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    www.Oekosophie.de 

    Jeder Mensch hat grundsätzlich von der Natur die Anlage, einen hohen Grad an Weisheit zu erlangen. Die bisherigen Kulturen lassen jedoch eine solche Entwicklung nur in Ausnahmefällen zu. Die Menschheit insgesamt zeigt keine Weisheit, sie gleicht einem Bakterienstamm, der sich ungehemmt solange vermehrt, bis seine Lebensgrundlagen verbraucht sind.
    Kultur braucht deshalb Erneuerung: eine humanistische Orientierung!
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Es ist nicht von Bedeutung, ob wir gläubig sind.
    Wichtig ist nur, daß wir ein gutes Herz haben.
    Dalai Lama
     


    Alter, Krankheit, Tod, Pflege

    Umgang mit Veränderung:
    Das einzig Beständige ist die Veränderung.
    Alte deutsche Weisheit

    Wir erleben unser Leben lang Veränderungen, besser: Veränderungsprozesse. Dazu gehören auch Krankheit, Alter, Tod, Auflösung – ob wir es wollen oder nicht. Schließlich und endlich ist noch jedes Lebewesen gestorben – ob es wollte oder nicht. Unser menschlicher Wille ist also unwesentlich – es geschieht einfach. Wir sollten erkennen, dass es nicht anders sein kann und alles loslassen, besonders unsere Wünsche und Hoffnungen.  Wir sollten wissen, dass wir geführt sind und nur unser Körper, nicht aber unser Wahres Wesen sterblich ist.

    Wie sollen wir nach Meinung der Weisen damit umgehen?

    Wir sollen lernen, nicht festzuhalten, sondern loszulassen.
    Wir sollen anerkennen und akzeptieren, was ist. 
    Wenn wir festhalten und ablehnen, was ist, leiden wir unter Todesangst. 
    Wenn wir loslassen und anerkennen, was die Weisen sagen, sind wir frei von Todesangst.

    Wir können uns auf den physischen Tod vorbereiten, indem wir unser Ego- Selbst allmählich sterben  lassen. Dann sterben  wir angstfrei.
    Wenn wir unsere Todesangst noch zu Lebzeiten ablegen können, leben wir anschließen angstfrei, sorglos, unbeschwert, lebensfroh und erleben die Köstlichkeit des Lebens.
     

    Dazu einige Zitate

    Wir haben Angst vor dem Tod,
    wir haben Angst vor der Trennung,
    wir haben Angst vor dem Nichts.
    Wenn wir aber tief schauen,
    erkennen wir den unaufhörlichen Wandel der Dinge
    und verlieren allmählich unsere Angst.
    Thich Nhat Hanh

     

    Alter

    Es wundert mich, dass heute die Menschen dem Thema des Älterwerdens so viel Bedeutung beimessen. Das ist doch kein neues Thema. Das Altern wird seit Jahrtausenden beobachtet. Seit Urzeiten werden Menschen geboren, altern, werden krank und sterben. Das ist doch sehr normal.
    Chökyi Nyima Rinpoche

     

    Das Leben ist sehr kostbar. Wir müssen das schätzen, was wir haben, und in unserem Leben etwas damit anfangen. Sei gut! Tue niemandem Leid an – dich selbst eingeschlossen. Sei freundlich zu dir selbst! Freundlich zu jedermann, nicht nur zu Deiner Familie oder Deinen Freunden, auch zu Käfern und Tieren, zu jedem einzelnen fühlenden Wesen. Kümmere dich, liebe, respektiere, teile, gib, hilf!

