einen Weg:
    Meine Interpretation:  Es gibt einen zur Aufhebung des Leidens f├╝hrenden Pfad, der edlen achtfache Pfad. Das ist die rechte Hoffnung.
     

    Auf dieser Homepage geht es also um
    umnennbare, zeitlose, ganzheitliche Erfahrungen und Weisheitslehren -
                
    und nicht ums Denken.

    Auf den anderen Seiten dieser Homepage werden  Sie noch sehr, sehr viele weitere Hinweise zur Dualit├Ąt und Ganzheit finden.
     

    Ein weitere Beispiel:

    Der wirkliche Apfel
    Ein Mann der Feder, ber├╝hmt und bekannt
    als strenger Realist,
    beschlo├č, einen einfachen Gegenstand
    zu beschreiben, so wie er ist:
    Einen Apfel zum Beispiel, zwei Groschen wert,
    mit allem, was dazugeh├Ârt. 

    Er beschrieb die Form, die Farbe, den Duft,
    den Geschmack, das Geh├Ąuse, den Stiel,
    den Zweig, den Baum, die Landschaft, die Luft,
    das Gesetz, nach dem er vom Baume fiel ...

    Doch das war nicht der wirkliche Apfel, nicht wahr?
    Denn zu diesem geh├Ârte das Wetter, das Jahr,
    die Sonne, der Mond und die Sterne ...

    Ein paar tausend Seiten beschrieb er zwar,
    doch das Ende lag weit in der Ferne;
    denn .....
    Michael Ende
    Den vollst├Ąndigen Text finden Sie z.B. bei
    http://carl-orff-gym.de/homepage/seite_Zum%20Nachdenken_673.html
     


    Dies ist keine Fun-Site.
    Diese Homepage entspricht einer Sammlung von Zitaten zu verschiedenen Themen mit einigen Kommentaren von mir,

    f├╝r deren Lekt├╝re man recht viel Zeit einplanen sollte.

    Leitmotiv:

    G├╝te
    W├Ąre das L├Ącheln nicht st├Ąrker als das Z├Ąhnefletschen
    und die G├╝te nicht st├Ąrker als der Hass,
    dann g├Ąbe es die Menschheit sicher nicht mehr.
    Chr. Rueger


    F├╝r die psychologischen und spirituellen Seiten gilt:

    Auf diesen Seiten gebe ich die Weisheitslehren von Menschen,
    die sich ├╝berwiegend im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden,
    kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher intellektuell verstanden habe.
     

    Kraft macht keinen L├Ąrm. Sie ist da und wirkt.
    Albert Schweitzer


    Wo die Natur nicht will,
    da ist die Arbeit umsonst.
    Seneca, 65 n. Chr.


    N├Ąchstenliebe lebt mit tausend Seelen,
    Egoismus mit einer einzigen, und die ist erb├Ąrmlich.
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Hinweis:
    Es geht um das Ersp├╝ren von Prozessen, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Jedes Wort steht also f├╝r etwas Unnennbares - wie etwa, wenn jemand “sein Herz verschenkt”. Also versuchen Sie bitte zu sp├╝ren, was jedes Wort und jeder Satz eigentlich beschreiben will
    und versuchen Sie vor allem, ES selbst zu erfahren - und das geht nur ohne Denken.
    Es geht um ganzheitliches, inneres Wissen, das in unserem Bauchzentrum, Herzzentrum oder Geistzentrum (Intuition, Inspiration) ersp├╝rt werden kann und nicht um dualistisches Denken und mentale Konstrukte oder Begriffe.

    Wenn Sie jetzt bereits die Seite wegklicken wollen, so schildern Sie doch bitte rasch mal mit ihren Worten Ihr Lieblings-Musikst├╝ck. Auch das Gesicht Ihrer Mutter kann man nicht mit Worten beschreiben, aber man wei├č es.
    Das ist die eigene, innere Gewissheit, die unnennbar ist.

    Sie k├Ânnen sich gerne mit Fragen zu diesen Themen an mich per Email wenden.