    Älter werden liegt in der Natur aller Dinge. Da ist nichts zu machen. Auch der Arzt kann da nicht helfen. Ein spiritueller Pfad ebenfalls nicht. Sind wir aber glücklich, ist dies eine gesunde Angelegenheit, die auch gutes Aussehen mit sich bringt. Das ist der Schlüssel für gutes Aussehen. Das Altern selbst können wir nicht aufhalten, denn es ist völlig natürlich. Selbstverständlich sind eine gesunde Lebensweise, die richtige Diät, Heilmittel und so weiter nützliche Faktoren. Wesentliche aber ist die geistige Einstellung. Nicht allzu viele Sorgen, keine Befürchtungen, keine negativen Emotionen wie Gier, Ärger und ähnliches. Dafür vermehrt gute  Emotionen wie Liebe, sich um andere kümmern, Entspannung, sich des Lebens erfreuen, heiter sein. Das führt zu einem entspannten und leichten Geist und bewirkt, dass auch der Körper ohne Anspannungen ist. Dieser Umstand wiederum wird sicherlich dafür sorgen, dass der Körper nicht „alt“ aussieht.
    Chökyi Nyima Rinpoche

     

    Krankheit

    Nach dem Stufenmodell von Elisabeth Kübler-Ross gibt es fünf Phasen der Krankheitsbewältigung:

    Verleugnen:
    „Das kann nicht sein, die müssen sich bei der Diagnose vertan haben“ „Bei mir ist es bestimmt nicht chronisch.“
    Verhandeln:
    „Wenn es bei mir nur eine leichte Form von XYZ ist, dann höre ich mit dem Rauchen auf“ „Wenn ich eine lange Remission habe, dann werde ich auch gesünder leben / wieder in die Kirche gehen ...“
    Verfluchen (Aggression):
    „Wie können die Leute bloß über so oberflächliches Zeug reden ... ich bin schwer krank!“   „Diese Ärzte behandeln mich wie einen Idioten!“
    Vermissen (Trauer): „Warum ich ...“ „Ich werde nie wieder joggen gehen können.“ „Ich werde nie wieder normal in den Urlaub fahren können.“
    Akzeptanz:
    „Ich habe diese Krankheit, und ich werde damit leben.“

    Solange wir die Krankheit ablehnen, leiden wir seelisch.

     

    Tod

    Wir haben meistens furchterregende Vorstellungen vom Sterben und Tod. Diese sollten wir anschauen und uns damit auseinander setzen.
    Wir können im Sterben unsere Behausung nicht mitnehmen. Sie gehört uns nicht, sondern der Natur. Ebenso gehört uns der Körper nicht. Wir können ihn im Sterben nicht mitnehmen. Wer aber sind wir? (Bitte lesen Sie auch die Seite  „Wer bin ich“).

    Jeder fühlt, daß er etwas anderes ist als ein von einem andern einst aus Nichts geschaffenes Wesen. Daraus entsteht ihm die Zuversicht, daß der Tod wohl seinem Leben, jedoch nicht seinem Dasein ein Ende machen kann…. Wer da meinet, sein Dasein sei auf sein jetziges Leben beschränkt, hält sich für ein belebtes Nichts: denn vor dreißig Jahren war er nichts und über dreißig Jahre wird er wieder nichts.
    Arthur Schopenhauer
    Zitat aus:
    http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Tod/tod.html

    Die Weisen wissen: Wir sind ungeboren und unsterblich. Wir bewohnen den Körper eine Zeit lang und ziehen dann weiter. Für unser Wahres Wesen (Seele) ist der Tod nur ein Übergang in einen neuen Zustand. Wozu Angst haben oder sich Sorgen machen?

    Einerseits ist das Sterben furchtbar, andererseits - ist es nun mal so im Leben. Daher muss man an dieser Stelle loslassen. Die Loslösung ist wesentlich. Und auch sehr logisch. Ungeachtet dessen, welchen Glauben du  hast, wenn du diesen Rat anwendest, wird deine Reise schön sein. Du wirst einen leichten Tod haben. Um die Wahrheit zu sagen: Andernfalls ist es eine beängstigende Angelegenheit.
    Chökyi Nyima Rinpoche


    Bei der Wirklichkeit geht es überhaupt nicht um Existenz oder Nichtexistenz. Aus Shakespeares „Sein oder Nichtsein – das ist hier die Frage“, entgegnet der Buddha: “Sein oder Nichtsein ist nicht die Frage.“  Sein und Nichtsein sind lediglich zwei einander widerstreitende Vorstellungen. Sie sind nicht die  Wirklichkeit, und sie beschreiben diese auch nicht….   
    Thich Nhat Hanh
     


    Als Buddha alt und betagt geworden war, gab er seinen Körper auf und legte die Bürde ab. Jetzt musst auch du lernen, dich mit den vielen Jahren, die du schon auf diesen Körper angewiesen warst, zufriedenzugeben. Du solltest das Gefühl haben, dass es genug ist.
    Wenn wir das Ende unseres Lebens erreichen, dann haben wir sowieso keine andere Wahl; wir werden nicht in der Lage sein, irgend etwas mitzunehmen. Wäre es also nicht besser, schon vorher diese Dinge abzulegen? Sie stellen nur eine schwere Last dar, die wir mit uns herumtragen müssen. Warum also nicht jetzt schon die Last abwerfen? Warum sich damit abmühen, diese Dinge mit sich herumzuschleppen? Lass los, entspann dich und lass Deine Familie sich um Dich kümmern.
    Ajahn Chah zu einer Sterbenden,
    siehe
    www.ajahnchah.org/deutsch/unser_wirkliches_heim.php  .

    Der Tod geht uns nichts an. Solange wir da sind, ist er nicht da, und wenn er da ist, sind wir nicht mehr.
    Epikur 341 - 270 v. Chr
    .

    Unser Ego - Selbst stemmt sich gegen seinen physischen Tod. Die Weisen empfehlen, bereits zu Lebzeiten sein Ego sterben zu  lassen – siehe die Seiten „Wer bin  ich“ , „Erleuchtung“ und „Stille, Ruhe, Frieden“. Nach der Erleuchtung lebt man sein Leben angstfrei und sorglos, da die Todesangst fehlt. Dann wird der physische Tod nicht schwerfallen, sondern leicht.

    Im Herbst: Die Blätter fallen ohne zu klagen
     

    Pflegende Angehörige

    Zitat von Ajahn Chah :
    Diejenigen, die die Kranken pflegen, wachsen in Bezug auf Güte und Tugend. Der Patient, der anderen diese Gelegenheit gibt, sollte es nicht zu schwierig für sie machen. Wenn ein Schmerz oder irgendein anderes Problem auftritt, teile es ihnen mit und verweile mit Deinem Geist in einem positiven Zustand. Jemand, der seine Eltern pflegt, sollte seinen oder ihren Geist mit Freundlichkeit und Wärme erfüllen, und sich nicht von Aversionen überwältigen lassen. Dies ist die rechte Gelegenheit, Eure Schulden an sie zurückzuzahlen. Von Geburt an und während der Kindheits- und Wachstumszeit seid Ihr von Euren Eltern abhängig gewesen. Dass Ihr heute hier seid, ist deshalb der Fall, weil Eure Mutter und Euer Vater Euch auf verschiedene Art und Weise geholfen haben. Ihr habt ihnen gegenüber eine unermessliche Dankesschuld.

    Betrachtet also heute, da Ihr als Kinder und Verwandte Euch hier versammelt habt, wie Eure Mutter zu Eurem Kind geworden ist. Früher wart Ihr ihre Kinder, und jetzt ist sie Euer Kind. Sie ist älter und älter geworden, bis sie wieder ein Kind geworden ist. Ihr Erinnerungsvermögen schwindet, ihre Augen sehen und ihre Ohren hören nicht mehr so gut. Manchmal überschlägt sie sich beim Sprechen. Lasst Euch davon nicht beunruhigen. Ihr, die ihr Euch um die Kranke sorgt, müsst ebenfalls wissen, wie man loslässt. Haltet nicht an Dingen fest, lasst ihr einfach ihren Willen. Wenn ein kleines Kind ungehorsam ist, dann gestatten ihm die Eltern manchmal seinen Willen, nur um den Frieden zu wahren und um es glücklich zu machen. Eure Mutter ist jetzt wie dieses Kind. Ihre Erinnerungen und Wahrnehmungen sind verwirrt. Manchmal bringt sie Eure Namen durcheinander, oder sie bittet Euch, eine Tasse zu bringen, wenn sie in Wirklichkeit einen Teller will. Das ist normal, lasst Euch davon nicht erschüttern.

    Die Patientin möge der Freundlichkeit derer gedenken, die sie pflegen, und geduldig die schmerzhaften Gefühle ertragen. Bemühe Dich geistig, lass den Geist nicht verwirrt und zerstreut werden, und mach denen keine Schwierigkeiten, die sich um Dich kümmern. Diejenigen, die die Kranke pflegen, sollten ihren Geist mit Tugend und Freundlichkeit ausstatten. Entwickelt keine Abneigung hinsichtlich der unattraktiven Seite der Pflege, dem Säubern von Speichel und Schleim, Urin und Exkrementen. Versucht das Beste. Jeder in der Familie kann zur Hand gehen.

    Sie ist die einzige Mutter, die Ihr habt. Sie gab Euch Leben, sie war Eure Lehrerin, Eure Ärztin und Eure Krankenschwester - sie war alles für Euch. Dass sie Euch aufgezogen hat, ihren Reichtum mit Euch geteilt hat und Euch zu ihren Erben gemacht hat, stellt die große Güte der Eltern dar. Deshalb lehrte der Buddha die Tugenden kataññu und katavedi (geschuldete Dankbarkeit), wohl wissend um unsere Dankesschuld und den Versuch, sie zurückzuzahlen. Diese zwei Tugenden ergänzen sich gegenseitig. Wenn unsere Eltern etwas benötigen, sich nicht wohlfühlen oder Schwierigkeiten haben, dann tun wir unser Bestes, um ihnen zu helfen. Das ist kataññu-katavedi, eine welt-erhaltende Tugend. Sie verhindert, dass Familien auseinander fallen, und verleiht ihnen stattdessen Stabilität und Harmonie.
    Ajahn Chah

    Folgende Lehrrede wurde für eine ältere Laienschülerin gehalten, die kurz vor dem Tode stand:  www.ajahnchah.org/deutsch/unser_wirkliches_heim.php  .

 

 

    „Aus tiefstem Herzen sage ich euch allen:
    Leben und Tod sind eine ernste Sache.
    Alle Dinge vergehen schnell
    und kein Verweilen kennt der Augenblick.
    Darum seid achtsam
    und ganz gegenwärtig."
    Abendspruch im Zen-Sesshin

 


    Dies ist keine Fun-Site.
    Diese Homepage entspricht einer Sammlung von Zitaten zu verschiedenen Themen mit einigen Kommentaren von mir,

    für deren Lektüre man recht viel Zeit einplanen sollte.

    Leitmotiv:

    Güte
    Wäre das Lächeln nicht stärker als das Zähnefletschen
    und die Güte nicht stärker als der Hass,
    dann gäbe es die Menschheit sicher nicht mehr.
    Chr. Rueger


    Für die psychologischen und spirituellen Seiten gilt:

    Auf diesen Seiten gebe ich die Weisheitslehren von Menschen,
    die sich überwiegend im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden,
    kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher intellektuell verstanden habe.
     

    Kraft macht keinen Lärm. Sie ist da und wirkt.
    Albert Schweitzer


    Wo die Natur nicht will,
    da ist die Arbeit umsonst.
    Seneca, 65 n. Chr.


    Nächstenliebe lebt mit tausend Seelen,
    Egoismus mit einer einzigen, und die ist erbärmlich.
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Hinweis:
    Es geht um das Erspüren von Prozessen, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Jedes Wort steht also für etwas Unnennbares - wie etwa, wenn jemand “sein Herz verschenkt”. Also versuchen Sie bitte zu spüren, was jedes Wort und jeder Satz eigentlich beschreiben will
    und versuchen Sie vor allem, ES selbst zu erfahren - und das geht nur ohne Denken.
    Es geht um ganzheitliches, inneres Wissen, das in unserem Bauchzentrum, Herzzentrum oder Geistzentrum (Intuition, Inspiration) erspürt werden kann und nicht um dualistisches Denken und mentale Konstrukte oder Begriffe.

    Wenn Sie jetzt bereits die Seite wegklicken wollen, so schildern Sie doch bitte rasch mal mit ihren Worten Ihr Lieblings-Musikstück. Auch das Gesicht Ihrer Mutter kann man nicht mit Worten beschreiben, aber man weiß es.
    Das ist die eigene, innere Gewissheit, die unnennbar ist.

    Sie können sich gerne mit Fragen zu diesen Themen an mich per Email wenden.